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Nordwestmecklenburg Vorbereitung auf den Abschied
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20:28 01.11.2014
Mallentin

Die zurückliegenden Wochen, eigentlich Monate, sind wie im Fluge vergangen und plötzlich sind sie da: Abschiede. Nach drei Monaten ist es nun so langsam Zeit weiterzuziehen, weg aus Auckland, in ein anderes Land, zurück nach Hause oder einfach nur in die nächste Stadt auf der Reiseroute durch Aotearoa. Auch wenn es viele Abschiede im Leben gibt, macht es das nicht unbedingt einfacher. Mir bleiben auch nur noch zwei Wochen, bevor es für mich nach Sydney geht und ich mich Stück für Stück von Neuseeland aus auf Deutschland zu bewege. Es ist ein komisches Gefühl. Ich bin hier zu Hause, habe einen Job, den ich liebe, und Freunde, mit denen ich so viele tolle Abende verbracht habe und auf der Nordinsel gereist bin. In dieser unvergesslichen Zeit habe ich vieles gelernt und Richard Hoffmann konnte es eigentlich nicht besser auf den Punkt bringen, als er sagte: „Der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt.

Reisen macht dich stark, du lernst dazu, vor allem, was im Leben wirklich zählt, wirst selbstständiger und auch wieder ein Stückchen mehr erwachsen.“ Zumindest trifft das auf mich zu. Das Schönste daran die Welt zu entdecken ist, dass man mit so vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt und manchmal trifft man sich im Bus oder im Hostel, verbringt vielleicht nur ein paar Stunden miteinander und tauscht sich über Reiseanekdoten, gute Unterkünfte oder Reiseziele aus. Und trotzdem hat man in diesen Weggefährten Freunde fürs Leben gefunden. Denn Reisen verbindet. Egal wie unterschiedlich unser Charakter auch sein mag, bringt uns das Fernweh zusammen und trennt uns auch wieder.

Während es relativ simpel ist, einen Koffer für einen Kurztrip zu packen, erfordert mein Auszug hier etwas mehr Logistik: Welche Sachen brauche ich in Sydney, Bangkok und Dubai? Was kann ich mit der Post schicken und was kostet das überhaupt? Was brauche ich erst wieder in Deutschland? Und welche Dinge lasse ich ganz hier? Während ich mich mit diesen Fragen beschäftige, muss ich mich noch von allen verabschieden, alles zusammenpacken und die Hotelaufenthalte und Unternehmungen für die nächsten Reiseziele organisieren. Das hält einen wirklich ganz schön auf Trab. Meine Kollegen bekommen jedenfalls einen Schokokuchen und am Freitag vor meiner Abreise, werde ich für meine Gastfamilie ein richtiges Hamburger Schnitzel machen. Als kleines Dankeschön und auch um mich schon etwas auf zu Hause einzustimmen. In den zurückliegenden Monaten war es so selbstverständlich, täglich nach Takapuna zu fahren, die Skyline der City zu sehen, abends mit meinen Mädels auszugehen und das nächste Wochenende zu planen. Ich glaube, es wird mir nicht leicht fallen, mich wieder in Mallentin einzuleben. Von Neuseelands Metropole zurück aufs platte Land. Das wird sicherlich nicht einfach, aber natürlich freue ich mich auch darauf, Freund und Familie wiederzusehen, Bücher zu kaufen ohne über Gepäckgrenzen nachdenken zu müssen und wieder regelmäßig zu singen. Und ich habe auch noch so viel zu tun, bevor es dann im September nach Sylt geht. Noch mal richtig Französisch lernen, meine Sachen aussortieren und verkaufen, Freunde aus Neuseeland wiedertreffen und selbstverständlich auch reisen. Ich glaube, solange man Ziele und Träume hat, kann einem gar nicht langweilig werden. Diese letzten zwei Wochen hier werde ich noch einmal richtig genießen und ich bin mir ganz sicher, dass Neuseeland mich nicht zum letzten Mal gesehen haben wird. Immerhin muss ich ja noch die Südinsel bereisen und auch auf der Nordinsel gibt es noch jede Menge zu sehen.

Lisa Wehr

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