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Nordwestmecklenburg Abholzung für Promenadenbau in Boltenhagen
Lokales Nordwestmecklenburg Abholzung für Promenadenbau in Boltenhagen
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15:46 07.02.2019
Im Ostseebad Boltenhagen haben Holzungsarbeiten an der Düne begonnen. Ein Bagger arbeitet bei den Strandaufgängen 3 und 4. Quelle: CLAUDIA HÖRL
Boltenhagen

Startschuss zum Bau der Dünenpromenade: In Boltenhagen haben gestern die Vorbereitungen für den Bau der etwa zwei Kilometer langen Promenade begonnen, die auf Stelzen über der Düne am Strand verlaufen soll.

Mit Genehmigung der Naturschutzbehörden und in Abstimmung mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Stalu) wurde damit angefangen, die Düne im Bereich des Neubaus von großen Gehölzen wie Bäumen und Büschen zu befreien. Mit einem Bagger wurde zunächst an den Strandaufgängen 3 und 4 gearbeitet. Parallel dazu wird aus der Behandlungsanlage für das Strandräumgut ausgesiebter Sand aus der vergangenen Saison zurück an den Strand gebracht.

„Es ist toll, dass wir nach den guten Nachrichten über die 90-prozentige Förderung durch das Land Ende November, nun den nächsten Schritt gehen und das Projekt ,Dünenpromenade’ los geht. Der eigentliche Baubeginn wird dann nach der Saison sein. Die Hauptsaison wird nicht beeinträchtigt“, sagt Kurdirektorin Claudia Hörl. Für die EU-weite Ausschreibung der Planungsleitung erfolgt am 11. Februar die Veröffentlichung für ein Verhandlungsverfahren. Innerhalb von drei Monaten und nach festgelegten Bewertungskriterien wird dann ein Unternehmen ausgewählt, dass die weitere Planungsleitung des Projekts übernimmt.

Gebaut werden soll eine etwa zwei Kilometer lange Promenade, die auf Stahlpfählen auf der Düne entlang führt. Sowohl die Hütten der Rettungsschwimmer als auch die der Strandkorbvermieter sollen in das Projekt integriert werden, drei Zuwegungen ausgebaut und die gesamte Dünenpromenade barrierefrei begehbar sein. „Mit der Promenade auf der Düne wird es in Boltenhagen möglich sein, beim Spaziergang das Meer zu sehen, ohne durch den Sand zu laufen und auf verschiedenen Sitzgelegenheiten zu verweilen. Das ist ein weiterer Aspekt, um Gäste für unseren Kurort zu begeistern“, freut sich Claudia Hörl.

Im November 2018 hatte es vom Landesförderinstitut und vom Wirtschaftsministerium des Landes die Zusage über 4,7 Millionen Euro Fördermittel gegeben. Diese Summe entspricht 90 Prozent der Gesamtsumme. Der Eigenanteil von zehn Prozent kommt aus dem Haushalt der Kurverwaltung des Ostseebads.

In Boltenhagen gibt es auch Kritiker des Bauwerks, das seit etwa fünf Jahren geplant wird. Gegner hatten 2017 in einer Bürgerinitiative 281 Unterschriften gesammelt, um einen Bürgerentscheid zu dem Thema zu starten. Aus formellen Gründen kam der Bürgerentscheid nicht zustande. Gegen diese Entscheidung wurde allerdings geklagt.

Außerdem hatten nach zwei Stürmen mit Hochwasser im Januar Einwohner des Ostseebads erklärt, es sei ihnen wichtiger, den Küstenschutz zu verbessern, als die Dünenpromenade zu bauen. Sie äußerten, dass ein Deich gut vor Hochwasserereignissen schützen würde und auch begehbar sei, wie die geplante Promenade.

Mit dem Bau der Dünenpromenade erhofft sich die Gemeinde Boltenhagen zudem eine bessere Trennung der Ströme von Fußgängern und Radfahrern vor allem während der Urlaubssaison. Die Strandpromenade als gemeinsamer Weg sei zu schmal und auch auf oder an der Ostseeallee können sich Radfahrer nicht sicher bewegen ohne Autofahrern in die Quere zu kommen oder Fußgänger zu gefährden.

Malte Behnk

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