Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Rosemarie Wilcken wird Ehrenbürgerin
Lokales Nordwestmecklenburg Rosemarie Wilcken wird Ehrenbürgerin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:21 27.03.2015
Rosemarie Wilcken
Wismar

Große Anerkennung für Dr. Rosemarie Wilcken: Wismars langjährige Bürgermeisterin (67) wird die Ehrenbürgerschaft ihrer Geburtsstadt verliehen. Das hat die Bürgerschaft am Donnerstag mehrheitlich beschlossen. Nein-Stimmen soll es bei Für Wismar, FDP/Grüne, CDU (einmal), AfD und NPD gegeben haben. Prominentester Nein-Sager ist Gerd Zielenkiewitz. Der Für-Wismar-Fraktionschef und bis zum Zerwürfnis mit der SPD viele Jahre ein tonangebender Sozialdemokrat wollte sich gestern nicht äußern.

Vorgeschlagen wurde Rosemarie Wilcken — von 1990 bis 2010 Bürgermeisterin — von drei Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens: Dr. René Keller (Ärztlicher Direktor am Klinikum Wismar), Reinhard Kny (langjähriger Werft-Geschäftsführer und heute unter anderem Vorsitzender des Fördervereins Poeler Kogge) und von Gerhard Raabe (viele Jahre Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest und heute Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar). Das Trio hatte sich mit einem Brief an Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) gewandt. Darin schreiben sie:

„In diesem Jahr begehen wir feierlich das 25-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung. Unsere Stadt Wismar hat sich in diesem Zeitraum in hervorragenderWeise entwickelt. Daran haben viele Bürger unserer Stadt einen großen persönlichen Anteil und eine Anerkennung für ihren Einsatz verdient. Wir erlauben uns, in diesem Zusammenhang vorzuschlagen, dass unsere langjährige Bürgermeisterin, Frau Dr. Rosemarie Wilcken, zur Ehrenbürgerin der Hansestadt ernannt werden soll.“

Ihr sei es in den turbulenten Monaten nach der Wende unter schwierigsten Bedingungen gelungen, die kommunale Selbstverwaltung aufzubauen und die lokale Demokratie maßgeblich voranzubringen.

Gerhard Raabe, Reinhart Kny und René Keller führen als Beispiele für Entwicklungen unter ihrer Regie den Aufbau des Industriezentrums Haffeld und die Autobahnanbindung an. Weiter heißt es:

„Beharrlich wirkte sie bei der Sanierung des historischen Stadtkerns und unserer Stadtkirchen, ganz besonders beim Wiederaufbau von St. Georgen. Ihr Einsatz in den Gremien zur Rettung und zum strategischen Ausbau der Werft haben vielen Bürgern den Arbeitsplatz bis heute gesichert. Mit der Aufnahme unserer Stadt in das Welterbe fand ihr Einsatz höchste Anerkennung!“

Die Allgemeinmedizinerin ist seit Dezember 1989 Mitglied der SPD. 1994 und 2002 war sie als Bürgermeisterin wiedergewählt worden, bei der Direktwahl 2002 mit 79,1 Prozent der Stimmen. Die Mutter zweier erwachsener Töchter war von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Sie gehört nun dem neuen Stiftungsbeirat der DSD an.

Heiko Hoffmann

Auch wenn der Tag der Sauberkeit heute erst in Grevesmühlen über die Bühne geht, Walter Hering aus dem Ortsteil Hoikendorf war gestern schon unterwegs und hat einen ...

27.03.2015

Die Junge Union Wismar-Nordwestmecklenburg kritisiert die Verträge zwischen der Kurverwaltung und den Strandkorbvermietern in Boltenhagen.

27.03.2015

Mit elf Bauernstellen gehörte Lockwisch zu den prächtigen Dörfern im Fürstentum Ratzeburg. 1834 errichteten Arbeiter in dem Ort sogar das größte Bauernhaus, das es in Mecklenburg jemals gab.

27.03.2015