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Nordwestmecklenburg Lüdersdorf: Mehr Geld für die Feuerwehrleute
Lokales Nordwestmecklenburg Lüdersdorf: Mehr Geld für die Feuerwehrleute
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14:08 06.12.2019
Feuerwehrleute kappen in Herrnburg einen Baum. Er drohte nach einem Sturm auf ein Haus zu kippen. Quelle: Jürgen Lenz
Lüdersdorf

Wenn Mitglieder der Gemeindewehr Lüdersdorf zu einem Einsatz ausrücken, dann bekommt in Zukunft jeder von ihnen zehn Euro. Bisher waren es fünf. Eine Mehrheit der Gemeindevertreter hat die Verdoppelung des sogenannten „Stiefelgeldes“ ab 1. Januar 2020 beschlossen.

Lüdersdorf zahlt seit dem Frühjahr 2016 fünf Euro für jeden Einsatz. Gemeindewehrführer Thomas Nifkiffa berichtet: „Es kommt gut an bei den Kameraden.“ Es sei eine Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Das Geld komme vor allem den Familien der Feuerwehrleute zugute, erläutert Thomas Nifkiffa. Er sagt: „Wir freuen uns natürlich über die Verdoppelung. Es ist ein gutes Zeichen.“

Gemeindewehrführer Thomas Nifkiffa sagt: „Wir freuen uns natürlich über die Verdoppelung. Es ist ein gutes Zeichen.“ Quelle: Jürgen Lenz

SPD-Fraktion gibt den Anstoß

Den Anstoß zur Erhöhung des „Stiefelgeldes“ gab die SPD-Fraktion. Hans-Peter Schulz erklärte: „Wenn es um ein Ehrenamt geht, gehört die freiwillige Feuerwehr in die vorderste Reihe.“ Die Erhöhung solle eine Anerkennung für dieses Ehrenamt sein.

Die Sozialdemokraten schlugen vor: Die Gemeindevertreter beschließen das „Stiefelgeld“ um zehn Euro auf dann 15 zu erhöhen. Hans-Peter Schulz forderte: „Das sollte uns die Sache wert sein.“

CDU-Bürgermeister plädiert für Erhöhung

Der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) sagte, das „Stiefelgeld“ sei eine Form der Anerkennung. Huzel meinte: „Es sollte durchaus angemessen erhöht werden.“

Frank Arnold (CDU) erläuterte, es sei gut, dass Feuerwehrleute Geld bekommen, nachdem sie im Einsatz waren. Die Gemeinde Lüdersdorf sei eine der wenigen Kommunen, die das machen. Er würde zehn Euro zustimmen, kündigte Frank Arnold an.

BFS stellt Antrag: zehn Euro

Einen Antrag für zehn Euro stellte er nicht. Das machte Bernhard Strutz (Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“, BFS), nachdem er gesagt hatte, dass er eine Erhöhung um 100 Prozent auf zehn Euro in Ordnung finde.

Dieser Antrag kam dann zur Abstimmung. Für die Erhöhung auf zehn Euro stimmten acht Gemeindevertreter, sechs enthielten sich, niemand stimmte dagegen.

7650 Euro „Stiefelgeld“ im Jahr 2018

Für Lüdersdorf bedeutet der Beschluss eine Mehrausgabe von rund 7000 bis 8000 Euro pro Jahr – vorausgesetzt, es sind künftig in etwa so viele Feuerwehrleute im Einsatz wie 2017 und 2018. Wie die Amtsverwaltung Schönberger Land auf Anfrage mitteilte, zahlte die Gemeinde Lüdersdorf im vorigen Jahr insgesamt 7650 Euro „Stiefelgeld“. 2017 flossen nach Auskunft des Amtes 7150 Euro.

Bis zum Beschluss, „Stiefelgeld“ zu zahlen, war es ein langer Weg. Am 28. Oktober 2014 beantragte die SPD-Fraktion, die Pauschale einzuführen und zehn Euro pro Einsatz zu zahlen. Nach längerer Debatte kamen die Gemeindevertreter überein, die Entscheidung zu vertragen. Zunächst sollten rechtliche Fragen geklärt werden. In einer Sitzung am 29. September 2015 stellte Erhard Huzel fest, dass eine rechtliche Prüfung und Stellungnahme der Amtsverwaltung noch ausstehe. Hans-Peter Schulz bemängelte das. Die Gemeindevertreter beschlossen schließlich einstimmig einen konkreten Prüfauftrag ans Amt. Dem kam die Verwaltung auch nach. Sie beantwortete alle offenen Fragen.

Ehrenamtlicher Dienst in fünf Ortswehren

Am 15. März 2016 fassten die Gemeindevertreter einstimmig den Grundsatzbeschluss, Geld für die Teilnahme an Einsätzen zu zahlen. Die SPD blieb bei ihrem Antrag: zehn Euro. Der Bürgermeister stellte einen Antrag auf fünf Euro. Diesem Vorschlag stimmten an dem Abend sieben von zwölf Gemeindevertretern zu.

Ehrenamtlichen Dienst leisten Frauen und Männer in der Gemeinde Lüdersdorf in fünf freiwilligen Feuerwehren: Neuleben/Boitin-Resdorf, Herrnburg, Lüdersdorf, Palingen und Schattin. Sie bilden zusammen die Gemeindewehr Lüdersdorf.

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Von Jürgen Lenz

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