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Nordwestmecklenburg Ruf nach mehr Polizeipräsenz
Lokales Nordwestmecklenburg Ruf nach mehr Polizeipräsenz
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20:46 11.09.2017
Ein Albtraum für viele Menschen: Ein Dieb dringt in ihre eigenen vier Wände ein. 2016 wurden 158 Wohnungseinbrüche in Nordwestmecklenburg gemeldet. Im Vergleich zu 2015 verzeichnete die Polizei einen Rückgang. Quelle: Fotos: Daniel Maurer/dpa, Jürgen Lenz
Lüdersdorf

Tatort Herrnburg: Diebe dringen in Häuser ein, stehlen Schmuck, Unterhaltungselektronik, ein Smartphone, Bekleidung. Mehrfach wurden Einwohner des größten Ortsteils der Gemeinde Lüdersdorf in diesem Jahr Opfer von Einbrechern. Vor diesem Hintergrund fordert die Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ (BFL), dass die Polizei eine feste Station in der Kommune einrichtet. Die Fraktion der BFL wird am kommenden Donnerstag in einer Sitzung den Antrag stellen: „Die Gemeindevertretung beauftragt ihren Bürgermeister wegen der steigenden Zahl von Einbrüchen und Diebstählen und zum Schutz der Bürger bei den zuständigen Behörden zu beantragen, dass in der Gemeinde Lüdersdorf als unverzichtbarer Bestandteil eine besetzte Polizeistation eingerichtet wird.“ In der Begründung ihres Antrags bekräftigt die Fraktion ihre Einschätzung, dass in der letzten Zeit mehr Hauseinbrüche und Autodiebstähle zu verzeichnen seien als zuvor. Die Täter könnten sich auch über die nahe gelegene A 20 schnell entfernen, weil, so die BFL, „keine Polizeipräsenz vor Ort vorhanden ist und die Polizei nach einem Anruf 30 bis 60 Minuten benötigt, um am Tatort einzutreffen.“ Die Fraktion erklärt, sie sei der Meinung, dass eine fest eingerichtete Polizeistation durch ein schnelles Handeln bei den Bürgern der Gemeinde Lüdersdorf für mehr Ruhe und Sicherheit sorgt.

Im Amtsgebäude in Schönberg befindet sich von Lüdersdorf aus gesehen die nächste Polizeistation.

Wie sieht es die Polizeiinspektion Wismar? Auf die Anfrage der LN, wie sie zu dem Wunsch aus der Gemeinde Lüdersdorf steht, antwortet sie, in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern könne es bedauerlicherweise immer wieder vorkommen, dass einige Orte weniger schnell von Beamten erreicht werden als andere, aber: „Die Zahlen und die Erfahrungen zeigen, dass der Bereich Lüdersdorf keinesfalls von der Polizei vernachlässigt wird. Dies mag dem subjektiven Empfinden manch eines betroffenen Anwohners widerstreben, jedoch stehen dem die vorliegenden Zahlen zu angezeigten Sachverhalten entgegen.“ Eine Polizeistation in der Gemeinde Lüdersdorf sei aus jetziger Sicht des Polizeipräsidiums Rostock nicht geplant.

Die Inspektion Wismar erläutert, eine Zunahme von gemeldeten Wohnungseinbrüchen oder Diebstählen von Fahrzeugen sei für sie nicht erkennbar. Die Zahlen für das ersten Halbjahr 2017 lägen in der Gemeinde Lüdersdorf im unteren einstelligen Bereich und mit dem Vorjahrszeitraum auf gleichem Niveau. In der Kommune sei der Streifendienst auch ohne konkreten Einsatz präsent. Eine Anwesenheit von 24 Stunden an sieben Tagen der Woche sei aber in keiner Gemeinde zu gewährleisten. Fahrzeiten auf dem Land könnten sich, je nachdem wo sich der nächste Streifenwagen befindet, etwas verlängern, aber, wenn der Wagen in der Nähe ist, auch verkürzen. Die Polizeistation in Schönberg sei insbesondere werktags zuständig. Zudem teilte die Polizei auf Anfrage mit: „Zur Rettung von Menschenleben, um schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten, stehen der Polizei Sonder- und Wegerechte zur Verfügung, sodass ein Einsatzort auch schneller erreichbar ist als unter normalen Umständen.“

Die Kripo berät

Beratungsstellen der Kriminalpolizei informieren Bürger kostenlos zu Fragen der Sicherheit ihrer Wohnung, ihres Eigenheimes oder ihres Gewerbebetriebes. Termine können mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizeiinspektion Schwerin vereinbart werden. Sie ist telefonisch unter der Nummer 0385 /51803056 zu erreichen sowie per E-Mail unter kripoberatung.schwerin@polizei.mv-regierung.de. Die Kontaktdaten der kriminalpolizeilichen

Beratungsstelle der Polizeiinspektion Rostock lauten 0381 / 49163130 und pi.rostock@polmv.de

Jürgen Lenz

Bis zum 13. Oktober läuft die Bewerbungsfrist.

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