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Nordwestmecklenburg Mit Bus-Engeln sicher zur Schule und zurück
Lokales Nordwestmecklenburg Mit Bus-Engeln sicher zur Schule und zurück
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15:05 21.06.2019
Sind als engagierte Bus-Engel ausgezeichnet worden: (v.l.) Anja Vetter, Norbert Szymczyk und Samira Köpcke. Quelle: JANA FRANKE
Grevesmühlen/Dorf Mecklenburg

Beleidigungen, Kletteraktionen und waghalsige Stunts vor dem Bus: Anja Vetter, Samira Köpcke und Norbert Szymczyk haben im Bus auf dem Weg zur Schule schon einige Sachen erlebt. Sie waren in diesem Schuljahr als Bus-Engel im Einsatz. Für ihr Engagement sind sie am Freitag in Grevesmühlen ausgezeichnet worden.

8121 Fahrschüler – etwa 55 Prozent aller Schüler im Landkreis – meistern täglich den Schulweg mit dem öffentlichen Verkehrsmittel. Nicht alle wissen sich zu benehmen. Doch ein Erfolg brachte das Projekt Bus-Engel, das im Jahr 2004 unter der Federführung der Verkehrswacht aus der Taufe gehoben worden war: In diesem Schuljahr musste kein Schüler vom Fahrverkehr ausgeschlossen werden. „Das ist in der Tat schon vorgekommen“, weiß die 2. stellvertretende Landrätin Karla Krüger.

Zu verdanken ist das vor allem den „Engeln“, die für ein konfliktfreies Klima im Bus sorgen. „Man muss vor allem einen Sinn für Gerechtigkeit haben“, sagt Samira, Zehntklässlerin in der Verbundenen Regionalen Schule mit Gymnasium „Tisa von Schulenburg“ (KGS) Dorf Mecklenburg. „Und Ruhe“, ergänzt Norbert, der gerade seinen Abschluss als Realschüler in Lübstorf absolvierte. Irgendwie gehöre auch Mut dazu, die Buskinder zur Ordnung zu bitten.

Eher die jüngeren Schüler würden auffallen, sagt Anja, Elftklässlerin in Dorf Mecklenburg. „Ein Schüler hat an den Haltestangen im Bus geschaukelt. Als ich ihn zurechtwies, diskutierte er zunächst mit mir, aber dann hat er sich hingesetzt“, erinnert sie sich. Als Schüler im Bus über Schüler außerhalb des Fahrzeugs lästerten, ging Samira dazwischen. Und so gestaltet sich die Fahrt zur Schule für das Trio jeden Tag aufs Neue als Herausforderung.

Im fast abgelaufenen Schuljahr sind aus elf Schulen im Landkreis insgesamt 117 Bus-Engel der neunten bis zwölften Klasse ausgebildet worden – in drei Gymnasien, der KGS Dorf Mecklenburg und sechs Regionalen Schulen. Welchen Anreiz haben die Schüler für diese ehrenamtliche Aufgabe? „Sie bekommen von uns ein Zertifikat, das sie später ihrer Bewerbung beilegen können“, erklärt Marita Reinke von der Verkehrswacht.

Ein weiteres Projekt ist die Busschule, die am Anfang des Schuljahres in den Unterricht eingebunden wird. „Wir würden uns freuen, wenn sich mehr Schulen beteiligen“, gibt Sybille Runge von der Verkehrswacht zu.

Was ist ein toter Winkel und welche Dinge muss ich noch während einer Busfahrt beachten? Die Klasse 5c der Verbundenen Regionalen Schule mit Gymnasium "Tisa von Schulenburg" aus Dorf Mecklenburg hat erfolgreich am Projekt "Busschule" teilgenommen - und 100 Euro für die Klassenkasse gewonnen. Quelle: JANA FRANKE

Zum wiederholten Mal war die KGS Dorf Mecklenburg dabei – in diesem Jahr mit der Klasse 5c. Von allen 25 teilnehmenden Schulen im Landkreis haben die Mädchen und Jungen beim Quiz die meisten Punkte geholt und wurden mit einem Preisgeld von 100 Euro belohnt. „Das hauen wir auf unserer Klassenfahrt auf den Kopf“, erklärt Lehrerin Christiane Jarzembinski lachend.

Die Busschule sieht Klassensprecherin Jolina Spangenberg als sehr wichtig an. „Damit lassen sich Unfälle vermeiden“, meint die Elfjährige. Denn nur wenige aus der Klasse konnten vorher mit dem Begriff „toter Winkel“ etwas anfangen. Nicht auszudenken, wenn Kinder in diesen geraten und der Busfahrer sie überrollt.

„Mit der Busschule sollen die Gefahrenschwerpunkte am Bus vermittelt werden. Ebenso werden Punkte wie Notausstieg und Nothammer erläutert“, weiß Annette Wanserski von der Unfallkasse MV, die die Projekte unterstützt. Denn: „Lieber Prävention als Krankenhausaufenthalte und Rehas“, begründet sie das Engagement.

Jana Franke

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