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Nordwestmecklenburg Nach Feuer-Drama: Spendenaktion angelaufen
Lokales Nordwestmecklenburg Nach Feuer-Drama: Spendenaktion angelaufen
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13:16 22.01.2019
Ein Doppelhaus in Klein Voigtshagen ist zur Brandruine geworden. Hier starben eine Mutter und ihr knapp zwei Jahre alter Sohn. Quelle: Markus Scholz/dpa
Klein Voigtshagen

Für die von der Brandtragödie in Klein Voigtshagen (Nordwestmecklenburg) betroffenen Familien ist am Dienstagmorgen eine Spendenaktion angerollt. Initiiert wurde sie von der amtierenden Dassower Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD), der Landrätin Kerstin Weiss (SPD) und dem Vorsitzenden des DRK-Kreisverbands Nordwestmecklenburg, Ekkehard Giewald. Sie erläutern in einer gemeinsamen Erklärung: „Wir können leider niemanden zurückholen. Aber wir können dafür sorgen, dass die finanzielle Last nicht noch zu dem großen Leid der betroffenen Familien hinzukommt.“

Brennende Kerzen und Spielzeugautos stehen vor der Gartenpforte des Brandhauses in Klein Voigtshagen. Quelle: Jürgen Lenz

Gespendet werden kann auf ein Konto des DRK-Kreisverbands: IBAN DE46140510001000030357. Als Verwendungszwecke ist „Wohnhausbrand“ anzugeben. Wer eine Spendenquittung benötigt, solle auf der Überweisung bitte seine Adresse angeben, erklären die Initiatoren.

Der SV Klütz kündigte am Dienstagmorgen an, dass er sich an dieser Aktion beteiligen wird. Vom 22. bis 24. Februar werde beim Eulencup eine Spendenbox aufgestellt. Außerdem werde ein Teil der Einnahmen vom Kuchenverkauf gespendet, verspricht der Klützer Sportverein.

Ein Kleinkind und eine Frau sind bei einem Hausbrand in Klein Voigtshaben (Nordwestmecklenburg) am Sonnabend ums Leben gekommen. Ein 39 Jahre alter Mann wurde schwer verletzt. 

Die amtierende Dassower Bürgermeisterin Annett Pahl hatte am Wochenende eine Spendenaktion ins Auge gefasst. Sie erklärte gegenüber der OZ, dass zunächst mit den Familien gesprochen werden solle, die von dem Brand am vorigen Sonnabend in einem Doppelhaus im Dassower Ortsteil Klein Voigtshagen betroffen sind. Wie berichtet, starben eine 35-jährige Mutter und ihr knapp zwei Jahre altes Kind. Der 39-jährige Lebensgefährte der Verstorbenen wird wegen einer schweren Rauchgasvergiftung im Universitätsklinikum in Lübeck behandelt.

Die Folgen des Feuers haben nicht nur in Dassow, sondern weit über die Grenzen der Stadt hinaus viel Bestürzung und Trauer ausgelöst – aber auch Zeichen der Hilfsbereitschaft. Nun besteht eine Möglichkeit, die betroffenen Familien finanziell zu unterstützen.

Die Flammen griffen auch auf die zweite Doppelhaushälfte über. Die Bewohner konnten sich retten. Ihr Zuhause ist jedoch weitgehend zerstört.

Ebenfalls tragisch: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schwerin haben Untersuchungen der Brandermittler ergeben, dass vermutlich ein auf dem Herd stehengelassener Topf die Ursache für das verheerende Feuer war. Es gebe derzeit keinen Anhaltspunkt für einen technischen Defekt als Brandursache, erläuterte die Staatsanwaltschaft.

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Jürgen Lenz