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Nordwestmecklenburg Kommunen unter Strom: Energiekosten steigen rapide
Lokales Nordwestmecklenburg Kommunen unter Strom: Energiekosten steigen rapide
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00:00 10.01.2013
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Nordwestmecklenburg

Sie müssen jetzt für die Straßenbeleuchtung weitaus mehr Geld ausgeben als 2012.

Am härtesten trifft es die Stadt Dassow. Während sie 2012 noch 76 000 Euro für den Strom der Straßenbeleuchtung zahlte, muss sie für 2013 jetzt 120 000 Euro einplanen. Das teilte das Amt Schönberger Land gestern auf Anfrage mit. Auch in allen anderen Kommunen steigen die Beträge rapide: in Lüdersdorf von 66 000 Euro auf 95 000, in Selmsdorf von 41 000 Euro auf 75 000, in Papenhusen von 3400 Euro auf 4000, in Niendorf von 3300 Euro auf 4700, in Roduchelstorf von 3200 Euro auf 4500, in Grieben von 1500 Euro auf 2000 und in Menzendorf von 1000 Euro auf 1600.

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Schönberg ist da weitaus schlimmer dran. Während die Stadt in 2012 noch mit 55 000 Euro auskam, musste das Amt nun 80 000 Euro in den Haushaltsplanentwurf für 2013 einstellen. Hinzu kommen steigende Kosten für den Verbrauch in Schulen und Sporthallen. „Energiekosten sind mit die höchste Belastung, die wir im Haushalt haben“, sagt Stadtvertreter Marian Stickel (Unabhängige Wählergemeinschaft). Er fordert den Einsatz energiesparender Technik. Darauf drängt auch der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Umwelt und Ordnung, Rainer Jörke (Liberale Wählergemeinschaft). In der Amtsverwaltung laufen Schönbergs Kommunalpolitiker mit ihrer Forderung offene Türen ein. „Wir sind dran, Lösungen zu finden“, sagt Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen. Sie erläutert: „Wenn wir neu bauen, bauen wir mit energiesparender LED-Technik.“ Beim Umbau älterer Straßenlampen solle ein fachkundiges Ingenieurbüro die Kommunen im Amt Schönberger Land beraten.

Unabhängig davon ist Strom für die Städte und Gemeinden auch eine wichtige Einnahmequelle. Allein Schönberg nimmt pro Jahr rund 118 000 Euro an Konzessionsabgaben für Strom ein. Ihr Anteil am Strompreis beträgt nach Angaben des Vergleichsportals Verivox derzeit rund sieben Prozent.

jl

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