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Nordwestmecklenburg Jan van Leeuwen hat noch viel vor
Lokales Nordwestmecklenburg Jan van Leeuwen hat noch viel vor
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16:45 14.05.2019
Die Dorfkirche von Hohenkirchen zwischen Bäumen und Raps ist weithin sichtbar. Quelle: Malte Behnk
Hohenkirchen

Seit der Kommunalwahl 2014 ist Jan van Leeuwen (54) Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen, die in ihrer heutigen Form seit 2005 besteht. Da waren die Gemeinden Groß Walmstof und Gramkow zusammengeschlossen worden.

Jan van Leeuwen (54) im Mai 2019. Er tritt als Amtsinhaber wieder zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 an. Quelle: Malte Behnk

Nach einer Amtszeit hat Jan van Leeuwen mit der Gemeindevertretung einiges angeschoben und umgesetzt. Der 54-Jährige hat für die Gemeinde aber noch viele Pläne, die er umsetzen möchte. Daher tritt er bei der Kommunalwahl am 26. Mai wieder zur Wahl als Bürgermeister an.

„Wir haben in den letzten Jahren Konzepte zur Entwicklung aller elf Dörfer erstellt. Das hat seine Zeit gekostet, in der man nicht viel davon sehen konnte“, nennt er Vorhaben mit längerer Anlaufzeit. „Ich möchte, dass in jedem Dorf ein zentraler Ort geschaffen wird, an dem man sich treffen kann und der auch attraktiv ist“, sagt van Leeuwen. Der Platz vor dem alten Feuerwehrhaus in Groß Walmstorf ist so ein Ort, der umgestaltet werden sollte.

Wohngebiete für Familien

„Es müssen auch Bauflächen für Wohngebiete geschaffen werden, damit die Kinder der Einheimischen auch hier bauen und leben können“, sagt van Leeuwen, was er in den nächsten Jahren realisieren möchte. „In der Vergangenheit haben sich hier immer mehr Auswärtige etwas gekauft und es gibt inzwischen viele Zweitwohnsitze. Das Verhältnis muss sich ändern.“

Ebenso möchte der Bürgermeister nach seiner Wiederwahl erreichen, dass ältere Menschen in der Gemeinde bleiben können. „Ich möchte altersgerechtes Wohnen schaffen, möglichst auch mit ambulanter Pflege, damit wir unsere älteren Mitbürger nicht in die Städte schicken müssen“, sagt er. Es gebe bereits erste Pläne, in der Nähe der neu gebauten Kita in Hohenkirchen solchen Wohnraum zu schaffen.

In dem Zusammenhang freut sich van Leeuwen, dass Karina Stenker aus dem Sozialausschuss den Seniorenclub der Gemeinde relativ schnell wieder mit Leben gefüllt hat. „Ich hätte das alleine nicht geschafft“, räumt er ein. „Aber es brummt. Alle vier Wochen treffen sich 30 bis 40 Senioren und sie machen auch Ausflüge.“

Platz für Bürger in alter Jugendherberge

Die Senioren und der Jugendclub bekommen demnächst einen neuen Raum. „Die Gemeinde hat gerade den Zuschlag für das Küchengebäude der Jugendherberge in Beckerwitz-Ausbau bekommen“, verkündet Jan van Leeuwen eine ganz frische Nachricht. Etwa die Hälfte des Gebäudes soll für den Jugendclub hergerichtet werden. „Dann bleibt noch ein Raum, in dem sich die Gemeindevertretung treffen kann und der auch dem Seniorenclub zur Verfügung steht. Auch die künftige Jugendvertretung kann sich dort treffen.“

Dass am 26. Mai auch Jugendliche der Gemeinde für ein Ehrenamt kandidieren und sich von anderen Kindern und Jugendlichen wählen lassen können, freut van Leeuwen. „Zum ersten Treffen dafür sind 27 Mädchen und Jungen gekommen und sie haben ziemlich genaue Vorstellungen von der Entwicklung der Gemeinde.“

Radwege sollen verbinden

Nicht nur, aber auch für die Kinder und Jugendlichen hat sich die Gemeinde in der vergangenen Legislaturperiode um den Ausbau von Radwegen und ländlichen Wegen gekümmert. „Wir haben schon viele Lücken bei den Radwegen geschlossen“, sagt Jan van Leeuwen. In diesem Jahr gebe es kurzfristig noch die Möglichkeit, in Niendorf einen Radweg von der Landesstraße ins Dorf zu bauen. „Dann hätten wir es eigentlich geschafft, dass die Kinder aus allen Dörfern sich gegenseitig besuchen können“, sagt van Leeuwen, was sein Ziel ist.

Bei der Wahl am 26. Mai hat Jan van Leeuwen einen Gegenkandidaten. Reinhold Döring war bereits 2014 zur Wahl angetreten, hatte aber von den drei Bewerbern die wenigsten Stimmen erhalten. Jetzt kandidiert er erneut als Einzelbewerber.

Malte Behnk

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