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Nordwestmecklenburg Martensmannfest im Zeichen der Einheit
Lokales Nordwestmecklenburg Martensmannfest im Zeichen der Einheit
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20:27 08.11.2014
Auf ein gelungenes Fest trinken der Schönberger Schmied Christian Arndt, der Lübecker Stefan Pagel als Martensmann, der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze, die Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss, und der Ratzeburger Bürgermeister Rainer Voß (v. l.). Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
Schönberg

Im Zeichen des Mauerfalljubiläums und der Einheit begann gestern kurz nach Mittag das Martensmannfest in Schönberg. „Wir können mit dieser Veranstaltung zeigen, dass wir grenzüberschreitend zusammenarbeiten können“, sagte der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze (SPD) vor zahlreichen Zuhörern, unter ihnen der Ratzeburger Bürgermeister Rainer Voß

(parteilos), die Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss (SPD), der Selmsdorfer Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) und der Amtsvorsteher des Amtes Schönberger Land, Frank Lenschow

(parteilos).

Der Lübecker Martensmann war wieder die Hauptperson des traditionsreichen Festes, das 1991 nach 170-jähriger Pause als Zeichen der neu gewonnenen Einheit Deutschlands wieder auflebte. Erstmals nach über zwei Jahrzehnten spielte nicht Horst Possehl (75) den Boten der Hansestadt, sondern Stefan Pagel (54). Der deutlich größere Mann sagte mit Blick auf seinen Vorgänger, der diesmal privat nach Schönberg gekommen war: „Ich werde mich bemühen, mit Schuhgröße 46 in seine Fußstapfen zu treten, ohne etwas kaputtzumachen.“ Den Schönbergern stellte sich Pagel zuvor mit einem Scherz vor: „Hallo, ich bin der Neue und komme jetzt öfter.“

Am Freitag sagte Stefan Pagel vor dem Beginn seiner Reise von Lübeck nach Schönberg, Rehna und Schwerin: „Ich bin froh und auch ein bisschen stolz, dass ich diese Tradition fortsetzen kann.“ In Schönberg sagte Lutz Götze mit einem Lächeln: „Er hat mir versprochen, dass er es bis zum 106. Lebensjahr machen wird.“

Auch diesmal brachte der Martensmann Rotwein und Süßigkeiten aus der Hansestadt mit. Während des Umzugs in Schönberg spielte Lübecks Freibeutermucke. Der Schönberger Reinhard Zillmer moderierte das festliche Treiben auf dem Kirchplatz. Er sagte: „Viele nehmen das Fest als Anlass, sich zu treffen und sich zu unterhalten.“ Für die Kontrolle der Martensmannkutsche und den Trinkspruch war zum ersten Mal der Schönberger Schmied Christian Arndt (54) zuständig. Sein plattdeutscher Trinkspruch, ins Hochdeutsche übersetzt: „Die süße Milch ist für die Kinder, die saure Milch ist für die Schweine, das Wasser ist für die Kühe und Pferde und der Lübecker Rotspon ist für die Schönberger hier.“

Gestern erinnerte Lutz Götze zu Beginn des Martensmannfestes an das Ende der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren, heute ist der Fall der Mauer Anlass für einen Dankgottesdienst in Schönberg, zu dem die örtliche Kirchengemeinde und die Domkirchengemeinde Ratzeburg einladen. Er beginnt um 10 Uhr. Von Ratzeburg aus fährt ein Bus zum Dankgottesdienst in der Sankt-Laurentius-Kirche.

Aus gleichem Anlass beginnt heute um 17 Uhr im Ratzeburger Dom ein ökumenischer Gottesdienst. Ihn besuchen auch Mitglieder des schleswig-holsteinischen Landtags.

Jürgen Lenz

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