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Nordwestmecklenburg Kaffeebrenner zählt 23138 Passagiere
Lokales Nordwestmecklenburg Kaffeebrenner zählt 23138 Passagiere
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20:10 21.10.2015
Bei Fahrten mit Dampflokomotive weht den Passagieren im „Lütt Kaffeebrenner“ etwas Rauch um die Nase. Quelle: Jens Büttner
Klütz

Ein wenig erschöpft ist Eva Eckert, aber sie strahlt glücklich über die zweite Saison des „Lütt Kaffeebrenners“ der Schmalspurbahn in Klütz. „Es ist richtig klasse gelaufen“, sagt sie. Seit dem 2. April hat die Kleinbahn zwischen Klütz und Reppenhagen 23138 Passagiere transportiert, die den Ausblick in die mecklenburgische Landschaft und die Fahrt in dem kleinen Zug genossen haben. „Einige sind auch zwei- oder dreimal gekommen“, sagt Eva Eckert. Sie ist bei der Klützer Schmalspurbahn Mädchen für alles: Sie verkauft die Fahrkarten und kontrolliert sie auch beim Einstieg, sie informiert Besucher über die Bahn selber und gibt Tipps für die weiteren Ausflüge in die Umgebung. Außerdem plant sie nach ihrem Urlaub die nächste Saison.

Kurz vor der Eröffnung des „Lütt Kaffeebrenners“ hatte Betreiber Ludger Guttwein prognostiziert, 10000 Fahrgäste im Jahr seien durchaus möglich. In der ersten Saison, die nur etwa vier Monate dauerte, fuhren schon knapp 9000 Gäste mit der Bahn. Das Ergebnis und auch die Prognose wurden in diesem Jahr weit übertroffen.

„Wir haben zusätzlich mehr Werbung gemacht, haben auch eine Facebookseite und die neuen Schilder haben viel gebracht“, sagt Eva Eckert. So gebe es drei Wegweiser an entscheidenden Stellen, die zum Bahnhof führen. „So kommen jetzt auch etliche Gäste, obwohl wir die Saison erst nur bis zum 16. Oktober angesetzt hatten und das auch auf den Flyern steht“, sagt Eckert. Weil die Saison nämlich so gut verlief und jetzt noch Ferien sind in vielen Bundesländern, wird bis zum 23. Oktober weitergefahren.

Ob es nun die Dampflok „Riesa“ am Osterwochenende war oder im Sommer die Schlepptender-Dampflokomotive PX 38 805 von der Zniner Kreisbahn in Polen: Besondere Lokomotiven lockten besonders viele Eisenbahnbegeisterte nach Klütz. Sogar aus England war eine Gruppe extra angereist. „Solche Gäste wollen viel mehr fotografieren und den Zug oder die Lok im Detail begutachten“, hat Eva Eckert festgestellt und spricht liebevoll von „Nietenzählern“.

Wie im ersten Jahr nutzen viele Passagiere des Kaffeebrenners die Möglichkeit, in Stellshagen auszusteigen und im Restaurant des Gutshauses einzukehren. „Inzwischen gehen aber mehr Leute dort zum Mittagessen als zum Kaffeetrinken“, sagt Eva Eckert. Denn am Bahnhof in Reppenhagen hat sich in diesem Jahr ein kleiner Stand etabliert, an dem selbst gebackene Kuchen, Kaffee und Brause, Marmeladen und Säfte angeboten werden. „Ob der Stand da ist, sehe ich daran, ob Krümel im Zug sind“, erklärt Eva Eckert lachend. So kann sie auf viele amüsante Momente zurückblicken. „Manche Urlauber rufen auch an und fragen, mit welcher Lok wir gerade fahren. Ein Mann war als Kind oft auf Wangeroge und wollte deswegen mit unserer roten Lok fahren, die dort früher im Einsatz war“, sagt sie.

Über den Winter stehen an den Zügen und Lokomotiven des „Lütt Kaffeebrenners“ Wartungsarbeiten an. Es gibt also für die beiden Lokführer genug zu tun. Außerdem hat Ludger Guttwein Züge einer Bergbahn in Österreich gekauft. Vielleicht werden sie über den Winter soweit vorbereitet, dass auch sie im nächsten Jahr gelegentlich aufs Gleis kommen.

Heute und morgen fährt der „Lütt Kaffeebrenner“ noch jeweils um 11 und um 14 Uhr. Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre zahlen 5 Euro.

Malte Behnk

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