Sanierung der B 105: Deponie in Neu Degtow nur bedingt erreichbar
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Sanierung der B 105: Deponie in Neu Degtow nur bedingt erreichbar

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21:29 25.06.2020
Noch stehen Baken, die eine Durchfahrt in Richtung Wismar verhindern. Ab Freitag dürfen die Kunden aber von Grevesmühlen kommend die Deponie anfahren. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
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Grevesmühlen

Mit der Deckeninstandsetzung der B 105 zwischen Grevesmühlen und Gressow macht sich bei einigen Kunden des Recyclingparks in Neu Degtow und beim stellvertretenden Betriebsleiter der GER Umweltschutz GmbH, Ulrich Karge, ein wenig Unmut breit. „Es war mit der ausführenden Baufirma so besprochen, dass in der Zeit der Fräsarbeiten jeweils nur eine Seite der Fahrbahn gesperrt ist und die Autos zum Recyclinghof geleitet werden“, erklärte er. Die neue Fahrbahndecke sollte am Abend aufgetragen werden, wenn die Deponie bereits geschlossen ist.

So hatte es Ulrich Karge auch in der Öffentlichkeit und Kunden gegenüber kommuniziert. Nun die Ernüchterung. Aus Grevesmühlen kommend ist mit Beginn der Bauarbeiten am Montag kein Autofahrer durchgelassen worden. Sie mussten mit Grünschnitt oder zu entsorgendem Müll beladen umdrehen oder große Umwege in Kauf nehmen. Erst am morgigen Freitag ist die Zufahrt aus Grevesmühlen wieder möglich – allerdings bis zum 17. Juli nicht für alle Autofahrer.

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Streckenposten werden kontrollieren, ob die Fahrt zur GER gerechtfertigt ist. Anwohner von Neu Degtow dürfen ihr Grundstück anfahren, wenn sie den Handzettel dabei haben, der in der vergangenen Woche verteilt worden war. Die Bewohner der ehemaligen Gemeinde Plüschow allerdings werden gebeten, ihre Häuser und Grundstücke über Upahl anzufahren.

Kein Durchkommen aus Richtung Wismar

Ab Freitag (26. Juni) startet die Deckeninstandsetzung ab dem Kreuzungsbereich der GER bis Naschendorf. Somit ist aus Richtung Wismar kein Durchkommen mehr bis zur Deponie. „Das hat arbeitsschutzrechtliche Gründe“, erläutert Bauleiter Stefan Holinka. Ab einer bestimmten Breite einer Straße ist eine halbseitige Nutzung während der Bauarbeiten möglich. Die B 105 sei um die sieben Meter breit. Der Arbeitsschutz erlaube es hier nicht, dass dann Lkw und Autos an den Bauarbeitern vorbeifahren.

Ärgerlich für Ulrich Karge, weil es dem Unternehmen GER zuvor anders mitgeteilt worden war. Auf der Baustelle stehend, habe er den Missstand am Mittwoch telefonisch mit der ausführenden Baufirma aus Schwerin klären wollen. „Man räumte mir gegenüber einen Kommunikationsfehler ein“, erklärte er. Ungünstig für die Kunden und die Großanlieferer, die von der Autobahn kommend ebenso Umwege in Kauf nehmen müssten.

Nun doch die gesamte Breite der B 105 gesperrt: Mit GER seien andere Absprachen getroffen worden. Der stellvertretende Betriebsleiter Ulrich Karge hakt auf der Baustelle bei der ausführenden Firma per Telefon nach. Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Auch das kommende Wochenende nutzt die Baufirma, die Bauarbeiten auf der B 105 fortzusetzen. Gefräst ist die Strecke bereits, die Asphaltierungsarbeiten von Naschendorf bis Sternkrug starten am Sonnabend, von Sternkrug bis Gressow am Sonntag. „Wir liegen voll im Plan“, erklärte Bauleiter Stefan Holinka. Kunden, die am Freitag und Samstag die Deponie aus Wismar kommend anfahren wollen, können über Hohenkirchen, Groß Walmstorf und Grevesmühlen oder über Upahl und Grevesmühlen kommen. Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert.

Mit den Asphaltierungsarbeiten ist die ausführende Baufirma im Plan, so Bauleiter Stefan Holinka. Bis zum 7. Juli ist die Strecke zwischen Grevesmühlen und Gressow gesperrt. Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Baumaßnahme bewusst in Sommerferien gelegt

Die Planungen für das Projekt begannen bereits lange vor Beginn der Corona-Krise. Der jetzige Termin sei laut Straßenbauamt in Schwerin bewusst auf die Sommerferien gelegt worden, damit es keine Komplikationen mit Schulbussen gibt. Rund 20 000 Fahrzeuge sind täglich auf der B 105 unterwegs. Die Strecke ist eine der ältesten Straßen in der Region.

Von Jana Franke

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