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Nordwestmecklenburg Schule erweitern oder neu bauen?
Lokales Nordwestmecklenburg Schule erweitern oder neu bauen?
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14:59 10.01.2019
Die Schule an der Dassower Straße in Schönberg steht am Rand eines Wohngebietes mit Mehrfamilienhäusern. Lampen erhellen die Klassenräume am frühen Morgen. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Was soll mit der Schule an der Dassower Straße in Schönberg passieren: Sanieren und erweitern oder neu bauen? Diese Frage lässt die Stadt derzeit klären. „Es wird ein Gutachten erstellt“, sagte Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) auf Anfrage. Die politischen Vertreter von Schönberg müssten abschätzen können: Was ist für die Stadt als Schulträger das Effektivste?

Ein Hintergrund der Diskussion: Es gibt wieder mehr Kinder in Schönberg und Umgebung. Der Bürgermeister erklärt es so: „Vorhandene Zahlen geben Anlass darüber nachzudenken, in welchem Umfang Kapazitäten der Schule verändert werden müssen.“ Gleichzeitig seien auch „Überlegungen der Schulleitung zur Verbesserung der Unterrichtsorganisation vor allem im Bereich der Grundschule mit zu beachten.“ Worum geht es dabei? Um die Frage, ob es möglich und sinnvoll ist, den gesamten städtischen Schulbetrieb an der Dassower Straßen zu konzentrieren. Bisher unterrichten Lehrer einen Teil der Grundschulklassen in einem Gebäude an der Amtsstraße, das ebenfalls zur Regionalen Schule mit Grundschule gehört. Lutz Götze meint: „Besser wäre, wenn alles an einem Standort ist. Das gilt es auszuloten.“

"Es kann sein, wenn wir uns nicht zum Brandschutz bekennen, dass uns die Schule zugemacht wird.“ Quelle: Jürgen Lenz

Fest steht: Der Brandschutz im Gebäude an der Dassower Straße entsprach zwar den Bestimmungen, als der Plattenbau 1980 errichtet und 1998 saniert wurde, den aktuellen Anforderungen genügt er jedoch nicht. Bekannt ist das seit 2014. Auf eine Kritik seines Fraktionskollegen Stephan Korn, die Stadt habe „gepennt“, antwortete der Bürgermeister unlängst in einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Finanzausschusses: „Die Stadt hat nicht geschlafen.“ Sie sei immer wieder bemüht gewesen, das notwendige Brandschutzkonzept fertigstellen zu lassen und habe sich mehrfach an den Fachplaner gewandt. Einig waren sich der Schönberger Bürgermeister und sein Stellvertreter in ihrem Bekunden, der Brandschutz habe im Interesse der Sicherheit von Kindern und Mitarbeitern der Schule „absolute Priorität“. Der Bürgermeister warnte zudem: „Es kann sein, wenn wir uns nicht zum Brandschutz bekennen, dass uns die Schule zugemacht wird.“

Nach einer Anfrage der OZ platzierte Lutz Götze die Schule an der Dassower Straße in einer Liste zur Verbesserung der Infrastruktur ganz oben. Es gebe für dieses und eine Reihe weiterer Vorhaben „weitreichende Beschlüsse der Stadtvertretung umzusetzen, die auch über das Jahr 2019 hinausgehen“, führt der Bürgermeister aus.

Das Wohnungsbaukombinat Rostock montierte die Betonfertigteile der neuen Schule in Schönberg. Quelle: privat

Als die Stadtvertreter in den 90er Jahren beschlossen, die Schule an der Dassower Straße zu sanieren und ein Foyer anzubauen, entschieden sie sich für eine Finanzierung durch einen Immobilien-Leasing-Fonds. Seitdem zahlte Schönberg alljährlich Leasingraten. Nun hat die Stadt die Immobilie von der Commerz Real AG zurückgekauft – für 1,4 Millionen Euro, finanziert durch einen Kredit. Der Bürgermeister sagt: „Wenn wir es nicht gemacht hätten, hätten wir noch zehn Jahre 250 000 Euro pro Jahr zahlen müssen.“ Das eingesparte Geld könne Schönberg gut gebrauchen – auch für die Schule.

Jürgen Lenz

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