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Nordwestmecklenburg Personalmangel bremst die Amtsverwaltung
Lokales Nordwestmecklenburg Personalmangel bremst die Amtsverwaltung
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20:28 12.03.2014
Die Aktenberge im Amt Klützer Winkel stapeln sich gelegentlich, wenn knifflige Fälle anstehen. Quelle: LN
Klütz

In der Verwaltung des Amtes Klützer Winkel ist das Personal knapp. Sechs Mitarbeiter fallen zeitweise wegen Krankheit oder Schwangerschaft aus beziehungsweise müssen ganz ersetzt werden. Inzwischen hat der Personalmangel auch die Leitungsebene erreicht, was zu neuen Schwierigkeiten führt. Denn viele der Rechtsstreite, die das Amt für Gemeinden führt, landen auf den Schreibtischen der oberen Verwaltungsebene.

„Der Amtsausschuss hat die Lage erkannt und zwei neue Stellen im Bau- und im Ordnungswesen geschaffen“, sagt Amtsvorsteher Dietrich Neick. Eine sei schon besetzt, die andere werde zum 1. April belegt. Damit steuert das Amt gegen den Personalmangel an, der wegen Krankheit aber auch wegen der Entlassung einiger Mitarbeiter entstanden war. „Man kann sagen, dass uns das die letzten Monate oder das letzte Jahr gebremst hat“, räumt Neick ein. „Wir haben in der Vergangenheit vermehrt Fachpersonal eingestellt. Das wird sich nun auch bemerkbar machen“, ist der Amtsvorsteher sicher, dass sich die Lage ändert.

Die von manchen Gemeinden geäußerte Kritik an der Verwaltung findet er teilweise „etwas überhöht“. „Fehler werden auch in anderen Ämtern gemacht, dann aber nicht so hochgekocht“, sagt Dietrich Neick.

Wie hoch das Arbeitspensum in der Verwaltung in Klütz ist, zeigt zum Beispiel die Präsenz der Verwaltungsmitarbeiter bei Sitzungen. „Wir hatten in 2013 alleine 176 Sitzungen im Amtsbereich, die alle von einem Verwaltungsmitarbeiter begleitet wurden“, sagt Maria Schultz, die derzeit die Verwaltung leitet. Das sei bei 251 Arbeitstagen eine hohe Anzahl.

Hinzu kommt, dass es im Amtsbereich Klützer Winkel verschiedene Aufgaben für die Verwaltung gibt, die nicht einfach zu lösen sind. „Wir bearbeiten für die Gemeinde Hohenkirchen zum Beispiel den ganzen Bereich von Golfplatz und Marina in Hohen Wieschendorf, dann wird nach einer Lösung für die Schule in Damshagen gesucht“, zählt sie Verfahren auf, die nicht so einfach laufen, wie Projekte in anderen Amtsverwaltungen. Auch in den Radwegebau im Klützer Winkel ist das Amt voll eingespannt, obwohl eigentlicher Bauträger das Land ist. „Wir haben hier in Klütz den kompletten Landerwerb für das Straßenbauamt übernommen“, sagt Maria Schultz. Das sei beim Radweg von Grevesmühlen nach Klütz, bei der Strecke von Proseken nach Klütz und auch bei der Trasse von Dassow nach Klütz so gewesen.

Das Klima unter den knapp 30 Mitarbeitern der Verwaltung sei aber trotz der teilweise hohen Belastung gut, versichert Maria Schultz. „Es sind alle gut motiviert. das hat sich auch bei unserer Feier zum Frauentag gezeigt“, so Schultz. „Das kann ich nur bestätigen. Hier wird wirklich gute Arbeit geleistet“, sagt Amtsvorsteher Dietrich Neick, der hofft, dass wieder besonnener zwischen den Politikern der Gemeinden und den Mitarbeitern der Verwaltung kommuniziert wird

Malte Behnk

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