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Nordwestmecklenburg Nachtwanderung mit Schmetterlingen
Lokales Nordwestmecklenburg Nachtwanderung mit Schmetterlingen
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16:09 05.10.2018
Julian Stern, Betreiber des Schmetterlingsparks in Klütz, weiß viel über Schmetterlinge und kann spannend von seiner Liebe für die geflügelten Wesen erzählen. Er freut sich auf die Nachtwanderung, die er und seine Kollegen im Rahmen der Klützer Kultournacht am 6. Oktober anbieten werden. Um 18.30 Uhr geht es los mit einer Führung durch die Dämmerung, mit vielen Geschichten über die fliegenden Leichtgewichte. Quelle: Annett Meinke
Klütz

 Julian Stern (48), Betreiber des Schmetterlingsparks in Klütz, ist von Schmetterlingen fasziniert, seit er „ein kleiner Bub war“ – wie man in Bayern, woher er stammt, sagt. Seit neun Jahren betreibt er den Schmetterlingspark in Klütz, der in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer Nachtwanderung (Start 18.30 Uhr) an der Klützer Kultournacht, am Sonnabend, dem 6. Oktober, teilnimmt.

„Ich war sieben, als ich bei meiner Oma in München war und plötzlich an der Fensterscheibe einen weißen Schmetterling sah, der mir riesig erschien, dessen Flügel aussahen wie Federn.“ Erst viel später, als Stern sich Schmetterlingen intensiver widmete, sollte er herausfinden, was für eine Art von Schmetterling er als Kind gesehen hatte: ein sogenanntes „Federgeistchen“. Von Sterns Familie wusste damals niemand, was das für ein seltsamer Schmetterling war. „Er war auch nicht so riesig, wie ich ihn in Erinnerung hatte“, sagt Stern, „aber als kleiner Junge war ich von diesem Erlebnis sehr beeindruckt.“

Sterns Weg bis hin zum Schmetterlingspark-Betreiber in Klütz war ein langer, sagt er. Er führte ihn erst nach Hamburg, wo er eine Weile lebte. Dort wurde irgendwann in Friedrichsruh das erste Schmetterlingshaus Deutschlands eröffnet. „Da war ich dann mit nicht endender Begeisterung und lernte alles über Schmetterlinge“, erzählt er. Irgendwann fiel die Entscheidung, ein eigenes Schmetterlingshaus zu gründen, denn selbstständig wollte er auch schon immer sein.

„Der diesjährige Sommer“, sagt Julian Stern, „war der härteste.“ Die heißen, trockenen Wochen haben die Besucherzahlen deutlich minimiert, im Gegensatz zu den Vorjahren. „Dabei lagen die Leute falsch“, meint er. „Im Schmetterlingshaus ist es schwül und feucht, da war es bei den brütenden Temperaturen draußen hier drinnen sogar viel angenehmer.“ Doch, die Leute kamen eben nicht – und Julian Stern jammert nicht. „Ich bin froh, dass es noch so lief, dass alle Rechnungen bezahlt werden können. Letztlich war das wie eine Feuertaufe für den Schmetterlingspark – und wir haben es überstanden.“

In Klütz schaukeln ausschließlich tropische Falter durch die Lüfte. „Doch das ist überall so, in allen Schmetterlingshäusern auf der Welt“, weiß Stern. „Tropische Falter sind einfacher zu halten, es gibt ungefähr 200 Arten von ihnen, und die wird man finden, egal in welches Tropenhaus sie gehen, ob in Chicago oder irgendwo in Asien.“ Die Schmetterlinge, die in Klütz zu sehen sind – kommen als Puppen, – nicht als Raupen – aus Costa Rica und den Philippinen. „Bei Raupen ist das problematisch mit der Ernährung“, sagt Stern.

Kultournacht Klütz

Vor vier Jahren wurde die „Klützer Kultournacht“ ins Leben gerufen und sie ist jedes Jahr gewachsen. Am Sonnabend, 6. Oktober, von 17 bis 22 Uhr können Gäste an 15 Stationen in der Stadt und im Ortsteil Arpshagen Kultur genießen. Dafür müssen sie nur einmal den Eintritt von zehn Euro zahlen.

Eröffnet wird der Abend um 16.30 Uhr vom Klützer Bürgermeister Guntram Jung auf dem Marktplatz. Dort verlost er nach seinen Grußworten fünf Freikarten für die Kultournacht.

Sie züchten auch selbst in Klütz – und Schmetterlingen beim Schlüpfen kann man direkt zusehen. Puppen hängen an einem Gerüst – der Kinderstube des Parks. Davor kann man stehen und zuschauen, wenn man Geduld hat. Es dauert schon einige Zeit. Doch mit dem Tagesticket, das den Besuchern erlaubt, raus- und wieder reinzugehen, vielleicht nach einer Stärkung, kein Problem.

Solange Zeit haben die Besucher der vierten Kultournacht in Klütz bei ihrer Nachtwanderung im Schmetterlingspark nicht. Eine Stunde nachdem der Schmetterlingspark geschlossen hat, wird er erneut seine Pforten öffnen. Von 18.30 bis 19.30 Uhr kann man in der Dämmerung im Rahmen der Spezial-Führung Schmetterlinge beobachten – die nachtaktiven zum Beispiel –und Wissenswertem über Raupen, Puppen, Nahrung der Schmetterlinge, über Natur und Nischen lauschen. In ganz besonderer Atmosphäre. Und vielleicht erzählt Julian Stern höchstpersönlich auch ein paar seiner interessanten Geschichten.

Die Bändchen gibt es im Schmetterlingspark ab 16 Uhr für 10 Euro zu kaufen, wie an jeder Station der Kultournacht in Klütz an diesem Tag. Sie berechtigen zum Eintritt bei allen Stationen.

Annett Meinke

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