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Nordwestmecklenburg Soll Wachdienst in Schule Streife gehen?
Lokales Nordwestmecklenburg Soll Wachdienst in Schule Streife gehen?
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14:34 12.03.2019
Die Schule in der Dassower Straße in Schönberg besteht aus dem 1980 eröffneten Unterrichtsgebäude, der 1981 fertiggestellten Sporthalle (l.) und einem Container, der als Übergangslösung gedacht war. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Zuerst 1,2 Millionen Euro ausgeben, um den Brandschutz in einer 39 Jahre alten Schule zu verbessern, und wenig später für noch mehr Geld die Schule neu bauen? Das wollen Stadtvertreter in Schönberg verhindern. Für das Unterrichtsgebäude in der Dassower Straße ziehen sie jetzt auch Unkonventionelles in Betracht: Für eine Übergangszeit Mitarbeiter eines Wachdienstes einsetzen, die in dem Gebäude Streifen gehen und so die Sicherheit verbessern.

Ob diese Variante vorübergehend möglich ist, soll das Amt Schönberger Land zusammen mit der Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg prüfen. Dafür hat sich eine Mehrheit des Hauptausschusses der Schönberger Stadtvertretung ausgesprochen. Sie fordert das Amt auch auf, zu informieren, wie lange eine Gegenüberstellung der Kosten für einen Neubau der Schule beziehungsweise eine umfassende Sanierung plus Erweiterung noch dauert.

Jörn Stange (SPD-Fraktion) erklärte: „Dem Kreis muss daran gelegen sein, dass wir nicht vielleicht 1,2 Millionen Euro versenken.“ Marian Stickel (CDU-Fraktion) forderte: „Man muss alle Fakten vorliegen haben, bevor man hier Entscheidungen trifft.“ Ronny Freitag (Kommunale Wählergemeinschaft) betonte, dass die Stadtvertretung am 25. September vorigen Jahres beschloss: „Auf der Grundlage der derzeitigen und der zukünftigen Entwicklung der Schülerzahlen der Regionalschule mit Grundschule soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden unter Beachtung des Brandschutzkonzeptes zur Sanierung und Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes im Vergleich zu einem Schulneubau.“ Freitag kritisiert nun: „Wir sprechen seit 205 Tagen über die Schule, ohne dass der Vergleich vorliegt.“ Pläne für ein neues Verwaltungsgebäude in der Dassower Straße seien dagegen sehr schnell fertig gewesen. Eine Mitarbeiterin des Amtes antwortete, der Vergleich werde derzeit erarbeitet. „Das läuft.“

Anlass für die Debatte ist ein Vorschlag des Amtes: „Die Stadt Schönberg fasst den Beschluss, die brandschutztechnische Gebäudesanierung der Regionalen Schule mit Grundschule Schönberg auf der Grundlage der vorgelegten Planung vorbehaltlich der noch ausstehenden Baugenehmigung durchzuführen.“ Das Amt erläutert, das Gebäude sei wegen der bestehenden Mängel im Brandschutz zu sanieren. Bei einer Brandverhütungsschau durch den Landkreis seien diverse Unzulänglichkeiten festgestellt worden. Das Amt führt aus: „Die brandschutztechnische Sanierung der Schule ist eine Pflichtaufgabe der Stadt Schönberg und muss nach erteilter Baugenehmigung umgehend durchgeführt werden.“ Der Landkreis Nordwestmecklenburg fordere „mit sehr hoher Dringlichkeit“, die Mängel zu beseitigen. Unter anderem sei geplant, Fluchtwege durch automatische Brandschutzvorhänge zu sichern. Beim Innenministerium sei ein Antrag auf eine Sonderbedarfszuweisung gestellt. Die ersten Arbeiten sollten in den Sommerferien erledigt werden, so das Amt.

Marian Stickel kritisiert: „Es wird uns die Pistole auf die Brust gesetzt. Es läuft auf einen Neubau hinaus und vorher sollen wir 1,2 Millionen Euro ausgeben.“ Eine brandschutztechnische Sanierung allein genüge nicht für die Zukunft der Schule in der Dassower Straße. Stickel betonte im Hauptausschuss der Stadtvertretung: „Wir sind das entscheidende Gremium. Nicht die Verwaltung entscheidet, was in der Stadt gebaut wird.“

Jürgen Lenz

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