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Nordwestmecklenburg So zeigt sich der Landkreis im Internet
Lokales Nordwestmecklenburg So zeigt sich der Landkreis im Internet
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06:00 30.07.2019
Mit einer 360-Grad-Kamera bewaffnet ist Tobias Böse im Landkreis unterwegs, um Empfehlenswertes einzufangen – hier bei Janny’s Eis in Grevesmühlen mit einer bunten Leinwand, die Monika Schröder aus Grevesmühlen gestaltete. Quelle: JANA FRANKE
Grevesmühlen

 Wer nimmt ihn nicht gern an, den einen oder anderen Geheimtipp im Urlaub? Von denen hat das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern – und erst recht der Landkreis Nordwestmecklenburg – einige zu bieten. Die Tipps gebündelt auf einer Internetseite zu bringen, war die Idee von Tobias Böse aus Boltenhagen. Daraus ist das Projekt „Schau in MV“ geworden, im Internet unter https://schau-in-mv.de zu finden.

Egal ob auf dem Handy, Tablet oder am PC: Die Nutzer werden zu einer virtuellen Tour eingeladen und können sich Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Gastronomiebetriebe und vieles mehr in 360-Grad-Sicht anschauen. Zunächst wollte sich Tobias Böse nur auf die Ostseeregion beschränken. Wo kann ich essen gehen? Was sollte ich unbedingt gesehen haben? Wo kann ich ein Souvenir ergattern? Mit einem Kumpel baute er die Idee Stück für Stück aus.

Da der Boltenhagener beruflich über ein großes Netzwerk verfügt, er arbeitet bei der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar, erfuhren immer mehr von seinem Vorhaben – acht weitere stiegen in das Projekt ein. „Mittlerweile haben wir uns auf ganz MV ausgedehnt“, freut er sich. Das nächste Ziel ist, sogar über die Grenze nach Schleswig-Holstein zu gehen. „Aber das muss langsam wachsen. Zunächst konzentrieren wir uns auf MV“, meint er.

Bewaffnet mit 360-Grad-Kameras sind die zehn Leute im Bundesland unterwegs. Tobias Böse war zuletzt zum Beispiel bei Brita Buttkewitz von Janny’s Eis in Grevesmühlen. Das Lokal für das Rundumfoto nett herzurichten, hat länger gedauert, als die Kamera zu betätigen, erzählt sie lachend. Ein Klick und alles war im Kasten. Mit der 360-Grad-Kamera, die mit dem Handy von Tobias Böse verbunden ist, werden mit einem Daumendruck zwei 180-Grad-Fotos gemacht. „Die werden am Ende zusammengerechnet“, erklärt er.

„Wir sind keine Agentur, sondern eine ständig wachsende Gemeinschaft von Mitstreitern, die es sich aus Liebe zum schönsten Bundesland zur Aufgabe gemacht hat, unser schönes Land anderen zu zeigen“, umschreibt Tobias Böse. Eben nach dem Motto „Schau dich um!“ Brita Buttkewitz ist über Facebook auf das Projekt aufmerksam geworden – und war sofort begeistert.

Werbung für den Landkreis – im großen Stil kann man schon sagen – macht auch ein junger Mann aus Grevesmühlen auf Facebook. Seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen, im sozialen Netzwerk präsentiert er sich als „Chefchen“. „nw-mecklenburg“ ging 2001 an den Start. „Ich fotografiere gern und habe die Fotos zunächst auf meiner eigenen Seite veröffentlicht“, erinnert er sich. Dann entstand die Idee von „nw-mecklenburg“.

Die Reichweite, die „Chefchen“ in den Jahren erzielt hat, ist enorm. Mehr als 21000 Fans zählt er. Vor allem durch den Tornado in Bützow im Mai 2015 ist die Zahl gestiegen. „Ich habe damals Fotos zugeschickt bekommen und die öffentlich gemacht“, sagt er. Seine Beiträge wurden gelikt, geteilt, kommentiert – und die Seite schließlich abonniert.

Aus der einstigen Fotoseite ist längst eine mit Servicecharakter geworden. Regelmäßig werden Wetterberichte, Veranstaltungen und sogar Polizeimeldungen gezeigt; ebenso Suchanzeigen für Tiere. „Ich sortiere alles vor und entscheide letztlich, was veröffentlicht wird“, sagt er. Auch die Kommentare behält er im Blick. Sollte ein unangemessener dabei sein, behält er sich vor, diesen zu verbergen oder zu löschen. Auch die Artikel der OZ teilt „Chefchen“ gern. „Es ist ein Hobby neben der Arbeit“, sagt er.

Infos rund um Grevesmühlen liefern auch die Facebook-Seiten „Mein Grevesmühlen“ und „GVM INFO Grevesmühlen“. Und dann sind es zum Beispiel der Landkreis selbst und die Kurverwaltung Boltenhagen, die über das soziale Netzwerk ihre Fans informiert. Auch Schönberg ist unter „Was ist los in Schönberg/Meckl.?“ auf Facebook zu finden.

Jana Franke

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