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Nordwestmecklenburg Jugendweihe ungebrochen beliebt
Lokales Nordwestmecklenburg Jugendweihe ungebrochen beliebt
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17:35 02.06.2019
Stolz präsentieren sich die Jugendweihlinge in Grevesmühlen mit Blumen, Urkunden und Geschenkbüchern. Quelle: Jürgen Lenz
Grevesmühlen/Schönberg

 Kindheit ade, willkommen in der Welt der Erwachsenen: Diesen Schritt feierten am Sonnabend 142 Heranwachsende mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden in der Sport- und Mehrzweckhalle in Grevesmühlen. Der Verein „Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern“ hatte für sie ein Programm organisiert, das nicht nur unterhielt, sondern auch zum Nachdenken anregte. In einem ersten Durchgang feierten ab 10 Uhr Schüler der Regionalen Schulen Klütz und Grevesmühlen sowie der Förderschule „An den Linden“. Um 12.30 Uhr folgten Gymnasiasten, die in der ehemaligen Kreisstadt unterrichtet werden.

Im ersten Durchgang dabei: der 14-jährige Justin Koch aus Dorf Gutow. Er freut sich, dass bei der Jugendweihe die ganze Familie zusammenkommt. Es sei ein schönes Fest. „Man kommt jetzt in das Erwachsensein“, sagt Justin Koch. Was macht er mit Geldgeschenken? „Ich spare mein Geld für den Führerschein.“

Die vielen hundert Gäste machten es am Sonnabend offensichtlich: Die Jugendweihe ist in Grevesmühlen, Klütz und umliegenden Orten auch im 30. Jahr nach der Wende sehr beliebt. „Im letzten Jahr waren es etwa genau so viele Schüler“, sagt Martina Fischer. 1992 begann die heute 60-Jährige ehrenamtlich für den Verein „Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern“ zu arbeiten. Seit 2003 macht sie es hauptamtlich. Heute ist sie für den Landkreis Nordwestmecklenburg zuständig – außer für Gadebusch. In der Region nehmen nach Martina Fischers Auskunft „70 Prozent der möglichen Jugendlichen in der Altersgruppe“ an der Jugendweihe teil. Das freue den Verein natürlich. Sie hoffe, dass es dabei bleibe. Martina Fischer erläutert: „Bei mir im Bereich sind es 712 Teilnehmer von 1022 möglichen.“ Im vorigen Jahr feierten 718 Heranwachsende in Martina Fischers Gebiet die Jugendweihe. Die Zahl schwankt immer etwas von Ort zu Ort – auch im Schönberger Land und in der Region Schlagsdorf. „Auch dort ist die Tendenz insgesamt aber gleichbleibend“, erklärt Martina Fischer. In Schönberg feierten bereits am 4. Mai 112 Jugendliche mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden die Jugendweihe. Zuerst waren Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums und der Förderschule „Anne Frank“ an der Reihe. In einem zweiten Durchgang folgten Jugendliche an den Regionalen Schulen Dassow, Schönberg, Lüdersdorf und Schlagsdorf. „Im letzten Jahr waren es ähnlich viele Jugendliche“, sagt die Mitarbeiterin des Vereins, der sich am 1. Dezember 1990 gründete, um die 1852 begonnene Tradition der Jugendweihe fortzusetzen. Aus seiner Statistik für Schönberg: 2016 waren 116 Heranwachsende dabei, im Jahr 2015 waren es 95.

Seit Gründung des Landesverbands haben mehr als 305 700 Mädchen und Jungen mit rund zwei Millionen Gästen an über 5530 Jugendweihefeiern teilgenommen. 349 000 Jugendliche nutzten rund 16 600 Veranstaltungen der offenen Jugendarbeit. Hier ist die Tendenz allerdings rückläufig. Martina Fischer bedauert: „Das Interesse an der offenen Jugendarbeit hat sehr stark nachgelassen.“ An der Vielfalt kann es nicht liegen. Die Teilnehmer der Jugendweihen können unter zahlreichen Angeboten wählen: Reisen im In- und Ausland, Besuch eines Hochseilgartens, Veranstaltungen zu Demokratie, Süchten, Rechtsfragen für Jugendliche, Tanzen, Selbstverteidigung und vieles mehr.

„Eine Jugendweihe ist immer etwas Besonderes“, sagte Landrätin Kerstin Weiss (SPD) am Sonnabend in Grevesmühlen. Sie bat die Jugendlichen: „Setzt euer Wissen ein und eure Kreativität, aber setzt auch euer Herz ein.“ Niemand lebe für sich allein. In ihrer Rede bat Kerstin Weiss die jungen Zuhörer auch, sich dafür einzusetzen, dass die Klimakrise beendet wird.

Die musikalische Unterhaltung übernahm am Sonnabend, wie seit vielen Jahren, die Gruppe „Nordprojekt“ unter der Leitung von Rüdiger Schwatinski aus Arpshagen. Sie erntete von den Teilnehmern und Gästen der Jugendweihe viel Beifall. Gut kamen auch Tänzer des Vereins „Breakdance ConneXion MV“ aus Rostock an. Die 1989 gegründete Gemeinschaft bietet jungen Tänzern die Möglichkeit zu Auftritten, Training, Austausch und Weiterbildung.

Jürgen Lenz

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