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Nordwestmecklenburg Taizé-Gottesdienst soll Nationen zusammenführen
Lokales Nordwestmecklenburg Taizé-Gottesdienst soll Nationen zusammenführen
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20:10 02.07.2014
Klaus-Peter Sandmann, Albrecht Pohl und Steffen Nowack (v. l. n. r.) bei einer Probe in der St.-Nikolai-Kirche. Quelle: Annett Meinke
Grevesmühlen

Am kommenden Mittwoch soll in der St.-Nikolai-Kirche ein Gottesdienst stattfinden, wie ihn das altehrwürdige Gemäuer noch nie erlebt hat. Orangefarbene Stoffsegel werden das Innere ausschmücken, Sonnenblumen Sommerstimmung verbreiten, Ikonenbilder im Kerzenschein zur Betrachtung einladen, die Sitzordnung wird aufgelockert, Sitzkissen können bei Interesse daran gegen einen Platz auf der Sitzbank eingetauscht werden. Das klingt schon ungewöhnlich, doch es wird noch interessanter: Es wird keine Predigt gehalten, stattdessen wird in der Kirche eine Band spielen und dazu einladen, gemeinsam mit anderen Verse in verschiedenen Sprachen zu singen, mit Unterstützung durch Chöre aus Gadebusch und Rehna.

Nach dem Gesang wird ein biblisches Wort zitiert — und dann soll Stille sein. Stille, in der den gerade gehörten, vielleicht auch miterzeugten Klängen nachgelauscht werden kann, um ein Gebet zu sprechen oder auch, um einfach nur dazusitzen, das Ambiente auf sich wirken lassen, über dieses oder jenes nachzusinnen.

„Jeder Mensch ist zum Taizé-Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche willkommen“, formuliert Reiner Wolff, Gemeindepädagoge aus Grevesmühlen das Anliegen dieses Gottesdienstes, in dem alle Sinne angesprochen werden sollen. Auch der Geschmackssinn, denn nach dem Gottesdienst wird ein Büfett präsentiert — Speisen der französische Küche, hergestellt von Austauschschülern nach original französischen Rezepten. „Die Schüler kommen aus St. Germain-du-Puy“, erklärt Steffen Nowack, Gemeindepädagoge aus Gadebusch. „Zwischen ihrem Heimatort und Gadebusch besteht eine Städtepartnerschaft.

Und weil ein Anliegen des Taizé-Gottesdienstes das Zusammenführen verschiedener Nationen ist, passt das doch. Wir werden genug zu essen vorbereiten, wir rechnen mit mindestens 200 Menschen.“

Steffen Nowack war es auch, der die Idee zu dieser Art von Gottesdienst aus Taizé mitbrachte und dabei half, sie in Gadebusch bereits fest zu etablieren. Taizé ist eine kleine französische Gemeinde in der Region Burgund. Bekannt wurde der Ort durch die „Gemeinschaft von Taizé“, ein internationaler ökumenischer Männerorden, der unter anderem ökumenische Jugendtreffen oranisiert.Zu diesen Treffen sollen Jahr für Jahr zehntausende, überwiegend junge Menschen kommen.

Einiges vom Geist von Taizé, so hoffen Steffen Nowack, Jugenddiakon Klaus-Peter Sandmann aus Wismar und Reiner Wolff, werde sich hoffentlich in Grevesmühlen zeigen. Sollte das Projekt von den Menschen aus Grevesmühlen und Umgebung angenommen werden, sei vorstellbar, zumindest einmal im Jahr einen Taizé-Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche abzuhalten. „Es könnte beim nächsten Mal vielleicht ein russisches Büfett geben oder vielleicht ein afrikanisches. Wir hoffen sehr, dass sich auch Menschen mit den verschiedensten Migrationshintergründen von diesem Gottesdienst angesprochen fühlen“, so Reiner Wolff.

Die orange Farbe der Stoffsegel steht übrigens für das Feuer des Geistes, das an diesem Abend in der St.-Nikolai-Kirche ganz besonders hell brennen soll.

Taizé-Gottesdienst: 9. Juli, 18 Uhr

Jugendtreffen in Taizé
Zu Ostern und in den Sommermonaten treffen sich im französischen Taizé (ungefähr zehn Kilometer nördlich von Cluny, Saône-et-Loire) Tausende von Jugendlichen, um an den internationalen Jugendtreffen teilzunehmen.



Jeder Teilnehmer wird eingeladen, einen Sinn für das eigene Leben zu finden und sich darauf vorzubereiten, zu Hause Verantwortung zu übernehmen. Inzwischen finden sich viele provisorische Gruppen, die auch außerhalb von Taizé in ähnlichem Stil Andachten und Gottesdienste feiern, beispielsweise in Form einer Nacht der Lichter.
„Wir werden genug zu essen vorbereiten. Wir rechnen mit 200 Menschen“
Steffen Nowack

Annett Meinke

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