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Nordwestmecklenburg Jung will Bürgermeister bleiben
Lokales Nordwestmecklenburg Jung will Bürgermeister bleiben
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20:10 05.09.2018
Klütz

Die nächste Kommunalwahl kündigt sich langsam an. In neun Monaten werden die Parlamente in den Kommunen und die Bürgermeister im Landkreis und damit auch im Klützer Winkel gewählt.

„Ich möchte mich für den Bau einer dritten Umgehung einsetzen, auch wenn er in den nächsten fünf Jahren noch nicht umgesetzt wird.“ Guntram Jung (CDU), Bürgermeister Klütz

Guntram Jung (CDU), Bürgermeister der Stadt Klütz, will sich im mai 2019 wieder zur Wahl stellen. „Es macht mir nach wie vor Spaß, und es gibt einige Projekte, die erst in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt oder abgeschlossen werden“, sagt er.

Als das größte in den nächsten fünf Jahren umzusetzende Projekt nennt er den Neubau einer Sportanlage für den Sportunterricht der Schüler und die Vereine der Stadt. Die Verhandlungen mit dem Land, das die alte Sportanlage neben Schloss Bothmer kaufen soll, dauern schon lange an. Die Planung einer neuen Sportanlage muss europaweit ausgeschrieben werden. Das dauere seine Zeit. „Ich möchte das gerne als Bürgermeister weiter begleiten und umsetzen“, so Jung. Auch das Verkehrskonzept der Stadt müsse umgesetzt und vor allem der ruhende Verkehr besser geregelt werden. „Dabei ist mir auch klar, dass nicht jeder mit Veränderungen einverstanden sein wird“, sagt Guntram Jung.

Mit Blick auf den Verkehr in Klütz hat er noch ein großes Ziel: „Ich möchte mich für eine dritte Umgehung einsetzen und die Voraussetzungen für ihren Bau schaffen, auch wenn er in den nächsten fünf Jahren noch nicht umgesetzt wird.“ Der wieder geschaffene Bauhof liegt dem CDU-Politiker sehr am Herzen. Ihn möchte Jung, sofern er wieder gewählt wird, weiter ausrüsten. Als großes Projekt der nächsten Jahre sieht er die Brandschutzbedarfsplanung. Die Feuerwehr sei zwar gut aufgestellt und man habe Fahrzeuge neu anschaffen können, doch die Anforderungen steigen. „Voraussetzung für alles ist die Konsolidierung des Haushalts“, gibt Jung zu bedenken. In diesem Jahr arbeitet die Stadt mit einem Minus von etwa 600000 Euro.

Zurückblickend ist aus Guntram Jungs Sicht in Klütz seit 2014 einiges verbessert worden. „Der Straßenbau in Niederklütz war schon ewig in der Warteschleife und auch der Gehwegbau in Grundshagen war nötig“, sagt Guntram Jung. „Toll war auch, dass wir mit Fördermitteln schon viele Buswartehäuschen erneuern und für die Stadt neues Mobiliar anschaffen konnten“, zählt er auf. Ganz zu Anfang seiner Amtszeit sei das touristische Leitsystem in der Stadt aufgestellt worden. „Dafür haben wir als eine der ersten Kommunen in Mecklenburg Fördermittel der Metropolregion Hamburg bekommen“, sagt Jung.

Eine besondere Herausforderung für ihn als Bürgermeister und für die Einwohner von Klütz, war die Zeit in 2015 und 2016, in der die ehemalige leerstehende Kita zur Flüchtlingsunterkunft umgewandelt wurde. „Ich freue mich, dass trotz anfänglicher Skepsis am Ende alles gut funktioniert hat“, sagt Jung.

Bei der Kommunalwahl 2014 konnten sich Bewerber für 14 Sitze in der Stadtvertretung wählen lassen. Besetzt sind davon heute zwölf. Plätze in mehreren Ausschüssen können nicht besetzt werden, weil sich keine Interessenten finden. Wie sieht Guntram Jung die politische Zukunft der Stadt? „Alle zusammen, Parteien und Wählergruppen, sollten genug junge Leute ansprechen“, sagt er. „Es muss aber eine Bereitschaft da sein, nicht nur zu kritisieren, sondern auch selber etwas umgestalten zu wollen. Ich bin aber zuversichtlich, dass es genug Kandidaten auch für die Stadtvertretung geben wird.“

Ob es schon einen Gegenkandidaten für das Amt des Klützer Bürgermeisters gibt, weiß Jung nicht: „Da bin ich selber gespannt.“

Malte Behnk

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