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Nordwestmecklenburg Vortrag: Tod im Flusstal
Lokales Nordwestmecklenburg Vortrag: Tod im Flusstal
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20:10 01.11.2014
Blick auf des Flusstal der Tollense. Ein Vortrag macht mit dem Geschehen in der älteren Bronzezeit bekannt. Quelle: privat
Groß Raden

Innerhalb der Wintervortragsreihe im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden wird am 5. November ab 19.30 Uhr der nächste Vortrag angeboten.

Referent ist der Landesarchäologe Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Detlef Jantzen.

Im Tollensetal, nördlich von Altentreptow, wird seit 2009 eine der außergewöhnlichsten archäologischen Fundstellen Nordeuropas untersucht. Unter Torf und im Wasser wurden dort die Überreste von mindestens 20 Menschen und fünf Pferden aus der Zeit um 1250 vor Christus entdeckt. Dass zumindest die Menschen keines natürlichen Todes starben, zeigten zahlreiche Verletzungen an den Knochen.

Sie lassen darauf schließen, dass die Menschen mit Pfeil und Bogen, mit Stichwaffen und mit Keulen angegriffen wurden. Da im Tal auch zahlreiche Pfeilspitzen, zwei Holzkeulen und andere Waffen gefunden wurden, drängt sich der Verdacht auf, dass der Kampf an Ort und Stelle stattfand. Alles deutet also darauf hin, dass im Tollensetal die Überreste eines großen Gewaltkonfliktes aus der älteren Bronzezeit entdeckt wurden.

Für den Mittelmeerraum sind solche Großkonflikte aus Schrift- und Bildquellen durchaus bekannt. Nördlich der Alpen gab es bislang jedoch keine Hinweise auf vergleichbare Auseinandersetzungen. Die Fundstelle im Tollensetal wird das überwiegend friedliche Bild, das die archäologische Forschung von der hiesigen Bronzezeit bislang zeigte, deshalb um einen ganz neuen Aspekt erweitern. Zugleich wirft sie die Frage auf, ob es in der älteren Bronzezeit bereits „professionelle“ Krieger gab. In dem Vortrag werden die Ergebnisse der interdisziplinären Arbeitsgruppe vorgestellt, die die Fundstelle im Tollensetal untersucht.

LN

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