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Nordwestmecklenburg Knöllchenärger in Barendorf
Lokales Nordwestmecklenburg Knöllchenärger in Barendorf
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11:46 04.03.2019
In Dassows Ortsteil Barendorf gibt es Beschwerden weil am sonnigen Wochenende vom 16. Februar 2019 der Parkplatz geschlossen war und viele Knöllchen verteilt wurden. Inzwischen haben Autofahrer ein Absperrband entfernt
In Dassows Ortsteil Barendorf gibt es Beschwerden weil am sonnigen Wochenende vom 16. Februar 2019 der Parkplatz geschlossen war und viele Knöllchen verteilt wurden. Inzwischen haben Autofahrer ein Absperrband entfernt Quelle: Malte Behnk
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Barendorf

Frust statt Frühlingslust: Etliche Autofahrer, die vor wenigen Tagen die ersten Sonnenstrahlen für einen Ausflug an die Ostsee bei Barendorf genutzt haben, ist das Wochenende gründlich verhagelt worden. Weil der öffentliche Parkplatz gesperrt ist, stellten die Besucher ihre Autos an der Zufahrtsstraße ab. Dafür gab es ein Köllchen. „Nach einem erholsamen Spaziergang am Strand von Barendorf wurden wir ganz schnell wieder in die Realität zurück geholt, als wir von einer anderen Strandspaziergängerin auf ein ganz kleines, liebevoll zusammengerolltes Knöllchen im Wert von 15 Euro hinter den Scheibenwischern hingewiesen wurden. Mit diesen besagten Knöllchen waren weitere (mindestens 25) Pkw beschenkt worden“, schreibt Ilona Schröder.

Natürlich habe sie das Schild mit dem Halteverbot gesehen, das an der Straße steht. Aber was sei den die Alternative gewesen, umdrehen und zu einem anderen Strand fahren? „Wie gesagt, es gibt keine anderen Parkmöglichkeiten am öffentlichen Strand oder darf man Barendorf nur in der Saison besuchen?“

Wie eine Nachfrage beim zuständigen Amt Schönberger Land ergab, sei die Situation dort durchaus bekannt. „Im Ortsteil Barendorf der Stadt Dassow gibt es zwei baurechtlich genehmigte Parkplätze, die bei privat betrieben werden. Auf die Öffnungszeiten hat das Amt Schönberger Land keinen Einfluss“, teilt Volker Schuhr vom Amt mit. Allerdings sei der Parkplatz „Seestern“ auch in der Wintersaison geöffnet, lediglich einige Flächen des Parkplatzes seien gesperrt, um der Vegetation die Möglichkeit zu geben sich zu entwickeln. „Der andere private Parkplatz ist in der Regel außerhalb der Öffnungszeiten verschlossen.“

Das Problem dabei sei vermutlich, so Volker Schuhr, dass „Ortsunkundige zunächst wohl vor dem gesperrten Parkplatz stehen, und von dem anderen Parkplatz keine Kenntnis haben“. Die Sperrung der privaten Parkplätze könne jedoch nicht dazu führen, dass Autofahrer das Straßenverkehrsrecht in die eigene Hand nehmen würden. „Die Ausschilderung mit Haltverboten wurde von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises nicht angeordnet um die Autofahrer zu schikanieren sondern weil die Verkehrssituation die Haltverbote erforderlich machen.“

Zum Thema absolutes Halteverbot

Amtsmitarbeiter Volker Schuhr zum Thema absolutes Halteverbot: „Unser Außendienst hat nicht die Befugnis, mal ein Auge zuzudrücken, sondern hat die Sachverhalte aufzunehmen. Lediglich beim Antreffen eines Fahrzeugführers kann von der gebührenpflichtigen Verwarnung Abstand genommen werden, wenn das Fahrzeug unverzüglich entfernt wird. 

Zu Frage, ob das Haltverbot auch außerhalb der Öffnungszeite des Parkplatzes geöten würde, darf ich mitteilen, dass angeordnete Verkehrszeichen selbstverständlich immer gelten, wenn keine Ausnahmen angebracht sind (z.B. werktags von 8 - 18 Uhr). Im vorliegenden Fall haben die Verkehrszeichen keine Zusatzzeichen.

Michael Prochnow

04.03.2019
03.03.2019