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Nordwestmecklenburg 15000 Euro für Damshagens Feuerwehr
Lokales Nordwestmecklenburg 15000 Euro für Damshagens Feuerwehr
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14:43 19.12.2018
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Damshagen üben mit der Tragkraftspritze Quelle: GVM
Damshagen

Die letzte Gemeindevertretersitzung des Jahres in Damshagen hat der Feuerwehr ein schönes Weihnachtsgeschenk beschert. Die Gemeinde erhielt eine Spende speziell für die Brandschützer. Landwirt Bernhard Reemtsma aus Groß Walmstorf, Beteiligter der Agrargenossenschaft Gutow e.G., hat 15 000 Euro gestiftet. Das Geld will die Gemeinde nutzen, um eine Tragkraftspritze, eine Pumpe für das Löschwasser, anzuschaffen.

Hintergrund für die Spende ist der Großbrand des Landwirtschaftsbetriebs in Gutow Anfang August. Aus bislang nicht geklärter Ursache waren erst mehrere große Strohmieten in Brand geraten. Schnell standen auch die Stallgebäude des Betriebs in Flammen. Etwa 300 Einsatzkräfte waren vier Tage mit den Löscharbeiten beschäftigt. Eine der vielen Feuerwehren war die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Damshagen, zu der Gutow gehört.

„Die alte Tragkraftspritze der Feuerwehr ist bereits 24 Jahre alt“, sagt Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger. Da mache es Sinn, die Technik zu erneuern. Aus den eigenen Finanzmitteln hätte die Gemeinde die Anschaffung erst wesentlich später tätigen können. Mandy Krüger freut sich über die Wertschätzung der Feuerwehr. Nachdem die Brandschützer 2012 keinen Wehrführer mehr hatten, musste die Feuerwehr abgemeldet werden. Unter der neuen Leitung von Arne Ingwer-Radoch, der 2015 zum Wehrführer ernannt wurde, hat sich die Gruppe neu aufgebaut. Seit Januar 2017 ist die Feuerwehr wieder voll einsatzbereit. Inzwischen hat sie mehr als 30 Mitglieder, die regelmäßig zu den Übungsabenden ins Gerätehaus nach Rolofshagen kommen und an den Einsätzen teilnehmen.

Freiwillige Feuerwehr Damshagen

Seit 2014 wird die Freiwillige Feuerwehr Damshagen wieder aufgebaut. Sie war 2012 nach dem Rücktritt des Wehrführers abgemeldet worden.

Ende 2014 hatte die Wehr schon wieder zwölf aktive Mitglieder.

Arne Ingwer-Radoch ist seit 2015 Wehrführer, seine Frau Claudia Ingwer seit Anfang 2018 stellvertretende Wehrführerin.

Die Feuerwehr hat inzwischen etwa 30 Mitglieder und weitere werden ausgebildet. Wer sich für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr interessiert, kann zu den Übungsabenden alle zwei Wochen dienstags um 19 Uhr ins Gerätehaus nach Rolofshagen kommen.

Wehrführer Arne Ingwer-Radoch freut sich über die Spende des Landwirtschaftsbetriebs. Die neue Pumpe wird wieder im TSF, dem Tragkraftspritzen-Fahrzeug, eingesetzt. „Wir benötigen die TS bei Löscheinsätzen, weil unser Fahrzeug keinen großen Wassertank hat“, sagt Wehrführer Arne Ingwer-Radoch. Mit der Pumpe wird entweder Wasser aus einem Löschteich oder anderem Gewässer gesaugt oder sie wird bei einem Hydranten angeschlossen, um den Wasserdruck zu erhöhen.

Bernhard Reemtsma hat schon mehrfach freiwillige Feuerwehren der Region unterstützt. 2015 spendete der Landwirt und Unternehmer Geld für ein Rettungsboot, das die Freiwillige Feuerwehr Grevesmühlen jetzt nutzt. 2010 war Reemtsma in seiner Heimatgemeinde Hohenkirchen vom Gemeindewehrführer mit dem Titel „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet, weil er den Brandschützern finanziell, mit Technik oder mit seinem Rat zur Seite stand.

Hinweis auf fehlenden Gemeindenamen

In ihrer Sitzung wurden Damshagens Gemeindevertreter außerdem auf die Ortsschilder der Ortsteile hingewiesen. „Neubürger haben uns angesprochen, dass für Leute, die nicht aus der Region sind, nicht ersichtlich ist, welcher Ortsteil zur Gemeinde Damshagen gehört“, berichtet Bürgermeisterin Mandy Krüger.

Damshagens Ortsteile wie Stellshagen sollen einen Zusatz auf dem Ortsschild bekommen. Quelle: JANA FRANKE

Nun sollen die Ortschilder von Damshagen, Dorf Gutow, Dorf Reppenhagen, Hof Gutow, Hof Reppenhagen, Kussow, Moor, Parin, Pohnstorf, Rolofshagen, Stellshagen und Welzin überarbeitet werden. Zwischen dem jeweiligen Ortsnamen und der Landkreisbezeichnung „Gemeinde Damshagen“ einfügen. „Zunächst werden wir ausprobieren, ob das aufgeklebt werden kann. In neue Schilder würden wir erst später investieren“, so Krüger, die für den hinweis der Neubürger dankbar ist. „Man wird ja auch manchmal betriebsblind“, sagt sie.

Malte Behnk

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