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Nordwestmecklenburg Mysteriöser Überfall in Grevesmühlen: Mann auf offener Straße niedergeschlagen
Lokales Nordwestmecklenburg Mysteriöser Überfall in Grevesmühlen: Mann auf offener Straße niedergeschlagen
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18:35 21.06.2019
Am 29. Mai wurde ein 51-Jähriger in der August-Bebel-Straße überfallen. Mit 14 Klammern musste die Wunde getackert werden. Quelle: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Was ist am 29. Mai gegen 15.45 Uhr in der August-Bebel-Straße in Grevesmühlen passiert? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur die Polizei, sondern vor allem das Opfer, das zu diesem Zeitpunkt niedergeschlagen und schwer verletzt wurde.

Der 51-Jährige wandte sich jetzt an die Zeitung in der Hoffnung, dass der mysteriöse Fall aufgeklärt wird, der sich am Tag vor Christi Himmelfahrt ereignete. „Denn irgendjemand muss doch etwas gesehen haben.“ Er selbst kann sich nur noch an wenige Details erinnern, etwa dass er sein Auto auf dem Parkplatz am Amtsgericht abgestellt hatte und zur Physiotherapie-Praxis gegangen war, um sich einen Termin zu holen. „Dort war aber zu, und so bin ich zurück zum Auto. Ich weiß noch, dass ich an der Straße stand, weil ein dunkler Golf auf dem Kreisverkehr fuhr. Dann bin ich losgegangen.“ Dann setzen die Erinnerungen aus.

Mehr als einen Liter Blut verloren

Wenig später rufen Anwohner vom Karl-Liebknecht-Platz den Notarzt, weil der 51-Jährige blutüberströmt an einer Hauswand im Kohlsteig lehnt, rund 50 Meter vom mutmaßlichen Tatort entfernt. „Ich hatte Blut am Kopf und wollte zu meinen Schwiegereltern, die dort neben dem Amtsgericht wohnen. Aber irgendwie bin ich wohl weiter gelaufen. Dann haben mich die Nachbarn gefunden.“ Mit dem Rettungswagen geht es ins Wismarer Klinikum, 14 Klammern brauchen die Ärzte, um die einen Zentimeter tiefe Wunde zu schließen. Mehr als einen Liter Blut hat der 51-Jährige verloren, der sich bis heute fragt, was eigentlich passiert ist. „Es war 15.45 Uhr, das weiß ich deshalb so genau, weil ich am Automaten ein Parkticket gezogen haben. Also zu einer Zeit, als jede Menge Leute dort rumgelaufen und Autos gefahren sind. Einer muss doch was gesehen haben.“

Polizei brachte ihm die Brille und Krankenkarte zurück

Die Polizei erfährt erst nach Tagen von dem Vorfall. Am Montag, 3. Juni, stehen Beamte vor der Tür des Opfers. Die Polizisten bringen dem 51-Jährigen seine Krankenkarte und die Brille zurück, die jemand am Tatort gefunden hat. Beides ist unversehrt. „Da habe ich den Polizisten meine Narbe gezeigt, jetzt wird wohl ermittelt. Denke ich jedenfalls, gehört habe ich noch nichts.“

Schweres Schädel-Hirn-Trauma

Seit dem Überfall ist er krank geschrieben, der Lagerarbeiter hat immer noch mit den Folgen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas zu kämpfen. „Mir ist schwindlig, selbst kleinere Arbeiten kann ich nicht machen, sofort dreht sich alles. Mein Chef hat auch schon gefragt, aber es geht einfach nicht.“ Die Diagnose der Ärzte im Wismarer Klinikum liest sich wie nach einem schweren Verkehrsunfall. „So wie die Wunde aussieht, könnte es ein Kantholz oder eine Dachlatte gewesen sein, oder jemand hat etwas aus dem Fenster geworfen. Das weiß ich nicht.“ Deshalb hofft er nun, dass Zeugen sich bei der Polizei melden. „Es muss doch rauszukriegen sein, was mit mir passiert ist.“

Michael Prochnow

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