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Nordwestmecklenburg Platz für alle Hortkinder nach Umbau in Boltenhagen
Lokales Nordwestmecklenburg Platz für alle Hortkinder nach Umbau in Boltenhagen
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16:16 23.05.2019
Der Hort „Neptuns Kinnings“ in Boltenhagen wird umgebaut. Das Dach des Gebäudes wird erneuert. Quelle: Malte Behnk
Boltenhagen

Bauzäune stehen zwischen der Grundschule Boltenhagen und dem Gebäude des Horts „Neptuns Kinnings“. Auf dem Dach des langgezogenen Hortgebäudes arbeiten Handwerker. Bis zum Ende der Sommerferien, spätestens bis Ende September soll der Hort so umgebaut sein, dass er den Brandschutzvorschriften entspricht und genug Platz für 160 betreute Kinder bietet.

Großteil über Fördermittel finanziert

460 000 Euro werden dafür investiert. Die Gemeinde hat Fördermittel beantragt, so dass sie selbst nur 70 000 Euro der Kosten tragen müsste. 90 000 Euro sind bereits vom Landkreis bewilligt und auch für 300 000 Euro über die ILER-Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung gibt es eine Zusage. „Der Bewilligungsbescheid ist da, die Fördermittel sind nur noch nicht offiziell übergeben“, sagt Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU).

Vernünftige Bedingungen für Kinder und Erzieher

„Wir setzen alles daran, dass es nach dem Sommer vernünftige Bedingungen für die Mitarbeiter und die Kinder sind“, ergänzt Schmiedeberg. So ist ein wichtiges Ziel der Umbauten, dass wieder alle Hortkinder im eigentlichen Hortgebäude betreut werden. „Seit zwei Jahren nutzen wir vier Räume im Schulgebäude“, sagt Marten Boje, Leiter des Hortes. „Das ist okay, aber eigentlich ist es schöner, wenn die Kinder nach dem Unterricht ihre Zeit nicht in den Schulräumen verbringen. Aber wir gehen auch viel raus und können ja den Hof mit nutzen.“

Werkraum muss weichen

Seit 2017 hat die Gemeindevertretung des Ostseebads über den Umbau des Horts diskutiert. Dabei ging es vielfach um den Werkraum der Grundschule, der sich in der Mitte des Hortgebäudes befindet. Nach langer Debatte, ob der Werkunterricht auch in einem anderen Raum im Schulgebäude stattfinden kann, fiel schließlich der Entschluss, den Werkraum aus dem Hort zu entfernen. Eine vorübergehende Lösung für den Werkunterricht gibt es inzwischen.

Hort „Neptuns Kinnings“

Der Hort „Neptuns Kinnings“ im Ostseebad Boltenhagen wird vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betrieben.

Aktuell werden dort 160 Mädchen und Jungen der ersten bis vierten klasse betreut. Acht Erzieher, inklusive Hortleiter Marten Boje, kümmern sich um die Kinder.

Da im Hortgebäude, das der Gemeinde gehört, nicht genug Platz ist, nutzt der Hort zur Betreuung seit zwei Jahren Räume der Schule. Die Sondergenehmigung dafür läuft 2019 aus.

Die Umbauarbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein.

Nur so kann der geforderte Flur im Hort geschaffen werden, von dem alle einzelnen Räume abgehen. „Bisher müssen Kinder und Erzieher durch einen der Gruppenräume gehen, um von einer Seite des Horts zur anderen zu gelangen“, sagt Marten Boje. Um diesen Flur zu schaffen wird im Erdgeschoss des Horts eigentlich nur eine Wand abgerissen und etwas versetzt.

Größter Umbau im Keller

„Die größten Arbeiten sind im Keller“, sagt Marten Boje. Dort wo bislang der Jugendclub der Gemeinde untergebracht war, entstehen nun sieben Räume für den Hort. „Es werden vier Garderobenräume und drei Räume für die Hausaufgaben“, erklärt Boje. Vor allem die Garderobenräume werden zur Erfüllung der Brandschutzrichtlinien benötigt.

Zum Kellereingang des früheren Jugendclubs wird ein Glastreppenhaus gebaut. Quelle: Malte Behnk

Außerdem wurden bereits die Treppe zum Haupteingang des Horts und die Treppe, die zum Eingang des Jugendclubs führte, abgerissen. „Dort entsteht eine Art Glaskasten, in dem dann ein Treppenhaus den Keller und das Erdgeschoss verbindet“, sagt Boje.

Der Antrag, einen Neubau für den Hort in Boltenhagen zu planen, den die Fraktion von SPD, Hanse und Linke im Bauausschuss gestellt hatte, soll dennoch weiter verfolgt werden. „Eine Erweiterung auf mehr Plätze müssen wir nach wie vor in Betracht ziehen. Wir müssen zum Beispiel sehen, was ab dem nächsten Jahr auf die Gemeinde zukommt, wenn die Kitabetreuung bis 2020 für Eltern kostenlos werden soll. Dazu gehört auch der Hort“, sagt Bürgermeister Christian Schmiedeberg. An einem Neubau sollten sich dann bestenfalls Nachbargemeinden wie Klütz und Damshagen beteiligen.

Malte Behnk

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