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Nordwestmecklenburg Städtische Wohnungen sind gefragt
Lokales Nordwestmecklenburg Städtische Wohnungen sind gefragt
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17:24 18.10.2018
Das Bechelsdorfer Schulzenhaus ziert in Schönberg die neu gestaltete Fassade eines Mehrfamilienhauses der stadteigenen Wohnungsgesellschaft.
Das Bechelsdorfer Schulzenhaus ziert in Schönberg die neu gestaltete Fassade eines Mehrfamilienhauses der stadteigenen Wohnungsgesellschaft. Quelle: Jürgen Lenz
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Schönberg/Dassow

 Der Wohnungsmarkt in Schönberg und Dassow brummt. Die Leerstandsquote in den Häusern der stadteigenen Grundstücksgesellschaften ist minimal. Vor diesem Hintergrund fassen die beiden Städte den Bau neuer Mehrfamilienhäuser ins Auge. Der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) sagt: „Frau Post ist zurzeit auf der Suche nach Grundstücken.“ Das bestätigt Heike Post, Geschäftsführerin der Grundstücksgesellschaft Schönberg (GGS), auf Anfrage.

Ein Segelboot prangt auf der Fassade eines Mehrfamilienhauses der Grundstücksgesellschaft Dassow. Quelle: Jürgen Lenz

Auch für die Grundstücksgesellschaft Dassow (GGD) gibt es nach Auskunft der amtierenden Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD) Überlegungen für einen Neubau. Der Bedarf dafür sei vorhanden, sagt die Bürgermeisterin von Dassow.

In Schönberg sieht der Stadtvertreter Marian Stickel (CDU-Fraktion) ebenfalls eine große Nachfrage. Stickel sagte unlängst in einer Sitzung der Schönberger Kommunalpolitiker, es solle überlegt werden, über die GGS neue Gebäude zu errichten. Aus Sicht von Wohnungsuchenden sei die Marktlage in Schönberg „sehr bescheiden“.

In Schönberg wie auch in Dassow kommt ein Neubau allerdings nicht kurzfristig infrage. Sollten aus den Überlegungen konkrete Bauprojekte werden, müssten zunächst einmal die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden – und das braucht viele Monate.

Finanziell stehen die städtischen Grundstücksgesellschaften in Schönberg und Dassow besser da denn je. Sowohl die Bilanz der GGS als auch die der GGD weisen in den letzten zwei Jahren einen Überschuss aus. Die finanziellen Verhältnisse der beiden Gesellschaften geben nach Beurteilungen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keinen Anlass zu wesentlichen Beanstandungen. Die Aufsichtsräte und die Stadtvertretungen haben die Jahresabschlüsse gebilligt. Die erzielten Gewinne sollen nach ihren Willen nicht in die Haushalte der Kommunen übertragen werden. Das entspricht dem erklärten Ziel der Gesellschaften, ihre Aufgaben auch in Zukunft aus eigener Kraft zu erfüllen. Dabei geht es nicht nur um mögliche Neubauten. Beide Gesellschaften, deren Wohnungen von der Gadebuscher Immobilienbetreuungsgesellschaft (GIB) verwaltet werden, verfolgen das Ziel, „junge Mieter zu binden, aber auch die vorhandenen Wohnungen den Bedürfnissen der zunehmend älteren Bevölkerung anzupassen, um den Mietern so lange es geht ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.“

Größte Anbieter

312 Wohnungen mit insgesamt 17046 Quadrametern gehören der stadteigenen Grundstücksgesellschaft Schönberg. Sie ist der größte Wohnungsanbieter in der Stadt. In ihrem Eigentum sind auch 170 Garagen und 231 Stellplätze im Freien. Der Wohnungsbestand der Grundstücksgesellschaft Dassow ist deutlich kleiner. Ihr gehören 125 Wohnungen mit insgesamt 6726 Quadratmetern. Damit ist sie der größte Anbieter in Dassow. Alle Grundstücke für Betriebe, die die GGD vor einigen Jahren im Gewerbegebiet „Holmer Berg“ erschlossen hat, sind mittlerweile verkauft.

Dass die Wohnungen der GGS sehr gefragt sind, liegt nach Heike Posts Einschätzung auch an der guten Infrastruktur in Schönberg mit Kindertagesstätten und Schulen aller Art. In Dassow komme „ein unwahrscheinlich positiver Vermietungsfaktor“ hinzu: die zahlreichen Arbeitsplätze im Gewerbegebiet „Holmer Berg“.

Lutz Götze sagt: „Wir fahren gut mit der GIB.“ Lob kommt auch von Annett Pahl: „Ich bin mit der Arbeit von Frau Post sehr zufrieden.“ Das scheint auch die Geschäftsführerin zu sein. Sie hebt hervor, die Zusammenarbeit mit den Aufsichtsräten und den städtischen Gesellschaftern sei gut.

Jürgen Lenz

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