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Nordwestmecklenburg Mariannenweg führt die Wunschliste an
Lokales Nordwestmecklenburg Mariannenweg führt die Wunschliste an
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13:27 24.01.2013
Der Mariannenweg ist in schlechtem Zustand.Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer können ihn kaum nutzen. Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser
Tarnewitz

Etwa 30 Bewohner des Boltenhagener Ortsteils waren am Dienstagabend in den Tarnewitzer Hof gekommen. „Es ist die erste Einwohnerversammlung, die ich leite, und dann habe ich gleich ein Heimspiel“, sagte Christian Schmiedeberg (CDU). Boltenhagens amtierender Bürgermeister wohnt selbst an der Dorfstraße und nutzte den Heimvorteil.

„Unser Ortsteil ist ja sehr schön“, sagte Waltraut Witt (63). „Durch die Kliniken und Hotels zahlen wir die meiste Kurtaxe. Da möchte von der Gemeinde auch was zurückkommen“, merkte sie zu ihrer Mängelliste an. Der Mariannenweg stand weit oben. Seit mindestens zehn Jahren sei nichts an dem Verbindungsweg von der Dorfstraße in Tarnewitz zur Ostseeallee gemacht worden. „Der Weg wird gern von Radfahrern und Spaziergängern genutzt. Aber so wie er jetzt aussieht, kommt dort kein Kinderwagen, keine Karre und auch kein Rollstuhlfahrer durch“, beklagte Waltraut Witt. Wenn dort ein Mensch zu Schaden käme, könnte das für die Gemeinde übel ausgehen. Der Weg müsse dringend zumindest glattgeschoben werden. Auch könnte er doch mit Weiden bepflanzt werden.

Christian Schmiedeberg ist der Mariannenweg ebenfalls „ganz, ganz wichtig“. Auch er sieht eine Gefahr für die Sicherheit. „Wir sind in der glücklichen Lage, noch einen kommunalen Bauhof zu haben, auch wenn er zur Kurverwaltung gehört“, sagte der 51-Jährige. Daher solle der Weg nach der Frostperiode wenigstens provisorisch in Ordnung gebracht werden. Eventuell kann auch mehr gemacht werden, da die Gemeinde aber noch keinen gültigen Haushalt habe, könne und wolle er keine Versprechungen machen. Er wolle aber sehen, dass die Sanierung des Mariannenweges in den Haushaltsplan aufgenommen wird.

„Der Radtourismus entwickelt sich weiter, dafür müssen wir eine Infrastruktur schaffen und der Mariannenweg gehört unzweifelhaft dazu“, betonte Christian Schmiedeberg und ergänzte: „Der derzeitige Zustand dort ist jedenfalls unhaltbar.“

Unerträglich sei mittlerweile auch der Zustand der Brücke, die von der Dorfstraße in den Urwald und zum Campingplatz führe, kritisierte Waltraut Witt. Christian Schmiedeberg erklärte, dass er schon über den Punkt informiert wurde. „Ich sehe ein, dass die Brücke gemacht werden muss.“ Das werde auch geschehen, aber nicht als Erstes und auch nicht als Zweites.

Heidi Clausen (63) fragte, ob es noch Ortsbegehungen gebe. „Ich denke, es wäre gut, sich alles vor Ort anzusehen und dann Prioritäten zu setzen.“ In manchen Gemeinden führe der Bauausschuss einmal jährlich eine Begehung durch, erklärte Maria Schultz vom Amt Klützer Winkel. Das hielt auch Christian Schmiedeberg für sinnvoll. Er werde diese Anregung gen an den Boltenhagener Bauausschuss weitergeben.

Nächste Einwohnerversammlung: Montag, 28. Januar, ab 18.30 Uhr im Redewischer Dorfclub.

Von Mülleimer bis Gummiplatten
Am Rastplatz für Radfahrer am Ende des Feldwegs Häuslerei zur Straße An der weißen Wiek soll nach den Wünschen der Tarnewitzer Einwohner ein Mülleimer aufgestellt werden.
 Die Tarnewitzer Chaussee muss saniert werden. Fördermittel sind beantragt, sagte der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg. Unklar sei aber, ob sie 2013 oder erst 2014 ausgezahlt würden.
Die Schäden am Schwarzen Weg und in der Häuslerei wurden von den Einwohnern bemängelt. Zudem solle an der Häuslerei das Verkehrszeichen „Spielende Kinder“ aufgestellt werden.
Bänke vermissen die Tarnewitzer auf dem Weg zur Weißen Wiek. Sie könnten sicher bis Saisonbeginn aufgestellt werden, so Beatrix Bräunig, die 2. stellvertretende Bürgermeisterin.
Mehr Strandzugänge mit Gummiplatten auszustatten, war ein weiterer Wunsch. Das gelte besonders für den Aufgang an der Strandklinik.
Alle Anregungen sollen durch die Verwaltung geprüft werden.

Sylvia Kartheuser