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Nordwestmecklenburg Klützer Sportanlage: Schule und Vereine sollen mitreden
Lokales Nordwestmecklenburg Klützer Sportanlage: Schule und Vereine sollen mitreden
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20:10 08.10.2015
Das Klützer Volksparkstadion. Das Land würde es gerne kaufen, um das Ensemble des angrenzenden Schlosses Bothmer abzurunden. Quelle: Robert Niemeyer
Klütz

Mehrere Hunderttausend Euro würde eine ordentliche Sanierung der Sportanlage an der Klützer Schloßstraße kosten. Das wissen die Kommunalpolitiker schon seit Anfang des vergangenen Jahres. Seit die Sanierung von Schloss Bothmer abgeschlossen ist, zeigt aber das Land Interesse an der Sportfläche, die an das Schlossareal angrenzt. Der Stadt Klütz würde es helfen, wenn das Land die Sportanlage kauft. Mit den Einnahmen könnte eine ganz neue Sportanlage auf der anderen Seite der Stadt am Kreisverkehr bei der katholischen Kirche gebaut werden.

Am Montag gab es deswegen ein nichtöffentliches Gespräch von Vertretern der Stadt mit der Schule, dem SV Klütz und den Volleybulls. „Wir wollen von Anfang an die Schule und die Vereine in die notwendigen Planungen einbeziehen“, begründet Bürgermeister Guntram Jung (CDU) den Termin. „Wir wollten klären, was wir aus Sicht der Nutzer bedenken müssen und nicht vergessen dürfen“, so der Bürgermeister. Alleine um mit dem Land vernünftig verhandeln zu können, braucht die Stadt einige Daten wie die geschätzten Baukosten. Die sollen ermittelt werden. „Das Risiko, diese ersten Planungen zu tragen, müssen wir auf uns nehmen“, sagt Guntram Jung. Es müsse auch ein Gutachten gefertigt werden, das den Zustand und den aktuellen Wert der alten Sportanlage beschreibt.

Die alte Sportanlage im Stadion am Volkspark wurde in den 1970er Jahren erbaut und ist schon seit Jahren marode, was auch der Stadtvertretung bekannt ist. „25 Jahre ist nicht viel passiert. Was gemacht wurde, waren Eigenleistungen des Sportvereins“, hatte Guntram Jung schon vor einem Jahr gesagt. Dabei sind die Schäden inzwischen erheblich. Die Drainage ist defekt, weswegen die Anlage öfter unter Wasser steht. Vor allem die Laufbahnen, ursprünglich mit einem Belag aus Sand oder Asche, sind in einem schlechten Zustand. „Die Laufstrecken sind sehr uneben, teilweise mit Unkraut durchwachsen. Die obere Deckschicht ist überhaupt nicht mehr vorhanden“, hatte eine Untersuchung ergeben. Die Betonbordeinfassungen der Laufbahnen sind teilweise im Untergrund verschwunden oder liegen lose an den Rändern. Sie stellen eine Gefahr dar. Auch die Anlagen für Weitsprung und Kugelstoßen sind in schlechtem Zustand.

Für das Gebiet gegenüber der katholischen Kirche gab es sogar schon einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Allerdings wurde bei seiner Erstellung auch eine Unterschriftensammlung initiiert, in der sich die Mehrheit der Befragten gegen den Neubau einer Sportanlage an anderem Standort ausgesprochen hatte. Mit dem Interesse des Landes, die alte Sportanlage kaufen zu wollen, bieten sich für die Klützer allerdings ganz neue Chancen.

Bisher geschätzte Kosten
Nur die Sanierung des Sportlerheims, in dem es durchregnet, hätte nach bisherigen Schätzungen etwa 150000 Euro kosten sollen. Davon sollten alleine 130000 Euro auf die Erneuerung des Daches entfallen, was zu Kritik unter den Stadtvertretern führte. Ein Neubau des Sportlerheims sollte sogar 600000 Euro kosten.
Der Bau einer kompletten neuen Sportanlage würde ungleich teurer. Für zwei Großfeldplätze, einer davon mit Laufbahn, einen Kleinfeldplatz und ein Vereinshaus wurden bislang Kosten geschätzt, die sich in einem mittleren siebenstelligen Bereich bewegen. So viel dürfte auch beim Verkauf der Sportanlage ans Land nicht herausspringen.

Malte Behnk

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