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Nordwestmecklenburg Maack-Brothers gewinnen Grand Prix
Lokales Nordwestmecklenburg Maack-Brothers gewinnen Grand Prix
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20:10 09.03.2015
Eine tolle Show lieferten die Maack-Brothers ab und gewannen den Grand Prix. Quelle: Fotos: Jens Upahl (2), Mathias Oldörp (6)
Schönberg

Riesengaudi in der Schönberger Palmberghalle. Mehrere hundert Zuschauer feierten am Sonnabend beim „Grand Prix de Eurovision de la Männerballett für Mecklenburg-Vorpommern“. 16 Männerteams, darunter auch Ensembles aus Grevesmühlen, Klütz und Bobitz, standen auf der Bühne, präsentierten ihre mehr oder weniger schlanken Körper und begeisterten mit ihren Tanzeinlagen auch die Männer unter den Gästen. Sieger der siebten Männerballett-Auflage wurden mit den „Maack-Brothers“ die Lokalmatadoren aus Schönberg und Rehna, die nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung starten durften. Denn ursprünglich durften nur Karnevalsvereine antreten, und das sind die Sieger nicht.

Vor einem Jahr waren die aktuellen Sieger aus Nordwestmecklenburg selbst noch Zuschauer, erzählt Gunnar Mai von den Maack-Brothers. „Damals haben wir gesagt: Da können wir mitmachen, das kriegen wir auch hin.“ Ab Januar war es dann soweit. Gemeinsam probten sie ein bis zweimal pro Woche für den großen Auftritt beim Grand Prix in Schönberg. Mit Erfolg. Schon beim Einmarsch mit „Krieg der Schwäne“, als schwarze Schwäne gegen weiße tanzten, flippte das Publikum aus. Wie selbstbewusst sie bei ihrer Premiere als Balletttänzer waren, zeigten sie auch schwungvoll zur Musik von „I´m sexy and I know it“. Zum Schluss ihres Auftrittes durften die Besucher dann noch in Erinnerungen schwelgen, als die Maack-Brothers zum Lied „I´ve had the Time of my live“ eine Hebefigur zum Besten gaben und dabei fast so elegant wirkten wie einst Patrick Swayze und Jennifer Grey im Kultfilm Dirty Dancing. Den Gästen gefiel‘s. Sie klatschten minutenlang Applaus, forderten sogar eine Zugabe. „Uns war es nicht wichtig, dass alles perfekt aussieht, sondern einfach nur lustig“, sagt Gunnar Mai. „Das ist uns offenbar gelungen.“ Moderator Axel Stuth war begeistert. Er lud die „Maack-Brothers“ spontan zu seiner Geburtstagsfeier ein, in der Hoffnung auf eine ähnlich gute Performance.

Der Sieg der Maack-Brothers war mehr als deutlich. 110 Punkte bekamen sie von den anderen Mannschaften. Platz zwei, mit 66 Zählern, sicherte sich Sternberg. Auf Rang drei tanzte sich der Schwaaner Carnevalsverein. Das Team des Klützer Carnevalsvereins landete auf dem vierten Rang.

Pfiffe und Buhrufe gab es nur einmal am Abend — als Imo Gens verkündete, dass es das letzte Mal war, dass Männerballetts den Grand Prix unter sich ausmachen. Im nächsten Jahr sollen sich Frauen verkleiden und witzige Tänze auf die Bühne bringen. Bei vielen Karnevalsvereinen und Gästen kommt diese Idee offenbar nicht gut an. Für Simon Albrecht (28) aus Bobitz ist die Stimmung „jedes Jahr das Beste“ am Männerballett. „Es ist immer wieder interessant zu sehen, was die verschiedenen Vereine so auf die Beine stellen. Für mich immer ein toller Abschied von der Karnevalssaison.“ Deshalb sei es schade, dass mit den Tanzenden Männern jetzt Schluss sein soll. Für René Scharschmidt (27) aus Sülsdorf bei Pampow ist der Grand Prix das Turnier, „an dem alle Männer teilnehmen müssen, weil es einfach nur ein Riesenspaß ist, um die Frauen zu begeistern.“ Scharschmidt ist sich sicher: „Das Männerballett kommt wieder.“ Das sieht Maik Oehlert (44) aus Klütz ähnlich. Für ihn ist die Schönberger Tanzshow eine „Wahnsinnsveranstaltung“. „Ich komme immer gerne hierher. Die Stimmung ist toll, alle sind begeistert.“ Deshalb glaube er auch nicht daran, dass es den Grand Prix de la Männerballett im nächsten Jahr nicht mehr geben wird. „Da wird sich jemand finden, der das weiter macht“, sagt der mit 44 Jahren ältester Tänzer im Klützer Team.

Egal ob jung oder etwas erfahrener — der Grand Prix kommt offenbar bei allen gut an. Marei Hönisch (16) aus Neubukow sagt, es sei toll, dass die Männer auf der Bühne sich „keine Platte“ machen, ob sie sich „als Frau verkleiden, als Mann oder als Tier. Die sind alle lustig drauf. Deshalb macht es so viel Spaß.“ Iris Eichler (56) aus Kühlungsborn findet „Männer in Röckchen und Frauenkostümen“

einfach „toll“. Ihr sei es egal, ob es junge Beine sind oder ältere, kurze oder lange. Und auch, ob die Männer einen Waschtrommel- oder einen Waschbrettbauch haben, sei „Banane“. Auch Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) ließ sich das Finale des Männerballetts nicht entgehen. „Das ist ein Event für Schönberg, wo ich sage: Erste Klasse, einmalig. Da muss man dabei sein.“ Götze freue sich schon aufs nächste Jahr — wenn die Frauen das Publikum zum Jubeln bringen sollen.

Steffen Oldörp

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