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Nordwestmecklenburg Sondergenehmigungen für Strandritte
Lokales Nordwestmecklenburg Sondergenehmigungen für Strandritte
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18:15 08.03.2014
Klütz

Reiten am Strand, am besten während des Sonnenuntergangs - damit wird viel geworben, doch möglich ist es nur an wenigen Küstenabschnitten. Das gilt vor allem für die Sommermonate, in denen viele Reiturlauber aber eben auch viele Badegäste an der Ostsee in Nordwestmecklenburg sind. Die Stadt Klütz will zwei Reiterhöfen jetzt Sondergenehmigungen erteilen. Damit könnten ihre Gäste in geführten Gruppen auch während der Badesaison von Mai bis Oktober am Strand reiten - ab 18 Uhr am Abschnitt westlich des Anlegers in Wohlenberg.

Zumindest bei den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt fand der Antrag vom Reit- und Fahrhof Gabriel in Boltenhagen und dem Pferdehof Frank Rudolph in Oberhof Anklang.

„Touristisch gesehen muss hier so etwas angeboten werden und wir sollten das zulassen“, sagte Armin Griese (CDU). Er wies aber auch auf den Zustand des Strandes in Wohlenberg hin: „Momentan ist der eigentliche Badestrand östlich des Anlegers nicht mehr in so gutem Zustand. Jetzt ist es links schöner, wo der Hundestrand ist und wir das Reiten erlauben wollen.“ Daran sollte auch etwas geändert werden.

Zum Umgang mit Pferden am Strand, sagte Torsten Gromm vom Ordnungsamt Klützer Winkel, das Reiten sei immer „irgendwie geduldet“ worden. Es habe auch immer mal Beschwerden von Urlaubern gegeben, denen aber nur selten nachgegangen werden konnte. Nun soll der Strandritt rechtlich sicher geregelt werden.

Das heißt: Künftig darf in Wohlenberg westlich des Anlegers auch während der Badesaison geritten werden. Allerdings erst nach 18 Uhr und nur mit Sondergenehmigung vom Amt Klützer Winkel.

Schon 2010 hatten die Stadtvertreter in Klütz sich mit genau diesen Punkten befasst. Doch damals fehlten noch Genehmigungen des Staatlichen Amtes für Umwelt- und Naturschutz. Schon vor dieser Diskussion hatten die Reiterhöfe jährlich um eine Genehmigung von Strandritten gebeten. Jetzt können sie offenbar, sobald die neue Satzung von der Stadtvertretung beschlossen ist, die Sondergenehmigung beantragen.

Den Reiterhöfen ist das Thema vor allem aus Sicht ihrer Urlauber wichtig. „Ich bekomme doch jetzt schon Post aus Österreich von Reitern, die sich auf den Urlaub hier freuen“, sagt Karl-Heinz Gabriel aus Boltenhagen. Er kritisiert, dass auf etlichen Urlaubskatalogen mit Reitern am sonnigen Strand geworben wird, genau dieses Reiterlebnis aber fast nirgendwo erlaubt ist. „Sie wollen das Naturerlebnis und auch mal galoppieren. Wichtig ist dabei wie im Straßenverkehr die gegenseitige Rücksichtnahme“, sagt Gabriel über die Nutzung des Strandes. Ausschussmitglied Arne Nölck erklärte:

„Auch bei uns in Oberhof gibt es viele Reiter, die nach einer Erlaubnis zum Strandritt fragen.“ Im Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltausschuss einigten sich die Mitglieder darauf, für eine Sondernutzung 30 Euro pro Monat verlangen zu wollen. Daher wurde auch die Gebührensatzung für die Strandbenutzung geändert, was noch von den Stadtvertretern beschlossen werden muss. Aufgrund der schlechten Haushaltslage der Stadt und der Auflage, ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen, war in der Satzungsänderung eine Erhöhung der Gebühren zur Strandnutzung von 2 Euro auf 2,50 Euro vorgesehen. „Damit liegen wir dann bei den gleichen Gebühren wie Boltenhagen und Hohenkirchen. Aber für den Strand das gleiche zu verlangen, ist heftig“, befand Armin Griese. „Ich halte das auch nicht für vertretbar“, sagt die Ausschussvorsitzende Angelika Palm. „Wir bleiben in unserer Empfehlung an die Stadtvertretung bei den bisherigen 2 Euro.“

Malte Behnk

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