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Nordwestmecklenburg Stadt greift Vereinen unter die Arme
Lokales Nordwestmecklenburg Stadt greift Vereinen unter die Arme
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17:32 13.03.2019
Zahlreiche Kinder und Jugendliche starten alljährlich beim Oberteichlauf in Schönberg. 2019 unterstützt die Stadt den Wettbewerb des Vereins „Jugend und Freizeit“ mit 700 Euro. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Schönberg

Die Stadt Schönberg greift ortsansässigen Vereinen in diesem Jahr mit 7530 Euro unter die Arme. Wie das Geld für Veranstaltungen und andere Aktivitäten verteilt wird, das hat der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales entschieden. Ihm lagen 18 Anträge von zwölf Vereinen vor. Sie wollten insgesamt 9290 Euro haben. Das sind 710 Euro weniger als die 10 000 Euro, als in den Haushalt der Stadt für 2019 eingestellt werden sollen. Trotzdem gehen einige Vereine leer aus.

So bekommt der Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg nicht die 400 Euro, die er sich als Zuschuss der Stadt für Busfahrten nach Zarrentin und Ludwigslust erhofft. Nach Auskunft der Amtsverwaltung Schönberger Land hat der Heimatbund seinen Antrag erst nach Ablauf der Einreichungsfrist abgegeben.

Ebenfalls leer gehen der Ortsverband Schönberger Land des Sozialverbands Deutschland und der Verein „Tanzland“ aus. Mit weniger Geld als beantragt muss sich die Schönberger Schützenzunft nach der Entscheidung des städtischen Ausschusses begnügen. Kein Geld bekommt sie für ein Nachtschießen und einen „Tag mit der Grundschule“. Das Schützenfest und den Volkskönigsschuss unterstützt die Stadt dagegen mit insgesamt 200 Euro.

Bei allen anderen Vereinen gewährte der Ausschuss die beantragten Zuschüsse in voller Höhe. Den größten Einzelbetrag bekommt der Verein „Haus des Kindes“: 780 Euro für einen öffentlichen Laternenumzug. Außerdem erhält der Verein 600 Euro fürs Kinderfest am Schönberger Naturbad und 400 Euro für seine Beteiligung am Lichterlauf. Über insgesamt 1550 Euro kann sich der Grundschulförderverein freuen. Er beteiligt sich am Stadtfest, Sommerferienprogramm, Schulgartenfest, Kinderfest am Naturbad und Lichterlauf an den Karpfenteichen. Ebenfalls Geld der Stadt bekommt er für eine Mottoparty im Schönberger Kino.

Der Verein „Jugend und Freizeit“ erhält 700 Euro für den 22. Oberteichlauf und 400 Euro für das Turnier „Volley Classics“. Mit 600 Euro unterstützt die Stadt Schönberg in diesem Jahr öffentliche Konzerte des „Vereins für Kommunikation, Umwelt und Kultur“. 450 Euro bekommt der Förderverein der Schönberger Feuerwehr für Aktivitäten an Tagen der offenen Tür. Insgesamt 1000 Euro gehen an den Schönberger Carneval-Club. Er hatte den Zuschuss für seine Faschingsveranstaltungen beantragt. Die niederdeutsche Bühne „Schönbarger Späldäl“ erhält 600 Euro. Öffentliche Veranstaltungen des DRK-Ortsverbands Schönberg unterstützt die Stadt in diesem Jahr mit 250 Euro.

Geld nur bei Nachweis

Vereine in Schönberg müssen Zuschüsse der Stadt bis Jahresende mit einem Verwendungsnachweis abgerechnet haben. Vereine, die dieser Forderung nicht nachkommen, müssen das Geld an die Stadt zurückzahlen. Das hat unverzüglich zu geschehen, wenn die Veranstaltung nicht stattfindet oder nicht alle zur Verfügung gestellten Zuschüsse verbraucht wurden.

Unabhängig von Zuschüssen für Veranstaltungen beantragt der Verein „Badeteich Schönberg“, in diesem Jahr Bewirtschaftungskosten für das stadteigene Naturbad bis zu einem Gesamtbetrag von 20 000 Euro zu tragen. Die Entscheidung dazu treffen die Stadtvertreter voraussichtlich am Donnerstag kommender Woche. Eine Mehrheit des Hauptausschusses der Stadtvertretung empfiehlt, dem Antrag des Vereins zu entsprechen.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Hauptausschusses dafür aus, den Wunsch des FC Schönberg 95 nach einem einmaligen Zuschuss von 5000 Euro zu erfüllen. Auch hier hat die Stadtvertretung voraussichtlich am kommenden Donnerstag das letzte Wort. Wie berichtet, musste der FC 95 im außergewöhnlich trockenen Jahr 2018 fast 8500 Euro ausgeben, um Wasserrechnungen zu begleichen. Die Bewirtschaftungs- und Unterhaltungskosten für das stadteigene Palmbergstadion, den Trainingsrasen und den Kunstrasenplatz summierten sich schließlich auf mehr als 69 000 Euro. Der FC bekommt laut Pachtvertrag aber nur 40 000 Euro pro Jahr von der Stadt für Bewirtschaftung und Unterhaltung der Anlagen, die auch für den Schulsport genutzt werden. Der Fußballclub weist in einem Schreiben an die Stadt auch darauf hin, dass die Kosten seit Jahren steigen – und somit der Anteil des FC wächst. Außerdem sei der Verein von 250 Mitgliedern auf 400 gewachsen und investiere in die Sportanlagen.

Jürgen Lenz

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