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Nordwestmecklenburg Wahrsow gestern und heute: Vom Kriegshaus zur Sporthalle
Lokales Nordwestmecklenburg Wahrsow gestern und heute: Vom Kriegshaus zur Sporthalle
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20:10 06.03.2015
Uniformierte Männer posieren vor dem Kriegervereinshaus in Wahrsow. So zeigt es eine Ansichtskarte, die am 9. März 1914 abgestempelt wurde — fünf Monate, bevor Deutschland zu Beginn des Ersten Weltkriegs die Nachbarstaaten überfiel. Seit Anfang der 60er-Jahre steht an der Stelle des Kriegervereinshauses eine Sporthalle. Repro/ Quelle: Jürgen Lenz
Wahrsow

Die Geschichte Deutschlands spiegelt sich in der Historie eines Gebäudes in Wahrsow wider. 1902 baute der Gastwirt Joachim Oldenburg einen Saal mit Bühne und drei Gastzimmer an seine Büdnerei an. Nachdem Oldenburg vier Jahre später im Alter von 36 Jahren gestorben war, übernahmen die Erben das Gasthaus, das im Zeichen des deutschen Nationalismus vor dem Ersten Weltkrieg ein „Kriegervereinshaus“ wurde. Nach einem weiteren Weltkrieg war dieser Name nicht mehr angesagt. Das „Kriegervereinshaus“ wurde zur „Jungmühle“, betrieben von Hans Böttcher, der aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war. 1952 verkaufte er an Gerhard Radtke, der als Flüchtling aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Lüdersdorf gekommen war. 1960 übernahm der Rat der Gemeinde die Gaststätte, ließ das Gebäude abreißen und errichtete an seiner Stelle eine Halle für Schul- und Kindergartensport, Versammlungen, LPG-Feste, Tanzabende, Sitzungen. Heute gehört das Anwesen der Wäscherei Servitex Nord, die sich 2006 im Gewerbegebiet Lüdersdorf angesiedelt hat. Der Fanfarenzug Lüdersdorf darf in der Halle üben.

jl

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