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Nordwestmecklenburg Parkplatz wird zum Campingplatz
Lokales Nordwestmecklenburg Parkplatz wird zum Campingplatz
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20:10 04.07.2018
Im Ortsteil Brook in der Gemeinde Kalkhorst campen Besitzern von Wohnmobilen auf dem Parkplatz am Strand. Dort ist es nicht erlaubt. Quelle: Foto: Malte Behnk
Brook

Das kleine Dorf Brook in der Gemeinde Kalkhorst ist beliebt bei Ausflüglern, die mit dem Fahrrad oder dem Auto die Landschaft erkunden und am Strand ausspannen wollen. Doch der beschauliche Parkplatz vor dem Strand am Rande des Naturschutzgebiets Brooker Wald wird nicht nur stundenweise zum Parken beim Strandbesuch genutzt. Täglich stehen auf der Fläche, die von Bäumen beschattet wird, eine große Anzahl an Wohnmobilen und Caravans.

„Manche stehen auch eine Woche dort und einige kommen jedes Jahr wieder. Da kennt man die Autos schon“, sagt Marco Hingst, der in Brook wohnt und regelmäßig am Strand spazieren geht. Ausschlaggebend, sich einmal zu beschweren, sei eine Situation vor einigen Tagen gewesen. „Da ist jemand mit seinem Wohnmobil vom Parkplatz gefahren und hat dann am Wegesrand Flüssigkeit abgelassen“, berichtet Marco Hingst. Als er den Fahrer angesprochen hat, habe der behauptet, nur Abwaschwasser von zwei Tagen auszukippen. „Dann ist er wieder auf den Parkplatz gefahren und hat sein Wohnmobil wieder abgestellt“, sagt Marco Hingst.

Seine Eltern gehen täglich mit ihrem Hund spazieren, auch in der Nähe des Parkplatzes am Strandweg in Brook. „Da hat meine Mutter beobachtet, dass Leute vom Parkplatz auch ihre Notdurft in Büschen verrichten“, sagt Marco Hingst. Grundsätzlich habe er kein Problem damit, wenn durchreisende Wohnmobilisten eine Nacht auf dem Parkplatz verbringen. Ein Campingplatz soll der Parkplatz aus seiner Sicht aber nicht sein. „Es geht doch um eine Gleichbehandlung“, stimmt Klaus-Peter Hingst seinem Sohn zu. „Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, gehe ich zum Hundestrand, nicht an den Badestrand“, sagt er. Genauso müsse es beim Parkplatz geregelt sein, der nur zum Parken dient. Marco Hingst besitzt selber einen Wohnwagen und macht damit auch Urlaub. „Wir waren auf Rügen und dort darf man mit Wohnmobilen und Wohnwagen ab 18 Uhr auf bestimmten Parkplätzen nicht stehen. Da sind auch viele Kontrolleure unterwegs“, sagt Hingst.

Auf dem Parkplatz in Brook ist nur Parken für Motorräder, Kleinbusse und Pkw erlaubt. Ein Schild, das einen Pkw zeigt, weist darauf hin. 2016 hatten die Gemeindevertreter von Kalkhorst für die Fläche in Brook ein Parkverbot für Wohnmobile und Autos mit Wohnwagen beschlossen. „Wir wollen in diesem Jahr eigentlich auch eine Höhenkontrolle aufstellen, aber der Haushalt der Gemeinde ist noch nicht genehmigt“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK). „Das Campen in Brook ist ein Problem“, fügt er hinzu. Das betrifft nicht nur den Parkplatz, auch den Strand, wie Marco Hingst berichtet. „Da sind viele Feuerstellen, die Leute lassen Bierflaschen und Abfall vom Grillen liegen“, sagt der Brooker, der sich mehr Kontrollen des Ordnungsamtes am Strandparkplatz wünscht. Die finden mindestens zweimal am Tag statt. Allerdings ist es für das Ordnungsamt oft schwierig, zwischen einem Wohnmobil und einem Kleinbus zu unterscheiden. Im Zweifelsfall wird ein Blick in den Fahrzeugschein notwendig. Dort steht, ob das Fahrzeug als Wohnmobil oder Pkw zugelassen wurde.

Platz gibt es durchaus auch für Wohnmobile in Strandnähe. Auf zwei weiteren Parkplätzen der Gemeinde Kalkhorst, im Ortsteil Groß Schwansee, dürfen Wohnmobile länger abgestellt werden. Dort muss aber ein Parkschein für 25 Euro pro Tag und Fahrzeug gekauft werden.

Parken an der Ostsee

Drei gebührenpflichtige Parkplätze hat die Gemeinde Kalkhorst. In Groß Schwansee befinden sie sich am Strandweg und am Kleinen Torfmoor. Ganzjährig kostet das Parken dort für Pkw, Motorräder und Kleinbusse 2 Euro für zwei Stunden, 3 Euro für fünf Stunden und 6 Euro für die Tageskarte. Für Wohnmobile und Pkw mit Wohnwagen kann ein Ticket für 25 Euro pro Tag gekauft werden.

In Brook dürfen keine Wohnmobile und Wohnwagen abgestellt werden. Auch dort kostet das Parken für Pkw, Motorräder und Kleinbusse 2 Euro für zwei Stunden, 3 Euro für fünf Stunden und 6 Euro am Tag.

Malte Behnk

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