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Nordwestmecklenburg Wehrführer mit modernem Rollenverständnis
Lokales Nordwestmecklenburg Wehrführer mit modernem Rollenverständnis
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11:09 01.08.2019
Thomas Nifkiffa (47) ist Gemeindewehrführer in Lüdersdorf. Quelle: Jürgen Lenz
Lüdersdorf

Der neue Lüdersdorfer Gemeindewehrführer hat ein modernes Verständnis seiner Rolle. „Mein Führungsverständnis ist, dass ich es kooperativ machen will“, sagt der 47-jährige Thomas Nifkiffa. Damit habe er im Beruf gute Erfahrungen gemacht, erklärt der Wirtschaftsingenieur, der Projekte für große Firmen leitet. Er sagt: „Es gibt natürlich verschiedene Meinungen, aber man kann sich sachlich-argumentativ einigen. Am Ende zählt der gemeinsame Einsatzerfolg.“ In der Feuerwehr gibt es laut Nifkiffa unterschiedliche Mentalitäten. Sie müssten aber zu einem gemeinsamen Ergebnis führen. „Damit haben wir gute Erfahrungen in der Ortswehr Neuleben/Boitin-Resdorf gemacht“, erklärt er. Von 2013 an leitete er die Ortswehr. Diese Funktion übt er jetzt nicht mehr aus. Roy Hentschel aus Klein Neuleben ist sein Nachfolger.

Kooperation der fünf Ortswehren verbessern

Ein Ziel, das sich Thomas Nifkiffa als Gemeindewehrführer gesetzt hat, ist, die Kooperation der fünf Ortswehren zu verbessern. Er sagt: „Mir liegt das Zusammenwachsen der Mannschaften der Gemeindewehr am Herzen.“ Die allermeisten Feuerwehrleute würden sich als Teil eines großen Ganzen verstehen. Dieses Rollenverständnis sei in den letzten Jahren gewachsen, aber: „Ich glaube, dass wir da noch Potenzial haben.“

Erreichen wolle er das Ziel auch durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Gemeindewehr, den die Ortswehrführer und deren Stellvertreter bilden. Er verstehe sich als Sprecher der gesamten Gemeindewehr. Thomas Nifkiffa erklärt: „Wir sehen uns als Ganzes. Einer allein kann die Aufgabe nicht bewältigen. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.“ Gut sei aus seiner Sicht auch gewesen, sich vor der Wahl des Gemeindewehrführers in den Ortswehren vorzustellen, denn: „Die Leute müssen wissen, wofür man steht.“ Unlängst habe er einen Verbandsführerlehrgang an der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow absolviert. „Das passt gut“, sagt er.

Fünf Ortswehren in einer Gemeinde

119 Frauen und Männer in der Gemeinde Lüdersdorf engagieren sich in ihrer Freizeit für den Brandschutz und die technischen Hilfeleistungen. Sie gehören einer von fünf Ortswehren an: Herrnburg, Lüdersdorf, Neuleben/Boitin-Resdorf, Palingen, Schattin.

„Bei größeren Lagen die Einsatzleitung in der Gemeinde übernehmen“: Das nennt Thomas Nifkiffa als eine seiner Aufgaben, zu denen unter anderem auch Abstimmungen mit Amt, Kreis und Land gehören. Er will aber nicht nur Befehle geben, wenn es nötig ist, sondern auch motivieren. Der Lüdersdorfer Gemeindewehrführer sagt: „Brandschutz ist eine ernste Sache, aber die Freude an dem, was man tut, ist wichtig.“ Die Motivation habe teilweise den Pflichtgedanken ersetzt, der in früheren Zeiten deutlich vorherrschte und auch heute noch bedeutend sei.

Tageseinsatzbereitschaft bleibt Herausforderung

Als eine große Aufgabe in seiner sechsjährigen Amtszeit nennt Thomas Nifkiffa die Tageseinsatzbereitschaft. Er erläutert: „Das können wir als Feuerwehr nur bedingt gewährleisten.“ Der Grund: Tagsüber arbeiten viele Brandschützer außerhalb der Gemeinde.

Deren politische Vertreter haben nach Thomas Nifkiffas Einschätzung erkannt, wie wichtig die Feuerwehr ist. Ebenfalls bekannt sei den Gemeindevertretern, dass der Neubau von Gerätehäusern für die Ortswehren Palingen und Schattin notwendig ist. Der Gemeindewehrführer kündigt an: „Das müssen wir positiv begleiten und pushen.“ Der derzeit laufende Bau eines neuen Gerätehauses für die Ortswehr Lüdersdorf sei ein gutes Zeichen.

Mehr lesen: Gute Aussichten für Lüdersdorfer Feuerwehr

Thomas Nifkiffa sagt: „Ausrüstungsmäßig sind wir auf einem guten Stand. Da haben meine Vorgänger viel Arbeit geleistet.“ Die Ausbildung sei ebenfalls verbessert worden. „Den Weg muss man weiter gehen“, sagt der neue Gemeindewehrführer. Ebenfalls im Auge hat er den Schulungsbedarf und die Arbeit für den Nachwuchs. In den vergangenen Jahren sind viele Mitglieder der Jugendwehren nach ihrer Ausbildung in die Einsatzabteilung übergetreten. Der Gemeindewehrführer lobt: „Die Jugendwarte machen einen guten Job.“

Jürgen Lenz

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