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Nordwestmecklenburg Am Klütz Höved drohen Abbrüche
Lokales Nordwestmecklenburg Am Klütz Höved drohen Abbrüche
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16:49 07.01.2019
Das Kliff Klütz Höved liegt zwischen Brook und Boltenhagen an der Küste im Klützer Winkel mit 37 Metern ist es die höchste Küste Mecklenburgs. Nach dem Sturm vom 2. Januar bricht die Küste an manchen Stellen in großen Schollen ab. Quelle: MALTE BEHNK
Boltenhagen

Das Sturmtief „Zeetje“ hat Einsätzkräfte am 2. und 3. Januar in Atem gehalten, weil die Ostsee teilweise über ihre Ufer trat und viel angeschwemmtes Material beseitigt werden musste. Auch an den Steilküsten Mecklenburg-Vorpommerns hat das Meer während des Sturms genagt.

Das höchste Ufer der mecklenburgischen Küste ist das Klütz Höved – Steilküste zwischen Brook und Boltenhagen. Sie ist bis zu 37 Meter hoch, bröckelt aber jedes Jahr etwa 30 Zentimeter ab. Durch den Sturm und das Hochwasser könnten jetzt aber weitaus größere Schollen abrutschen und Spaziergänger auf dem Kliff und darunter am Strand gefährden.

An der Steilküste bei Redewisch sieht man nach dem Sturm wie hoch das Wasser stand. Quelle: Michael Prochnow

Besonders auffällig sind die Schäden an der Steilküste von Boltenhagens Ortsteil Redewisch. Dort haben sich schon auf dem Wanderweg nah des Kliffs Risse im Erdboden gebildet. Große Risse klaffen etwas näher an der Steilküste. Dort sind große Brocken abgerutscht und es hängen noch große Massen Erdreich locker im oberen Teil des Kliffs. „Wir haben die gefährlichen Stellen abgesperrt und warnen mit Schildern vor den gefahren der Steilküste“, sagt Boltenhagens Bauhofleiter Wilfried Nix. Allerdings bleibe abzuwarten, was das Wetter der nächsten tage und Wochen bereithalte. „Wenn es jetzt Frost gibt und das Wasser in den Rissen gefriert, werden weitere Teile abbrechen“, prophezeit er. „Ich schätze die Gefahr weiterer Abbrüche als relativ groß ein“, sagt Nix.

Spaziergänger sollten sich unbedingt an die Warnhinweise der Gemeinde und die Informationen zur besonderen Beschaffenheit der Steilküsten, die das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt herausgibt, beachten. Vorsicht ist vor allem bei schmalen Strandabschnitten mit steilen oder überhängenden Kliffs geboten. Es wird geraten, sich in diesen Bereichen mit Umsicht zu verhalten und oberhalb derselben nur die gekennzeichneten Wege zu benutzen.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kalkhorst erstreckt sich die Steilküste von Brook bis zwischen Elmenhorst und Steinbeck. „Es ist viel Treibgut angespült worden und es sind etliche Bäume ausgerissen“, sagt Marion Grunenberg, die die Arbeiten des Bauhofs in der Gemeinde Kalkhorst koordiniert. „Die Bauhofmitarbeiter haben jetzt viel aufzuräumen, weil die Leute auch wegen des Sturms an den Strand möchten. Einige haben auch schon Bernstein gefunden“, sagt sie. Dennoch ist der Strandbesuch an den Steilküsten mit Vorsicht zu genießen. „Wir müssen sehen, was der nächste Sturm bringt“, sagt Grunenberg.

Gefahr nach Frost und Regen

Das Kliff am Klütz Höved zwischen Brook und Boltenhagen ist mit 37 Metern das höchste Ufer an der mecklenburgischen Küste. Es zählt zu den besonders von der Abtragung betroffenen Steilufern. Immer wieder kommt es hier zu Rutschungen und Abbrüchen. Charakteristisch für dieses Kliff ist das langsame Abgleiten großer Schollen.

Besonders gefährlich ist es auf dem Kliff und am Strand darunter nach starken Niederschlägen, nach Frost, bei Sturm sowie während und nach Hochwasser.

Die am Strand abgelagerten Erdmassen werden vom Meer abgetragen. Dadurch weicht das Ufer durchschnittlich um 30 Zentimeter pro Jahr zurück. Stürme mit Hochwasser wie am 2. Januar können das verstärken. Der ausgespülte Sand wird längs des Ufers abtransportiert und am Strand von Boltenhagen abgelagert.

Der Bauhof der Stadt Klütz ist für die Küste von Steinbeck bis Redewisch zuständig. „Dort gibt es einige ordentliche Abrutschungen“, sagt Bauhofleiter Daniel Jenner. „Außerdem ist viel Bruchholz angespült worden und wir haben einen toten Schweinswal entdeckt, der vom Meeresmuseum abgeholt wurde“, sagt er. Auch wenn die Bauhofmitarbeiter jetzt offensichtliche Gefahrenstellen beseitigt haben, mahnt auch Jenner zur Vorsicht an der Steilküste. „Es können sich weiter oben immer noch Bäume lösen, die schon stark ausgespült sind.“ Hinweisen auf mögliche Gefahrenstellen gehen die jeweiligen Bauhöfe gerne nach. Informationen dazu können beim Amt Klützer Winkel in Klütz eingereicht werden.

Malte Behnk

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