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Nordwestmecklenburg Sanierung der Stadt auf 50 Seiten
Lokales Nordwestmecklenburg Sanierung der Stadt auf 50 Seiten
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20:10 06.09.2018
Der Marktplatz in Klütz nahe der St.-Marien-Kirche ist das Zentrum der Kleinstadt. Quelle: Foto: Malte Behnk
Klütz

Von 1991 bis 2016 sind in der Stadt Klütz etwa 7,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung in die Sanierung von Straßen, Gehwegen und Gebäuden geflossen. Die Summe, die zusätzlich von der Stadt und privaten Hausbesitzern in die Sanierungen gesteckt wurde, ist noch deutlich höher. Diese Sanierungen im Rahmen der Städtebauförderung wurden jetzt in einer etwa 50-seitigen Broschüre dokumentiert. Sie wurde in einer Auflage von 1500 Stück gedruckt. „Die Einwohner im Sanierungsgebiet der Innenstadt werden alle eine Broschüre bekommen. Außerdem werden Exemplare in der Amtsverwaltung ausgelegt“, sagte Bürgermeister Guntram Jung bei der Vorstellung der Hefte.

Schon auf der ersten und der letzten Seite der Broschüre werden Fotos von 28 Häusern der Innenstadt gezeigt, die sie vor und nach der Sanierung zeigen. Auch Luftaufnahmen einer historischen Postkarte und von 2017 werden gegenübergestellt, sodass die Veränderungen der Innenstadt sichtbar sind. Zum Beginn der Städtebauförderung war Angelika Palm (UWG) Bürgermeisterin in Klütz. Sie berichtet in einem Interview in der Broschüre, wie sich die Klützer Unterstützung aus Schleswig-Holstein holten, wo die Stadterneuerung gängige Praxis war. Klütz wurde dann als eine der ersten Städte Mecklenburg-Vorpommerns in die Städtebauförderung aufgenommen. Angelika Palm erklärt auch, dass man bewusst historische Elemente wie die Kopfsteinpflasterstraßen behalten wollte. „Manchem gefallen die Straßen jetzt nicht, weil es etwas lauter ist“, sagte Guntram Jung. „Wären sie asphaltiert worden, hätten sie aber sicher nicht 25 Jahre so gut gehalten.“

Auch Architekt Werner Peters, dessen Büro 1991 den Auftrag für einen Rahmenplan der Innenstadt erhielt, kommt in der Broschüre zu Wort. Zu einem der herausragenden Gebäude, dem Literaturhaus „Uwe Johnson“, sagte er im Rückblick: „Nach zehn Jahren Sanierung haben wir festgestellt, dass etwas nicht funktioniert, weil es am Marktplatz eigentlich nur Schrott gab.“ Der historische Speicher, in dem sich heute das Literaturhaus befindet, war in einem schlechten Zustand, und am Markt stand noch ein abgebranntes Hotel. „Der damalige Schulrektor regte an, ein Haus für den Schriftsteller Uwe Johnson zu schaffen. Heute hat das Haus eine große Strahlkraft weit über die Stadtgrenze hinaus.“

Malte Behnk

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