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Nordwestmecklenburg Verwaltung will effektiver arbeiten
Lokales Nordwestmecklenburg Verwaltung will effektiver arbeiten
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20:10 03.04.2018
Klütz

Die Verwaltungsarbeit im Amt Klützer Winkel soll effektiver werden. Nachdem eine gemeinsame Wohngeldstelle mit dem Amt Grevesmühlen-Land geschaffen wird, soll die Bearbeitung der Beiträge für die Wasser- und Bodenverbände Wallensteingraben-Küste und Stepenitz-Maurine vereinfacht werden. Den Stadt- und Gemeindevertretungen im Amt Klützer Winkel wurde vorgeschlagen, die Hebesätze für Grundsteuer A und Grundsteuer B so anzuheben, dass die Beiträge der Grundstücksbesitzer für die Wasser- und Bodenverbände mit erhoben werden.

Bis auf die Stadt Klütz und die Gemeinde Damshagen haben die Kommunen dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt. „Ich halte es für erheblich bedenklich, Steuern und Umlagen zu kombinieren und zu mischen“, sagt der Klützer Stadtvertreter Peter Ellenberg.

Das sieht auch Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger so. Einen Anteil an den in der Gemeinde aufkommenden Steuern habe die Kommune zur Erledigung ihrer Pflichtaufgaben. Beiträge müssen in vollem Umfang weitergereicht werden. „Fließen die Bodenverbands-Beiträge in die Grundsteuer, sieht es doch so aus, als hätten wir höhere Steuereinnahmen, die wir aber nicht in vollem Umfang nutzen können“, kritisiert Mandy Krüger.

Etwa 1500 Bescheide werden pro Jahr für die Stadt Klütz versandt. „Dabei handelt es sich meistens um Forderungen von einem Euro und weniger“, sagt die Leitende Verwaltungsbeamtin Ines Wien.

Käme es zu Fehlern oder Mahnungen übersteige das Porto schnell die eigentliche Forderung.

Eine Erleichterung auch für Bürger sehen Landwirte wie die Klützer Stadtvertreter Arne und Jörg Nölck. „Für uns ist es ein Chaos“, sagt Jörg Nölck. Schließlich müsste ein Betrieb wie das Gut in Oberhof oder der Landwirtschaftsbetrieb Klützer Winkel mit allen Landbesitzern einzeln abrechnen. „Es wäre möglich gewesen, die Arbeit im Amt wesentlich zu mindern“, sagte Arne Nölck, nachdem die Klützer Stadtvertreter eine Umstellung im Amt abgelehnt hatten.

Malte Behnk

Nachsatz zum Artikel über die Betriebszeitung „Kompass“.

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