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Nordwestmecklenburg Acht Lesungen zum Thema Freundschaft
Lokales Nordwestmecklenburg Acht Lesungen zum Thema Freundschaft
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07:45 03.06.2019
Barbara Stierand (l.), Vorsitzende des Fördervereins des Literaturhauses, und Dr. Anja Franziska Scharsich, Leiterin des Literaturhauses „Uwe Johnson“, präsentieren Bücher, die im Literatursommer vorgestellt werden. Quelle: Malte Behnk
Klütz

Der 16. Klützer Literatursommer steht kurz bevor. Im LiteraturhausUwe Johnson“ in Klütz laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Am Freitag, 7. Juni, wird die Veranstaltungsreihe mit einem Benefiz-Gartenfest eröffnet. Das Programm mit acht Lesungen bis in den September ist jetzt veröffentlicht. Das Motto des diesjährigen Literatursommers lautet: „Ein Freund, ein guter Freund ...“.

„Es geht bei allen Veranstaltungen um das Thema Freundschaft“, sagt Dr. Anja Franziska Scharsich, die Leiterin des Literaturhauses. Es geht um Männer- und Frauenfreundschaften, aber auch um die Beziehungen zwischen Geschwistern.

Termine im Literatursommer

Freitag, 7. Juni, 18 Uhr: Eröffnung mit Benefiz-Gartenfest mit Musik vom Duo „Ton Art“, Tombola und Buffet. Mit Voranmeldung unter Tel. 038825/22295, Eintritt 25 Euro. Überschüsse gehen an den Förderverein des Literaturhauses.

Freitag, 14. Juni, 19.30 Uhr: Schauspieler Moritz Stoepel geht im Literaturtheater mit Musik auf eine „Reise mit Freunden“. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 28. Juni, 19.30 Uhr: Hans Falladas Sohn Achim Ditzen liest aus Briefen zwischen Fallada und seinen Geschwistern. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 12. Juli, 19.30 Uhr: Schauspielerin Cornelia Thiele beschreibt mit Texten verschiedener Dichter „Männer, Frauen und andere Katastrophen“. Sie wird musikalisch von Gitarrist Thomas Kieck begleitet. Eintritt: 10 Euro.

Sonnabend, 20. Juli, 19.30 Uhr: Zum 85. Geburtstag Uwe Johnsons hält Literaturwissenschaftler Rainer Paasch-Beeck einen Vortrag über Uwe Johnson und seine Freunde. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 9. August, 19.30 Uhr: Christian Blees spricht über die besondere Freundschaft von Stan Laurel und Oliver Hardy. Er zeigt kurze Filmausschnitte und liest aus John Connollys Roman „Stan“. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 23. August, 19.30 Uhr: Autorin Alexandra Friedmann liest aus ihrem Roman „Sterben für Anfänger oder Rafik Shulmans erstaunliche Reise ins Leben“, in dem es um die Freundschaft zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau geht. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 6. September, 19.30 Uhr: Autorin Tania Krätschmer liest aus ihren Romanen „Eva und die Apfelfrauen“ und „Die Rückkehr der Apfelfrauen“. Eintritt: 10 Euro.

Freitag, 20. September, 19.30 Uhr: Claudia Klütsch liest aus der wahren Geschichte „Von einem kleinen Zettel, der in einem Herrenhemd um die halbe Welt reiste und unser Leben für immer veränderte“. Dabei geht es um eine Freundschaft mit Menschen in Bangladesch, die kurios entstanden ist. Eintritt: 10 Euro.

Kinderveranstaltungen:

Drei Angebote für Kinder gibt es im Literatursommer.

Donnerstag, 4. Juli, 10.30 Uhr: Workshop rund um das Märchen „Vom Fischer und syner Fru“. Kinder hören das Märchen und können dazu basteln. Eintritt frei.

Mittwoch, 24. Juli, 15.30 Uhr: Lesung mit Autor Alexander Wolff und anschließendes Malen. Eintritt: 5 Euro.

Dienstag, 6. August, 15 Uhr: Bilderbuchkino für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Eintritt frei.

Erster Gast nach der Eröffnungsfeier ist der Schauspieler Moritz Stoepel. „Er konnte im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen“, sagt Barbara Stierand, Vorsitzende des Fördervereins für das Literaturhaus. Dabei bereicherte Stoepel schon siebenmal den Literatursommer. „Er hat jedes Mal, wenn er hier war, ein eigenes Programm für uns gemacht“, sagt Stierand. Am Freitag, 14. Juni, wird Moritz Stoepel mit seinen Gästen auf eine „Reise mit Freunden“ gehen.

Das Literaturhaus „Uwe Johnson“ in Klütz ist in einem alten Speicher eingerichtet. Quelle: Malte Behnk

Um Geschwister-Beziehungen geht es zwei Wochen später, wenn Hans Falladas Sohn Achim Ditzen nach Klütz kommt. Er liest am 28. Juni aus „Ohne Euch wäre ich aufgesessen“. In dem Buch hat er Briefe zusammengestellt, die Hans Fallada mit seinen Geschwistern schrieb. „Es fängt mit Falladas Haft und seinem Entschuldigungsbrief an die Familie an“, sagt Anja Franziska Scharsich. „Das gibt einen schönen Einblick, wie Familie zusammenhalten kann, auch wenn es Probleme gibt“, sagt Scharsich.

Am 20. Juli wäre Uwe Johnson 85 Jahre alt geworden. „Der Geburtstag ist uns sehr wichtig und wir bieten jedes Jahr eine besondere Veranstaltung an“, sagt Anja Franziska Scharsich. An dem Abend kommt der Literaturwissenschaftler Rainer Paasch-Beeck und berichtet über Uwe Johnson und seine Freunde, zu denen neben anderen der Schriftsteller Max Frisch zählte.

„Vor dem Vortrag eröffnen wir eine Sonderausstellung des Künstlers Udo Radtke“, sagt die Literaturhaus-Leiterin. „Er hat Parallelen zwischen seiner Familiengeschichte und der von Gesine Crespahl aus Johnsons Hauptwerk entdeckt und fünf Collagen aus alten Familienfotos und abgeschriebenen Texten von Uwe Johnson erstellt“, so Scharsich. „Eine Kunstausstellung gab es im Literatursommer noch nicht“, ergänzt sie.

Um eine sehr öffentliche Freundschaft zweier Männer geht es am 9. August. Dann spricht der Journalist Christian Blees über „Dick & Doof“. Es geht um die Freundschaft zwischen Stan Laurel und Oliver Hardy. „Blees hat eine Leidenschaft für die beiden und sich 25 Jahre mit ihnen beschäftigt“, sagt Anja Franziska Scharsich. „Selbst als Oliver Hardy schon gestorben war und Stan Laurel nicht mehr arbeitete, hat er dennoch weiter Sketche geschrieben, die für ihn und Hardy gedacht waren“, sagt sie. Neben seinen eigenen Recherchen wird Christian Blees auch aus John Connollys Roman „Stan“ lesen und Filmsequenzen zeigen.

Als ein „sehr schönes literarisches Erlebnis“ bezeichnet Anja Franziska Scharsich den Roman „Sterben für Anfänger oder Rafik Shulmans erstaunliche Reise ins Leben“ von Alexandra Friedmann. „Sie war vor zwei oder drei Jahren schon mal hier und präsentiert jetzt eine Geschichte um eine Freundschaft zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau“, schildert Scharsich.

Als letztes Highlight nennt die Literaturhaus-Leiterin die Abschlussveranstaltung mit Claudia Klütsch. „Sie und ihr Mann haben in einem Oberhemd einen Zettel gefunden, auf dem jemand um Hilfe bat“, sagt Scharsich. Nach einiger Recherche, auch mit Hilfe des Journalisten Dirk Höner, fanden sie den Absender des Zettels – einen Mann, der in einer Bekleidungsfabrik arbeitete. „Sie haben seine Familie unterstützt und sind inzwischen eng befreundet“, sagt Anja Franziska Scharsich.

Ganz neu im Literatursommer sind auch drei Kinderveranstaltungen, welche die FSJlerin des Literaturhauses, Lena Djalek, vorbereitet hat. Am Donnerstag, 4. Juli, wird ab 10.30 Uhr ein Workshop zum Märchen „Vom Fischer un syner Fru“, das Uwe Johnson ins Hochdeutsche übersetzte, angeboten. Die Kinder hören das Märchen und können dann dazu etwas basteln.

Am Mittwoch, 24. Juli, gibt es ab 15.30 Uhr eine Lesung mit Autor Alexander Wolff, nach der gemalt werden darf.

Am Dienstag, 6. August, beginnt um 15 Uhr ein Bilderbuchkino für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Sie haben freien Eintritt.

Malte Behnk

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