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Nordwestmecklenburg Kay Grollmisch will Bürgermeister in Boltenhagen werden
Lokales Nordwestmecklenburg Kay Grollmisch will Bürgermeister in Boltenhagen werden
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16:23 25.04.2019
Das Ostseebad Boltenhagen ist beliebt bei Urlaubern. Kay Grollmisch möchte hier Bürgermeister werden. Quelle: Annett Meinke
Boltenhagen

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai haben die Bürger des Ostseebads Boltenhagen die große Auswahl. 46 Frauen und Männer kandidieren für die Gemeindevertretung und es gibt drei Kandidaten für das Ehrenamt des Bürgermeisters. Gegen Amtsinhaber Christian Schmiedeberg (CDU) und den Neu-Boltenhagener Raphael Wardecki (Bündnis90/Grüne) tritt Kay Grollmisch (53) von der neuen Wählergemeinschaft „Freie Unabhängige Boltenhagener“ (FUB) bei der Wahl an.

Kay Grollmisch (53) kandidiert für die Freien Unabhängigen Boltenhagener (FUB) als Bürgermeister in Boltenhagen. Quelle: Malte Behnk

Kay Grollmisch, der aus Klütz stammt und seit seinem 18. Lebensjahr in Boltenhagen lebt, möchte die Politik in Boltenhagen transparenter und offener gestalten als bisher. „Die Bürger müssen mehr beteiligt werden“, sagt der Notfallsanitäter, der seit 2014 Mitglied der Gemeindevertretung ist. „Dazu gehört, dass viel mehr Entscheidungen und Vorhaben öffentlich gemacht werden müssten. In Aushangkästen könnte die Gemeinde das auch für die älteren Bürger machen, die kein Internet nutzen. Es ist wichtig, dass die Leute ihre Meinung sagen können“, sagt Grollmisch.

Ob es in der Vergangenheit die Debatte um die Schließung der Ostseetherme war oder die Diskussion um den Bau der Dünenpromenade, Grollmisch hat eines festgestellt: „Viele sagen, sie leben nicht mehr hier, sie wohnen bloß noch hier, weil sie nicht einbezogen werden.“

Aus Kay Grollmischs Sicht müsste die Politik im Ostseebad viel öfter fragen, was dem Ort und seinen Bürgern fehlt. „Investitionen für die Einwohner“, sagt der Bürgermeisterkandidat, „hat es hier seit zehn Jahren nicht mehr gegeben.“ Stattdessen, so kritisiert er, habe die Gemeinde sich mit vielen Planungen für Hotels beschäftigt.

Eine Begegnungsstätte für die Senioren und die Jugend aus dem Ort wird seit langem gewünscht. „Ich habe vorgeschlagen, das alte Feuerwehrhaus abzureißen und dort einen Treffpunkt zu bauen, in dem auch ein Heimatmuseum Platz hätte“, so Grollmisch. Solche Ideen seien bisher aber von der Gemeindevertretung abgetan worden.

Ein Kino, eine Indoor-Spielhalle oder ein Schwimmbad wären Dinge von denen die Einwohner profitieren, die auch von Touristen genutzt werden könnten. „In die Spielplätze der Gemeinde könnte mal investiert werden. Außerdem braucht Boltenhagen eine Ortssatzung, in der geregelt ist, dass Grundstückseigentümer für ihre Flächen verantwortlich sind und sie nicht verkommen lassen können.“

Kay Grollmisch würde auch gerne einen Dorfputz regelmäßig durchführen. „Das funktioniert in anderen Gemeinden sehr gut. Dann könnte der Bauhof Container aufstellen und man würde als Gemeinde zum Abschluss im Kurpark eine Suppe und Wurst spendieren“, sagt Kay Grollmisch, der in so eine Aktion die Vereine und Gewerbetreibenden einbinden würde.

Wahlveranstaltungen will der Bürgermeisterkandidat aus dem Ortsteil Tarnewitz nicht machen. „Ich bin oft in der Gemeinde unterwegs, gehe viel mit meinem Hund spazieren oder bin im Café am Goethehain. Mich können die Bürger gerne überall ansprechen. Dann nehme ich mir die Zeit“, sagt der 53-Jährige.

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Malte Behnk

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