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Nordwestmecklenburg Vortrag: 1989 im Spiegel der Stasi-Akten
Lokales Nordwestmecklenburg Vortrag: 1989 im Spiegel der Stasi-Akten
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08:03 23.05.2019
„Es geht immer um die individuelle Verantwortung von Menschen für das, was sie tun“, sagt Roland Jahn, Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, vor dem Bild einer Ausstellung über die Stasi. Quelle: Thomas Biller
Schlagsdorf

Das Jahr 1989 im Spiegel der Stasi-Akten: Das ist Thema eines Vortrags mit anschließender Diskussion im Grenzhus in Schlagsdorf. Beginn: am Freitag, den 24. Mai, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Daniela Münkel und Martin Stief von der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen informieren über das Thema und stellen sich danach einer Diskussion mit den Besuchern des Grenzhus. Der Hintergrund: Seit 1953 verfasste die DDR-Staatssicherheit geheime Berichte an die SED-Führung. Darin schilderte sie Problemlagen in Wirtschaft und Versorgung, berichtete über Fluchtfälle, vermeintliches oder tatsächliches oppositionelles Verhalten und gab Stimmungen der Bevölkerung wieder. 1989 fertigte die Stasi insgesamt 263 solcher Inlandsberichte über „Schwierigkeiten“ im letzten Jahr der DDR, besonders aber über die Formierung oppositioneller Bewegungen. Den Entwicklungen im Herbst ’89 konnte die Stasi zwar nur noch hinterherlaufen, doch mit ihren geheimen Berichten hat sie historisch wertvolle Quellen hinterlassen.

Bereits von 15 bis 18 Uhr bietet die Stasi-Unterlagenbehörde ihre Bürgerberatung im Grenzhus an. Die Mitarbeiter der Behörde bitten Interessen, für die Antragstellung ein gültiges Personaldokument mitzubringen. Ein weiteres Angebot im Grenzhus: die Ausstellung „Die Stasi“. Sie erläutert das Wirken der DDR-Geheimpolizei auch anhand von Beispielen im heutigen Mecklenburg-Vorpommern.

Jürgen Lenz

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