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Nordwestmecklenburg Bald wieder freie Fahrt in der Schulstraße
Lokales Nordwestmecklenburg Bald wieder freie Fahrt in der Schulstraße
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14:45 27.12.2018
Gute Nachrichten: Nach mehr als vier Jahren Sperrung soll die Schulstraße Ende März/Anfang April wieder geöffnet werden. Quelle: JANA FRANKE
Grevesmühlen

Der Aufschrei war insbesondere bei den unmittelbar betroffenen Anwohnern groß, als es im Mai 2014 hieß, dass die Schulstraße in Grevesmühlen wegen Einsturzgefahr des Eckhauses Nummer 26 gesperrt werden muss. Zunächst hieß es für vier Monate, daraus wurden am Ende mehr als vier Jahre. Nun die gute Nachricht: Ende März / Anfang April soll die Straße für den Verkehr wieder geöffnet werden.

Damit verbunden ist der Abschluss des 3,4 Millionen Euro-Projektes der stadteigenen Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (Wobag), die das Eckhaus 2013 mit dem Vorhaben ersteigerte, Wohnraum zu schaffen. Mehrere Hürden waren zu überwinden: Die Genehmigung für den Abbruch des Hauses vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege flatterte erst im Dezember 2015 auf den Tisch der Wobag-Geschäftsführerin Uta Woge. Mit den Abbrucharbeiten ist dann erst im Februar 2017 begonnen worden. Was lange währt, wird gut: Im März werden acht Wohnungen im Hinterhaus bezogen, einen Monat später zehn Wohnungen im Vorderhaus und mit der Bäckerei Freytag die Gewerbefläche. Sechs Wohnungen sind noch zu vergeben, vier davon – jeweils zwei Zwei- und Dreizimmerwohnungen im ersten Obergeschoss (66 und 79 Quadratmeter) und im Dachgeschoss (62 und 72 Quadratmeter) – sind ohne Aufzug zu erreichen. Der Mietpreis liegt bei 8,50 bis 9,50 Euro pro Quadratmeter. Eine stattliche Summe, die bisher höchste, die die Wobag verlangt. Der Durchschnittsmietpreis des Unternehmens liegt bei 5,10 Euro. „Aber es ist ein Neubau in bester Lage mit guter Ausstattung sowie Außen- und Tiefgaragenstellplätzen“, rechtfertigt Uta Woge.

Die Ausschreibungen für den Vorplatz in der August-Bebel-Straße sind auch gelaufen. Wer den Zuschlag bekommt, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber, dass es Wasserspiele in dem Bereich geben soll. „Ich glaube, dass das einer der attraktivsten Plätze in Grevesmühlen werden wird“, sagt Uta Woge. Wenn der Winter dem Bauvorhaben keinen Strich durch die Rechnung macht, soll es mit dem Einzug der Mieter in Vorderhaus vollendet sein.

Weitere Bauvorhaben geplant

Die Wobag tüftelt bereits an weiteren Projekten. So will die Grevesmühlener Kommunale Bau GmbH (GKB) als Tochtergesellschaft der Wobag das Wohngebiet „Am Mühlenblick“ in der Nähe des Landwirtschaftsbetriebes erweitern. 16 neue Bauplätze sollen entstehen. „Wir hoffen, im kommenden Herbst beginnen zu können“, schildert Uta Woge. Um Lärmbelästigungen gerade im Ernteverkehr durch Fahrzeuge des Landwirtschaftsbetriebes zu vermeiden, soll ein hoher Erdwall errichtet werden. Damit hofft die GKB auch auf den Verkauf der beiden Grundstücke im ersten Bauabschnitt am Rosenweg. Bisher waren die aus Immissionsschutzgründen nicht für die Wohnbebauung, sondern nur für stilles Gewerbe geeignet. Dafür habe sich allerdings niemand gefunden, so Uta Woge.

Ein Zukunftsprojekt ist auch die Erschließung einer größeren Fläche im Gebiet West I. In den nächsten drei bis fünf Jahren plant die Wobag dort weitere Häuser für betreutes Wohnen.

Technik, die begeistern soll

Die stadteigene Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Wobag) ist mit einer App am Start. Quelle: JANA FRANKE

Technisch mitmischen will die Wobag nun auch mit einer App fürs Handy. Bisher gibt es diese nur für Android-Geräte, auf Apple-Produkten kann sie voraussichtlich ab Januar bedient werden. „Wir wollen eben mit der Zeit gehen“, umschreibt es Uta Woge kurz. Junge Leute informieren sich viel übers Handy und so haben sie die Leistungen der Wobag quasi immer dabei. Nutzer haben direkten Zugriff auf die Internetseite des Unternehmens, können direkt Kontakt mit Mitarbeitern aufnehmen, ersehen die Öffnungszeiten und können sich über freie Wohnungen informieren. „Ebenso wird es für Mieter ein Formular für Mängelanzeigen geben. Zeitnah planen wir auch einen Log-In, sodass Mieter ihre Betriebskostenabrechnung oder ihr Mieterkonto einsehen können“, verrät die Wobag-Geschäftsführerin.

Über das Unternehmen

Die Wobag verwaltet allein in Grevesmühlen etwa 1800 Wohnungen. Hinzu kommen weitere in Gadebusch, Boltenhagen und den umliegenden Gemeinden von Grevesmühlen. Insgesamt kommt das Unternehmen auf einen Bestand von 2300 Wohnungen.

20 Mitarbeiter hat die Geschäftsführerin unter sich. Weitere werden gesucht. „Vor allem Menschen, die sich weiterentwickeln wollen“, wirbt Uta Woge. Vor allem in der Instandhaltung und im technischen Bereich benötigt sie noch Unterstützung.

Kontakt: 03881/78370

Jana Franke

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