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Nordwestmecklenburg Verein fördert Frauen in Tansania
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20:10 03.11.2015
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Wismar

In regelmäßigen Abständen besuchen Mitglieder des Vereins Kigugu Help das Dorf in Tansania, für das sie unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ seit über zehn Jahren tätig sind. Sie begutachten den Fortschritt der verschiedenen Projekte und versuchen in zahllosen Gesprächen mit den Bewohnern herauszufinden, wofür weitere Hilfe dringend notwendig ist.

Im Sommer reisten Bernd Baasner, Michael Krüger und Johannes Kansy nach Kigugu. Solch ein mehrwöchiger Besuch ist zwar mit vielen freundlichen Begegnungen verbunden, aber eben auch mit viel Arbeit.

Ein Schwerpunkt des Aufenthalts der drei Vereinsmitglieder war, den Ausbau des Stromnetzes in Augenschein zu nehmen. Der Anschluss der Häuser an die Versorgungsleitungen hat eine gewisse Eigendynamik bekommen, stellten die Männer fest.

Deshalb äußerten die Dorfbewohner den Wunsch, dass die Hauptleitungen weiter verlängert werden. „Für uns bestehen also zwei Betätigungsfelder“, schlussfolgert Emil Larek, 1. Vorsitzender von Kigugu Help. „Wir werden helfen, die Versorgungsleitungen zu verlängern und die Familien beim Hausanschluss unterstützen.“ Der Verein gibt ihnen einen Zuschuss zu den vom Stromversorger geforderten Anschlusskosten.

Wichtig ist Kigugu Help von Anfang an, besonders die Frauen und Mädchen im Dorf zu unterstützen. Regelmäßig erhalten fünf Frauengruppen, die sich in Eigeninitiative eine Erwerbstätigkeit geschaffen haben, einen kleinen Geldbetrag, etwa 250 Euro. Damit wird ihnen der Start erleichtert.

Auch die ins Leben gerufene Fahrradaktion führt der Verein konsequent weiter. Er stattet jeweils fünf Mädchen eines Jahrgangs, die die weiterführende Schule, die Secondary School, im zwölf Kilometer entfernten Nachbarort besuchen, mit Fahrrädern aus. So müssen sie den Weg nicht zu Fuß gehen. Im Gepäck hatten Bernd Baasner, Michael Krüger und Johannes Kansy diesmal auch einen Brief und sieben Klassenfotos von der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar für die Schüler der Primary School in Kigugu. Die afrikanischen Kinder reagierten sofort und gaben ihrerseits Gruppenfotos und einen Brief nach Wismar mit. Die Schüler und Lehrer der Robert-Lansemann-Schule unterstützen seit Herbst 2013 mit verschiedenen Aktionen und finanziell den Verein. „Sie engagieren sich mit außerordentlicher Intensität für unser Hilfsprojekt in Kigugu“, sagt Emil Larek anerkennend.

Überhaupt seien sämtliche Hilfsmaßnahmen nur dank der breiten Unterstützung durch die Vereinsmitglieder und von Sponsoren über diese lange Zeit und in diesem Umfang möglich, würdigt Emil Larek das Engagement und dankt „allen Freunden von Kigugu“.

Die Hilfsmaßnahmen für das ostafrikanische Dorf führten 2003 zur Gründung des Vereins Kigugu Help. In seiner Satzung formulierte er als sein Ziel „Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität durch Förderung von hygienischen, sozialen und wirtschaftlichen Projekten, die es den ansässigen Bewohnern ermöglichen, aus eigener Kraft wirksame und langwirkende Verbesserungen durchzusetzen . .

.“ Inzwischen kann der Verein auf die erfolgreiche Umsetzung der verschiedensten Projekte zurückschauen. „Wir haben in den vielen gemeinsamen Jahren gelernt, dass die Verbesserung der Situation für die Einwohner von Kigugu nur in kleinen Schritten möglich ist. Aus Vorschlägen von Mitgliedern oder Sponsoren ergeben sich immer wieder weitere Versuche, das Leben für die Dorfbewohner zu erleichtern“, teilt der Vereinsvorsitzende mit und erklärt: „Die Flüchtlingssituation in Deutschland bestärkt uns, an der Verbesserung des Lebensstandards der Familien in Kigugu festzuhalten.“

Haike Werfel

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