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Nordwestmecklenburg Verbindungsstraße bald keine Sackgasse mehr
Lokales Nordwestmecklenburg Verbindungsstraße bald keine Sackgasse mehr
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16:18 21.02.2019
Bereits in Schönberg weist ein Sackgassenschild darauf hin, dass die Straße zwischen Rupensdorf und Lockwisch gesperrt ist. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

 Es drohte eine unendliche Geschichte zu werden. Seit 2016 rückte der Neubau der Verbindungsstraße zwischen Lockwisch und Rupensdorf immer wieder in weite Ferne – mal wegen eines Rechtsstreits, mal weil kein Geld in der Kasse der Kommune war, mal weil auf Zuschüsse für den Bau gewartet wurde. Jetzt sind die lang erhofften Zuschüsse in Aussicht, die den Neubau möglich machen. Die Kreisverwaltung hat Gelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums angekündigt.

„Es ist zu begrüßen.“ Das sagt der Rupensdorfer Ortsteilvertreter Matthias Calm. Er hat sich jahrelang dafür eingesetzt, dass die Verbindungsstraße wieder befahrbar gemacht wird. Er erläutert: „Bei öffentlichen Stellen.“ Auch gab es Unterschriftensammlungen in Schönberg und Rupensdorf.

In Lockwisch verhindert eine Sperre die Weiterfahrt nach Rupensdorf. Quelle: Jürgen Lenz

Gesperrt ist die Straße wegen Absackungen auf dem Gebiet der früheren Gemeinde Lockwisch, die Anfang dieses Jahres mit Schönberg fusioniert ist. Der Baustart verzögerte sich immer wieder. Die Folge für viele Bürger: lange Umwege, Zeitverlust, Ärger.

Jetzt kündigt der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze (SPD) an: „Die Amtsverwaltung wird zügig alle Dokumente für eine schnelle Beschlussfassung der Stadtvertretung erarbeiten.“ Ziel sei, die Straße bald zu erneuern. Lutz Götze sagt: „Notwendig dafür ist aber, dass der Haushalt der Stadt aufgestellt und durch den Landkreis genehmigt wird.“

Wie berichtet, einigten sich die Lockwischer Gemeindevertreter und die Schönberger Stadtvertreter darauf, dass die Fusionsprämie gänzlich für den neuen Ortsteil Lockwisch eingesetzt wird. Auf einer Liste von Projekten auf dem früheren Territorium der Gemeinde stehen neben der Verbindungsstraße zwischen Lockwisch und Rupensdorf auch eine Erneuerung der Hauptstraße und der Alten Dorfstraße.

Ortsvorsteher wird gewählt

Für Interessen der Einwohner der früheren Gemeinde Lockwisch soll sich künftig ein Ortsvorsteher einsetzen. So sieht es der Fusionsvertrag mit der Stadt Schönberg vor, zu der das Gebiet der Kommune seit dem 1. Januar dieses Jahres gehört. Darin heißt es auch: „Für den Ortsteil Lockwisch wird ein Ortsvorsteher durch die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteiles im Rahmen einer Einwohnerversammlung für die Dauer der Wahlperiode der Stadtvertretung gewählt.“ Entscheidungen treffen weiterhin die Stadtvertreter. Bei der Neuwahl am 26. Mai können sich auch frühere Bürger der Gemeinde Lockwisch bewerben.

Auch deren schlechter Zustand ist das sichtbare Zeichen eines Problems, das die Gemeinde Lockwisch in einer Selbsteinschätzung ihrer Zukunftsfähigkeit so beschrieb: „An vielen Ecken und Enden fehlt es der Gemeinde an finanziellen Mitteln für die Bewältigung ihrer Aufgaben.“ Die dauernde Leistungsfähigkeit der Gemeinde Lockwisch sei weggefallen. Auch mittelfristig sei der Haushalt nicht auszugleichen.

Geplant ist der Ausbau des ländlichen Weges mit Betonasphalt und einer Entwässerung auf einer Länge von 1808 Meter. Breite: 3,5 Meter. Als die Gemeinde Lockwisch den Zuschuss beantragte, ging sie davon aus, dass der Ausbau 553 000 kosten wird und knapp 360 000 Euro als Zuschuss fließen. Wie viel Geld Schönberg nun genau aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums bekommt, ist derzeit nicht bekannt. Wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte, hat das Schweriner Landwirtschaftsministerium das Budget noch nicht mitgeteilt.

Das gilt auch für den Ausbau der Dorfstraße im Schönberger Ortsteil Kleinfeld, für den, wie berichtet, nun ebenfalls ein Zuschuss in Aussicht gestellt wurde. Der Antrag ging von knapp 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten und 778 000 Euro Zuschuss aus. Geplant sind: Fahrbahn 4,50 Meter breit, überfahrbarer Gehweg 1,50 Meter plus eine neue Entwässerung, ein Neubau der Straßenbeleuchtung, eine Neugestaltung des Wendebereichs und mehrere Baumbepflanzungen. Länge inklusive Stichstraßen: 900 Meter.

Jürgen Lenz

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