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Nordwestmecklenburg Feuerwehren Sonntag und Montag im Dauereinsatz
Lokales Nordwestmecklenburg Feuerwehren Sonntag und Montag im Dauereinsatz
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16:40 30.09.2019
Nachdem am Sonntag ein Brand in einer Strohmiete in Kalkhorst ausgebrochen war, sind Feuerwehrleute am Montag noch mit Löscharbeiten beschäftigt. Mit einem Radlader wird das glühende Stroh verteilt und gelöscht. Quelle: Malte Behnk
Kalkhorst

Nach mehr als 24 Stunden Löscharbeiten von bis zu fünf Feuerwehren qualmte es am Montag immer noch in dem Strohlager der Norica Milchhof GmbH am Rand von Kalkhorst. Erst kurz vor 16 Uhr konnte der Einsatzleiter „Feuer aus“ melden. Dann begannen für die Feuerwehrleute die Aufräumarbeiten. „Wir müssen jetzt Schläuche und Pumpen einpacken, weil wir Löschwasser aus den Teichen in Kalkhorst gepumpt hatten, als am Sonntag zeitweilig das Hydrantennetz zusammengebrochen war“, erklärte Kalkhorsts Gemeindewehrführer Rainer Oppor.

Etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Etwa 2000 Strohballen waren auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebs aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten. Etwa 100 Feuerwehrleute waren seit Sonntagmorgen gegen 2 Uhr im Einsatz.

Wind drehte während des Löschens

„Nachdem der Wind doch noch gedreht hat und in Richtung der Biogasanlage auf dem Gelände wehte, haben wir uns entschlossen, das Stroh mit einem Radlader auseinanderzuziehen und zu löschen“, sagte Rainer Oppor am Montagvormittag, als erneut Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Klütz gegen Glut und Flammen kämpften. „Wir wollen verhindern, dass doch noch Funken zur Biogasanlage gelangen.“

Radlader verteilt glühendes Stroh

Bei ihren Löscharbeiten wurden die Feuerwehrleute auch vom Personal des Agrarbetriebs unterstützt. „Ein Mitarbeiter, der die Maschine gut kennt, fährt den Radlader“, sagte Oppor. „Er macht das sehr gut. Er fährt zügig aus dem Rauch heraus und die Kameraden können seine Schaufel mit Hydraulikschläuchen schnell kühlen“, beschrieb Oppor die Zusammenarbeit beim Löschen. Im Zweifelsfall hätte die Aufgabe im Radlader auch ein Feuerwehrmann übernehmen können.

Mit mehreren Strahlrohren wurde das Stroh weiter durchnässt. „An den gepressten Quaderballen perlt das Wasser aber nur ab. Deswegen müssen wir es jetzt verteilen, um alles zu löschen“, erklärte Rainer Oppor. Bis zum Wechsel der Windrichtung sollte das Stroh kontrolliert abbrennen.

Asche flog drei Kilometer weit

Dazu hatten sich am Sonntag und während der Nacht Kräfte der Feuerwehren aus Kalkhorst, Elmenhorst, Dassow, Boltenhagen und Klütz erst bei der Brandbekämpfung unterstützt und dann in Schichten abgewechselt. Zusätzlich zum Feuer wirkten Regen und starker Wind auf sie ein. „Ich wurde von einem Anwohner in Hohen Schönberg angerufen, dass verbranntes Stroh bis dorthin geweht wurde“, berichtete Rainer Oppor, dass Auswirkungen des Brandes auch im fast drei Kilometer entfernten Nachbarort bemerkbar waren. „Ich habe dokumentiert, dass Asche auf ein Auto gefallen war und geraten, sie erst mal mit klarem Wasser abzuwaschen“, so Oppor.

Dank für Unterstützung

Der Kalkhorster Gemeindewehrführer dankt ausdrücklich den Kameraden der benachbarten Feuerwehren für ihren Einsatz. „Außerdem hat sich unser Verpflegungsteam ganz toll um alle Einsatzkräfte gekümmert“, sagte Oppor, der damit Freunde und Familien der Feuerwehr aus Kalkhorst meinte. „Die Betreiber des Konsum in Kalkhorst haben ihrer Mitarbeiterin Jacqueline Lenschow erlaubt, die ganze Nacht über dort Getränke und Snacks für uns vorzubereiten“, dankte Oppor.

Die Norica Milchhof GmbH gehört zur Ceres Agrargesellschaft mbH, die auch einen Milchviehbetrieb in Mallentin hat. Dort war es im April ebenfalls in einem Strohlager zu einem großen Brand gekommen, der neun Feuerwehren in Atem gehalten hatte. Bei dem Brand im April waren in Mallentin wie auch jetzt in Kalkhorst keine Rinder verletzt worden. Allerdings bedeuten beide Brände einen finanziellen Schaden für das Unternehmen und es sind größere Mengen Futter und Einstreumittel vernichtet worden.

Erster Bericht zum Brand:

Feuerwehren löschen 2000 Strohballen

Von Malte Behnk

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