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Nordwestmecklenburg Schönberg: Feuerwehr rettet versinkendes Pferd und Storch in Not
Lokales Nordwestmecklenburg

Schönberg: Feuerwehr rettet versinkendes Pferd und Storch in Not

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08:00 09.11.2020
Feuerwehrleute aus Schönberg (Nordwestmecklenburg) retten ein Pferd, das zu versinken droht. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Schönberg
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Schönberg/Selmsdorf

Ein Pferd versinkt immer mehr im Schlamm. Nur Kopf und Rücken schauen noch heraus. Wer befreit das Tier aus seiner Not? Die Feuerwehr. Die Rettungsaktion unweit von Törpt ist ein besonderer Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in Schönberg (Nordwestmecklenburg), die Jörn Stange seit 2013 leitet.

Es war am Vormittag des 22. Oktober 2016, als die Feuerwehren Schönberg und Neuleben/Boitin-Resdorf nach Törpt eilten. Einsatzstichwort: „Pferd im Graben.“ Männer stiegen in den Morast. Sie sicherten den Kopf des Tieres, sorgten dafür, dass er nicht versinkt. Dann versuchten sie das Pferd mit Muskelkraft aus dem Graben zu drücken. Vergebens. Keine Wirkung.

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Feuerwehr hilft Pferd wieder aus die Beine

Was also tun? Die Schönberger sprachen sich mit den Kameraden der Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf ab. Sie verlegten Schläuche unter den Rumpf des Tieres, banden Schlaufen und zogen das Pferd schließlich mit Maschinenkraft heraus. Ein Veterinärmediziner kümmert sich um das Tier. Die Feuerwehr berichtet: „Nach einer kurzen Ruhe- und Aufwärmphase halfen wir dem geretteten Pferd wieder auf die Beine, sodass es in die Stallung zurückgeführt werden konnte.“

Erfolgreich war die Schönberger Feuerwehr auch, nach dem Einschlag eines Blitzes in ein Storchennest in Roduchelstorf. Als die Brandschützer eintrafen, schauten nur noch die Füße des Vogels aus dem Nest. Ein Tierarzt traf ein. Er stieg in den Rettungskorb der Drehleiter und schwebte nach oben zum Nest. So konnte er sich in luftiger Höhe um den Storch kümmern.

Eule saß in Schornstein fest

Brandschützer im benachbarten Selmsdorfer erinnern sich ebenfalls an eine Rettungsaktion für ein Tier. Sie befreiten eine Eule, die in einem Schornstein festsaß. Die Feuerwehr berichtet: „Eine ältere Dame, die ein Wohnhaus während der Abwesenheit der Besitzer betreut hat, stellte fest, dass eine Eule im Kamin festsaß und nicht mehr alleine herauskommen konnte.“

Der Vogel war lautstark durch den Schornstein nach unten gefallen. Feuerwehrleute holten ihn mithilfe einer Decke heraus, trugen ihn in den Garten und entließen ihn in die Freiheit. Ohne Probleme flog die Eule davon.

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Von Jürgen Lenz