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Nordwestmecklenburg Eltern und Lehrer bangen: Wie sicher ist der Weg zum Sportunterricht in Klütz?
Lokales Nordwestmecklenburg

Klütz: Wie sicher ist der Weg zum Sportunterricht?

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18:00 15.11.2021
Die Stadt Klütz aus Richtung Osten, jenseits der Umgehungsstraße wurde der neue Sportplatz gebaut.
Die Stadt Klütz aus Richtung Osten, jenseits der Umgehungsstraße wurde der neue Sportplatz gebaut. Quelle: Michael Prochnow
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Klütz

Nun ist auch der zweite Bauabschnitt am neuen Sportplatz offiziell beendet, der Bau ist abgenommen. Die Fußballer des SV Klütz trainieren schon auf dem neuen Grün. Für die 280 Schüler der Regionalschule beginnt der Sportunterricht auf dem neuen Platz aber erst dann, wenn die sanitären Anlagen fertiggestellt sind.

Während die Schüler leise darüber stöhnen, dass der Weg zum neuen Sportplatz gut 300 Meter weiter ist als zum alten Platz, sorgen sich einige Erwachsene eher darum, wie die Kinder sicher zum Sportunterricht gelangen werden. Der gut 800 Meter lange Weg führt zunächst durch das Wohngebiet, dann überqueren die Schüler die Landesstraße 03 in Richtung Grevesmühlen, laufen durch den Kreisel und überqueren die Landesstraße 01 in Richtung Christinenfeld.

„Wir haben da schon Bedenken“

Das Straßenverkehrsamt in Schwerin hat diesen Weg als sicher eingeschätzt, obwohl es an beiden Überwegen keine Ampel und keinen Zebrastreifen gibt. „Wir haben da schon Bedenken“, sorgt sich die Schulleiterin der regionalen Schule, Jana Malek. Sie fordert, der Weg solle als Überweg gekennzeichnet sein. „Einen Zebrastreifen oder zumindest ein ‚Achtung, Kinder-Schild‘ würden wir uns wünschen“, so die Pädagogin.

„Mehr Maßnahmen sind nicht geplant“

Bürgermeister Jürgen Mevius (UWG) verweist auf die Sicherheitsüberprüfung durch das Straßenverkehrsamt sowie die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. Die Verkehrsinseln sorgten ebenfalls für ein sicheres Überqueren. „Mehr Maßnahmen sind nicht geplant“, so Mevius. Die Stadt habe bei einer Landesstraße auch keine Handhabe.

„Ein ‚Vorsicht, Kinder-Schild‘ fände ich auch gut, darüber können wir mit dem Amt sicher sprechen“, verspricht der Bürgermeister. Der Sozialbau mit Umkleiden und Toiletten solle nun so schnell wie möglich errichtet werden. Sollte der Bau aufgrund der Witterung nicht zeitnah zu realisieren sein, „kann ich mir auch eine Notlösung für Sanitäranlagen und einem Container für Sportgeräte wie Bälle, Maßband, Rechen und Ähnliches vorstellen“, so Mevius. Er sei da in einem guten Austausch auch mit dem Sportlehrer der Schule.

Die Kinder werden den Sportplatz immer nur während einer Doppelstunde Sport nutzen. Für eine Einzelstunde sei der Weg zu lang, so die Schulleitung.

Von Annabelle von Bernstorff