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Nordwestmecklenburg Mmmh, Mecklenburg: Die Eismacher
Lokales Nordwestmecklenburg Mmmh, Mecklenburg: Die Eismacher
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20:10 20.08.2018
Kröpelin

Aus der Eismaschine fließen die letzten Liter der hellroten Erdbeermasse in die Metall-Schüssel. Michael Kirchhoff verschließt den Behälter sorgsam, schiebt ihn in den Kühlschrank – und atmet erst mal tief durch. „Für heute haben wir’s geschafft“, sagt der Kröpeliner Eisproduzent. „Ist alles glatt gegangen.“ Gemeinsam mit Ehefrau Anke kommt der 50-Jährige täglich schon ab 4.30 Uhr ins Schwitzen – immerhin werden dann insgesamt 1000 Liter Frucht- und Milcheiscremes für die fünf „Coco Eismilchbars“ am Doberaner Markt, in Kühlungsborns Strand- und Hermannstraße sowie an den Promenaden von Börgerende und Heiligendamm produziert.

Einmal Erdbeere bitte: Michael Kirchhoff vor seiner Eismaschine in Kröpelin. Quelle: Foto: Lennart Plottke

Erfolgsgeschichte seit 21 Jahren

1997 fiel in Bad

Doberan der Startschuss für die erste „Coco Eismilchbar“.

Nachdem es für die

Eisproduktion in der

Münsterstadt zu eng

geworden war, zog

Michael Kirchhoff mit

seinem Unternehmen

nach Kröpelin an die

Rostocker Straße um.

1000 Liter Frucht- und Milcheiscremes werden hier täglich produziert – in rund 60 verschiedenen Sorten.

Dabei war dieser Sommer auch für die Eismacher besonders heiß. „Wir sind alle ziemlich platt“, bekennt Kirchhoff. „Die Saison war schon sehr heftig.“ Aufgrund der durchgängig hohen Temperaturen hätten sogar phasenweise die Maschinen schlapp gemacht: „Zum Glück gab es trotzdem keine Engpässe – so viel wie in diesem Jahr hatten die Kältemonteure garantiert auch noch nicht zu tun.“

Seit den Schneefällen zu Ostern Anfang April hätte das Wetter praktisch „volle Pulle“ gegeben, meint Michael Kirchhoff: „Als Eisproduzent kann mir nichts Besseres passieren – das hat sich natürlich positiv auf den Umsatz ausgewirkt.“ Dennoch: „Unsere Mitarbeiter und Partner mussten teilweise über ihre Grenzen gehen – toll, dass alle diese körperlich harten Zeiten so durchgestanden haben.“ Vor allem die Verkäufer in den Läden hätten schon das eine oder andere Mal starke Nerven gebraucht, so Kirchhoff: „Viele Urlauber waren sehr gestresst – unsere Leute wurden sogar hin und wieder angegriffen. Apropos Läden: „Die Klassiker wie Vanille, Schoko oder Erdbeere gehen immer“, sagt der Eismacher. „Dazu sind wir dafür bekannt, immer wieder neue Sachen auszuprobieren.“ Ob Mischungen mit Basilikum, Whiskey oder Schoko-Orange – „alles ist möglich“. Manchmal würden auch durch kleine Fehler neue Geschmacksvariationen entstehen, so Kirchhoff: „Wenn man etwa aus Versehen Kirschsaft ins Bananeneis kippt, kann das auch gut schmecken.“

In dieser Saison auch hoch im Kurs: „Eis aus Bitterschokolade, griechischem Joghurt oder auch New York Cheesecake“, zählt Anke Kirchhoff auf, die sich immer wieder neue Anregungen holt. Und das auch von ihrem Sohn, der in München lebt. „Da gibt es einen verrückten Eismacher, der zum Beispiel Sprotten-Eis anbietet“, sagt Michael Kirchhoff. „Aber so etwas kannst Du nur in der Großstadt machen – das geht hier nicht.“

Lennart Plottke

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