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Nordwestmecklenburg Warnstreik: In Lübeck und Herrnburg fährt kaum ein Bus
Lokales Nordwestmecklenburg Warnstreik: In Lübeck und Herrnburg fährt kaum ein Bus
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13:05 13.01.2020
2013 war’ schon mal so weit: Streik beim Stadtverkehr Lübeck, keine Busse am Zob. Quelle: Lucas Braun
Lübeck/Herrnburg

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Busfahrer in Schleswig-Holstein zu einem Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen ist auch Herrnburg. Die Linie 5 des Unternehmens „Stadtverkehr Lübeck“ verbindet den größten Ortsteil der Gemeinde Lüdersdorf mit der Hansestadt.

Der Stadtverkehr wird laut Sprecherin Gerlinde Zielke am Dienstag, den 14. Januar, komplett vom Warnstreik betroffen sein. „Wir bitten unsere Fahrgäste, an diesem Tag auf andere Fortbewegungsmittel umzusteigen. Es tut uns leid, aber wir haben darauf keinen Einfluss“, betont Zielke. Am 14. Januar wird der Stadtverkehr den gesamten Tag lahmgelegt sein. Lediglich die Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG), eine Tochtergesellschaft des Stadtverkehrs, wird nicht bestreikt und mit den 30er und 40er Linien am Dienstag unterwegs sein. Auch die Schnellverbindungen nach Lübeck fahren nach Fahrplan. „Wir rechnen auf den Linien mit einer erhöhten Nachfrage, weil sie vielleicht auch von anderen Fahrgästen an dem Tag genutzt werden“, sagt Zielke.

Fähren zum Priwall sind vom Streik nicht betroffen

Der Fährverkehr der Priwall-Autofähre soll unterdessen eingeschränkt aufrechterhalten bleiben, die Personenfähre zum Priwall von der Nordermole verkehrt in den Wintermonaten ohnehin nicht. Die Servicecenter in Travemünde und am Zob bleiben laut der Stadtverkehrs-Sprecherin am Dienstag ebenfalls geschlossen.

Streitthema ist der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N), unter den rund 1500 Beschäftige in Schleswig-Holstein Land fallen. Dabei geht es um mehr Geld für die Busfahrer. „In der zweiten Verhandlungsrunde wurden die Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband bereits nach 45 Minuten beendet, da die Arbeitgeberseite nicht im Stande war, ihr enttäuschendes Miniangebot mit Erhöhungen von 1,8 Prozent in 2020 und 1,3 Prozent ab 2021 nachzubessern“, begründet Verdi-Verhandlungsführer Karl-Heinz Pliete. „Wenn sich am Verhandlungstisch nichts bewegt, bleibt nur der Gang auf die Straße, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen“, so Pliete weiter. Laut Wilfried Kley, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein, entspreche die von Verdi geforderte Lohnerhöhung von 2,06 Euro pro Stunde einer Erhöhung um 349 Euro im Monat und damit 14 Prozent. „Die Inflationsrate beträgt derzeit knapp über ein Prozent. Die Forderung der Gewerkschaft ist vor diesem Hintergrund völlig überzogen“, sagte Kley.

Busverkehr wird auch andernorts bestreikt

Der Busverkehr wird am Dienstag auch in Kiel, Neumünster und Flensburg bestreikt. Die Bahn-Tochter Autokraft ist dagegen nicht betroffen, weil ihre Fahrer unter einen anderen Tarifvertrag (OVN) fallen. Auch Dahmetal ist Mitglied im OVN und wird nicht bestreikt.

Bereits am 15. Januar, also einen Tag nach dem Warnstreik, sollen die Verhandlungen zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband fortgesetzt werden. Zuletzt kam es im März 2017 zu einem ganztägigen Warnstreik der Busfahrer in Lübeck. Auch damals lagen Verdi und Arbeitgeberverband bei ihren Tarifverhandlungen weit auseinander.

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