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Nordwestmecklenburg Typisierungsaktion für erkrankten Vater aus Schönberg
Lokales Nordwestmecklenburg Typisierungsaktion für erkrankten Vater aus Schönberg
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14:02 22.05.2019
Stäbchen rein – Spender sein: Die gemeinnützige Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) ruft am Sonntag zu einer Typisierungsaktion in Schönberg auf. Quelle: DKMS
Schönberg

„In unserer Familie war es immer selbstverständlich, zu helfen“, sagt Saskia. Ihr 34-jähriger Bruder Sebastian ist an Blutkrebs erkrankt; erhielt vor drei Wochen die Diagnose. Eine Stammzellspende ist für den jungen Vater und Feuerwehrmann aus Schönberg die einzige Überlebenschance.

Der 34-jährige Sebastian hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist für den jungen Vater und Feuerwehrmann die einzige Überlebenschance. Quelle: privat

Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) rufen Saskia und ihre Familie zu einer Registrierungsaktion unter dem Motto „Familienvater sucht Lebensretter“ auf. Sie findet am kommenden Sonntag, dem 26. Mai, von 10 bis 15 Uhr im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schönberg (Amtsstraße 10) statt.

Der Ort ist nicht ohne Grund gewählt. „Mein Vater ist seit Jahrzehnten bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv und so sind mein Bruder und ich auch eingetreten – erst in die Jugendfeuerwehr und danach in den aktiven Dienst. Bei uns ist es normal, sofort zur Stelle zu sein, wenn andere Hilfe benötigen“, sagt Saskia.

Nachdem sich die Familie entschieden hatte, zusammen mit der DKMS eine Registrierungsaktion für Sebastian und andere Menschen ins Leben zu rufen, war eines sofort klar: „Wir machen das mit der Freiwilligen Feuerwehr Schönberg. Das ist ja auch irgendwie unser zweites Zuhause.“

Sebastian ist einer von vielen Patienten. Seine Schwester Saskia ist ausgebildete Krankenschwester; hat selbst viele Kinder mit Blutkrebs gesehen, die auf eine Knochenmarkspende gewartet haben. „Für einige dieser Kinder gab es leider keinen passenden Spender und sie haben den Kampf gegen den Blutkrebs verloren“, weiß sie. Saskia zögerte keine Sekunde und ließ sich damals sofort in die DKMS als potenzielle Spenderin aufnehmen, indem mit einem Wattestäbchen ein Abstrich der Wangenschleimhaut gemacht wird.

„Helfen kann so einfach sein: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!“ Mit diesem Slogan wirbt die DKMS nun auch in Schönberg. Angesprochen fühlen sollen sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren. „Es ist ja nicht nur für meinen Bruder, denn vielleicht findet dadurch auch ein anderer Erkrankter den langersehnten Spender. Es kann jeden treffen, ob persönlich, familiär oder im Freundeskreis. Deshalb versuchen wir so viele Menschen von unserem Vorhaben zu überzeugen“, sagt die engagierte Schwester des Erkrankten.

Auch Patricia Bunke, Landesfeuerwehrärztin des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, unterstützt die Aktion mit ihrem Team vor Ort. Dafür sieht sie sich mindestens in drei Funktionen: „Als Feuerwehrfrau, weil Kameradschaft und gegenseitige Hilfe Grundpfeiler in der Feuerwehr sind. Als Ärztin, weil Leukämie durch eine Stammzellspende heilbar ist und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie es Erkrankten, Familie und Freunde mit dieser Diagnose geht“, zählt sie auf.

Hoffen auf die lebensrettende Stammzellenspende: der 34-jährige Sebastian und seine Ehefrau. Quelle: privat

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