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Nordwestmecklenburg Umweltaktivisten mit dem Rad auf Tour
Lokales Nordwestmecklenburg Umweltaktivisten mit dem Rad auf Tour
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20:10 24.08.2018
Eine Müllsammelaktion soll die am Montag beginnende Tour abschließen. Quelle: Foto: Dpa
Hohen Schönberg/Boltenhagen

Die Umweltinitiative „die Meuterei“ aus Ostfriesland unternimmt in der kommenden Woche eine Tour mit etwa 20 Teilnehmern durch Nordwestmecklenburg. Dabei machen sie mehrfach Station im Klützer Winkel.

Die Mitglieder der „Mühlenmeute“, wie sich die Gruppe nennt, die in einer Windmühle lebt und arbeitet, starten ihre Radtour am 27. August auf dem Priwall. Von dort radeln sie den ehemaligen Kolonnenweg entlang bis nach Hohen Schönberg, wo sie den Biohof von Jörg Altmann und seinen Mitstreitern besuchen. An jeder Station der alternativen Radtour wurde ein Programm vorbereitet. So gibt es für die Radler nach ihrer Ankunft in Hohen schönberg erst eine Hofführung. Danach informiert Wolf Schmidt über die „neue Ländlichkeit“ am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns.

Am Dienstag fährt die Gruppe weiter nach Klein Hundorf bei Gadebusch. Dort geht es der „Mühlenmeute“ um die Dorfgemeinschaft. Dort leben 17 Erwachsene, elf Kinder und Jugendliche, außerdem drei Arbeitspferde, mehrere Katzen, Schafe, Hühner, Laufenten und ein paar Bienenvölker. Das Zentrum der Gemeinschaft ist das alte Gutshaus des Dorfes.

Nach der Ankunft der Radler steht Unterhaltung mit der Theatergruppe „Fräulein Brehms Tierleben“ auf dem Programm. Die Gruppe widmet sich in ihren Stücken bedrohten Tierarten. Nach dem Theater wird mit Produkten aus dem Foodsharing gekocht. Beim Foodsharing geben Menschen Lebensmittel weiter, die sie nicht mehr benötigen oder zu viel gekauft haben.

Dritte Station der „Meuterei“ ist der Olgashof in Dorf Mecklenburg. Dort beschäftigen sich die Teilnehmer der Tour mit dem Lebensraum Moor. Am Abend spielt das Duo „PaBaMeTo“, das aus den Zwillingsbrüdern Pay Bandik Nonn und Melf Torge Nonn besteht.

Die Kulturgärtnerei in Tressow ist die vierte Station der Radtour. Am Donnerstag gibt es dort unter anderem einen Kinoabend mit dem Film „System Error“. Am Freitag geht es in der Gärtnerei um Permakulturen. Dabei sollen dauerhaft funktionierende, naturnahe Kreisläufe genutzt werden.

„Eines unserer Ziele ist es, gute Initiativen zusammenbringen und zu einem ökologisch bewussten, gemeinschaftlichen Miteinander aufzurufen“, sagt Moritz Weber, ein Mitglied der „Mühlenmeute“. „Wir lassen uns entspannt über Feldwege, an Alleen vorbei, durch urige Bauerndörfer rollen und legen am Ende noch einen kleinen Abstecher am Meer ein.“

Eine der geplanten Aktionen ist nämlich ein gemeinsames Müllsammeln am Strand von Boltenhagen am 1. September. Treffpunkt ist um 13 Uhr der Strandaufgang 20. Stefan Jeske, der dort mit seiner Frau Tina Strandkörbe vermietet, hat schon länger Kontakt zum deutschen Ableger der Surf Rider Foundation, die sich für die Sauberkeit der Meere und Küsten einsetzt. Mit der Organisation hat Jeske schon einige Strandsäuberungen in Boltenhagen initiiert. Jetzt beteiligt sich auch die radelnde „Meuterei“ daran. „Gemütlich legen wir an sechs Tagen 160 Kilometer zurück“, sagt Moritz Weber. „Das ist relativ locker zu schaffen, auch für Nicht-Leistungssportler.“

Wer ist die „Mühlenmeute“ und was macht sie?

Die Initiatoren der Tour durch Nordwestmecklenburg arbeiten in Ostfreisland gemeinsam für eine Umweltstiftung.

Durch ihren Job stehen die Mitglieder der „Mühlenmeute“ in Kontakt mit einigen spannenden Projekten und Menschen, auch in Mecklenburg-Vorpommern,

die ihre Ideen von alternativen Lebensweisen in die Tat umsetzen

und die da wo sie sind aus der Reihe tanzen.

Informationen über

die Gruppe gibt es im Netz auf www.muehlenmeute.jimdo.com.

Malte Behnk

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